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News Oresund, CC BY 2.0, Wikicommons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Frank_Jensen_Mipim_20140312_1_(13119723535).jpg

Kopenhagens Bürgermeister zurückgetreten

21. Oktober 2020

Kopenhagens Bürgermeister Frank Jensen stellt sein Amt mit sofortiger Wirkung zur Verfügung. Zugleich räumt er seinen Posten als stellvertretender Nationalvorsitzender der dänischen Spezialdemokraten. Was ist denn da passiert?

Hat er junge dänische Mädchen mit orientalischen Schlächtern verkuppelt? Vernichtet er gerade sehenden Auges die Kopenhagener Gastronomie? Hat er einen Arzt in seiner Praxis erstochen? Hat er ein Baby auf offener Straße enthauptet? Hat er einen Geschichtslehrer umgebracht, weil dieser im Unterricht nicht genehme Karikaturen zeigte? Hat er eine Mutter und ihr Kind vor einen herannahenden ICE gestoßen? Hat er einer Studentin achtmal hintereinander zu vergewaltigt und vergewaltigen lassen?

Manch einer von Ihnen mag auch denken: Was solls, Hauptsache wieder ein Arbeiterverräter weniger. In der Tat werde ich es Ihnen nicht verübeln, wenn sie die Lektüre damit an dieser Stelle beenden.

Für alle anderen hier die Auflösung: Er soll sich in den Jahren 2012 und 2017 Frauen gegenüber „sexuell kränkend“ verhalten haben. Der hohe Norden wird gerade mit drei Jahren Verspätung von dem sogenannten „#metoo“ Skandal erschüttert. Sie wissen schon, die Kampagne im Zuge derer massenhaft männliche Vorzeigekarrieren vernichtet wurden, weil sie in den 1970er Jahren einmal einen Altherrenwitz gerissen hatten.

Und wie kommentiert der Ex-Justizminister und nun Ex-OB selbst seinen Rückzug: Er wolle dem Fortschritt nicht im Wege stehen. Na dann, wohlan. Und wieder hat die Revolution eines ihrer Kinder gefressen. Sie sehen, selbst in dunkelsten Zeiten leuchtet immer noch irgendwo ein humoristisches Licht auf.

Libertäre Eule

Mit freiheitlichem “Schuhu” fliegt das Federvieh durch die kollektivistische Nacht.


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