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Harald Krichel, CC BY SA 4.0 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Margarete_Stokowski-0672.jpg)

Stokowskis Welt

12. März 2020

Margarete Stokowski, ihres Zeichens Journalistin beim Spiegel, fällt erneut mit zusammenhanglosen linksradikalen Ansichten auf. Stokowski reiht sich damit in die Reihe von linken Akteuren, die innerhalb der letzten Wochen ihr wahres Gesicht offenbarten. Nachdem LINKEN-Chef Bernd Riexinger „Arbeitslager für Reiche“ forderte – dies natürlich nur total ironisch meinte – und LINKEN-Kreisvorsitzender Tim Fürup Staatsknete an die Antifa verteilen will, äußert sich Stokowski, die Rohrkrepierer*in des Sturmgeschützes der Demokratie, zum Wirtschaftssystem.

Sie schreibt in ihrem dazugehörigen SPIEGEL-Artikel (klicken auf eigene Gefahr), dass an einer möglichen Bedrohung durch das Corona-Virus der Kapitalismus direkt oder indirekt Schuld sei. Als Beleg zur inhaltlichen Leere ihrer Argumentation sei nur auf den ersten Absatz eingegangen:

„Stellen Sie sich vor, Menschen mit verdächtigen Symptomen würden nicht sinnlos wacker trotzdem zur Arbeit gehen oder zum Meeting fliegen, sondern zu Hause bleiben, bis sicher ist, welche Krankheit sie haben. Sie würden das aus Verantwortung für ihre Mitmenschen tun, und die Chefin (sofern es eine gäbe) würde sagen: Ja, klar, danke für deine Vorsicht und gute Besserung. (Wenn Sie jetzt denken: „Haha, dann würden ja ALLE zu Hause bleiben!“, dann denken Sie, dass Arbeit immer Ausbeutung sein muss und haben viel zu tun in der Hinsicht, tut mir leid, aber ist so.)“

Abgesehen, dass der Autor dieser Zeilen das Argument „Tut mir Leid, aber ist so“ seit circa 10 Jahre, also der Grundschulzeit, nicht mehr gehört hat, lässt dies folgende Rückschlüsse zu:

Wenn Arbeit keine Ausbeutung mehr wäre, müsste niemand mehr arbeiten, oder er könnte von zu Hause aus arbeiten. Ein Auto repariert man dann aus dem Wohnzimmer heraus, ein Stahlgerüst baut man einfach in seinem Vorgarten auf. Selbst wenn man also in der Wunschvorstellung Stokowskis lebt und nur eine Stunde am Tag arbeitet, also genau so lange, wie sie sich mit wirtschaftlichem Denken befasst hat, muss ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung in menschlichen Kontakt treten.

Oder sie denkt – wenn Geld, Waren, Ertrag einfach auf staatlichen Bäumen wüchsen – dass man per Dekret eine Ausgangssperre für alle Menschen in Deutschland verhängen könnte. Nahrung, Waren oder Dienstleistungen bekäme man vom Staat zugeteilt. Und da „der Staat“ bekanntlich keinen Virus übertragen kann, sind alle sicher. Beides ist nicht sehr intelligent, eines davon ist totalitär.

An andere Stelle ergänzt sie die erste Annahme: „Stellen Sie sich vor, alle könnten einfach sicher sein, dass sie im Notfall die nötigen Dinge von der zuständigen Institution erhalten, und müssten anderen nicht die dringend benötigten Waren wegkaufen.“

Woran erinnert diese Argumentation? An den Kriegssozialismus beider Weltkriege, in denen Politiker die Wirtschaft fernsteuerten und für ihre Zwecke nutzten. Aus Kriegssozialismus wird heute Krisensozialismus, sogar in einem Kriselchen, das gerade erst beginnen könnte. Und wer allen Ernstes denkt, dass die deutschen Behörden dazu in der Lage sind, 82 Millionen Menschen bürokratisch mit Lebensmitteln zu versorgen, der kann ja gerne auf die sogenannten „Hamsterkäufe“ verzichten.

Die kritisiert Stokowski nämlich auch: Sie seien unfair gegenüber Leuten, die weder Auto noch Geld hätten, um zu „hamstern“. Dass man mit einem 100-Euro-Nudeleinkauf theoretisch einen Monat über die Runden kommt, und die kalorienreiche Billigware auch mit dem Bus oder zu Fuß transportieren kann, weiß Stokowski offensichtlich nicht. In dieser Lebenswelt kennt sie sich nicht aus. Ob Stokowski aber beim Kauf im Berliner Bio-Supermarkt nicht auch mit dem Gedanken spielt, lieber zwei Packungen veganes Hack zu kaufen? Ich kann nur mutmaßen…

Die Ansichten Stokowskis sind die einer weltfremden Studentin, die nicht weiß, wie Wirtschaft funktioniert. Ihr Unwissen füllt sie mit dem theoretischen Konstrukt eines funktionierenden Sozialismus. In einer Krise nutzt sie die Angst der Bevölkerung aus, um ihre politische Agenda durchzudrücken. Ihre Annahmen sind nicht nur dumm – sie sind auch gefährlich und böswillig. Getarnt hinter inhaltsleerem Buchstabensalat. Damit legt sie die Messlatte beim Spiegels so niedrig an, das die anderen Autoren als mit Intelligenz gesegnete Einsteins wirken – und ihre ebenfalls sozialistischen Vorschläge im Vergleich zu Stokowski als Ausgeburt des freien Marktes erscheinen. Die Kommentare unter Stokowskis Artikel sind natürlich ausgeschaltet.

Stefan Nguyen

Endlich ein Ausländer im Team und wir müssen uns die Rassistenvorwürfe nicht mehr anhören. Nguyen ist leider nur Viertelvietnamese, hat aber vieles von der asiatischen Mentalität geerbt. Jeden Tag 14 Stunden arbeiten. Schlafen ist für Verlierer. Stefan hat einen Bachelor in International Economics und arbeitet derzeit im Ausland. Wenn er überhaupt einmal Zeit hat, schreibt er in der Print.

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