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Lyoner Schüler essen fleischfrei

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Lyon. Wer ist mächtiger? Corona oder die Grünen? Diese Frage konnte in Deutschland bisweilen nicht mehr eindeutig beantwortet werden. Die Franzosen unternahmen diesbezüglich nun einen großen Sprung nach vorn. In der Kulturstadt Lyon, bekannt für die nach ihr benannte Wurst, können die Grünen einen kulturrevolutionären Erdrutschsieg feiern: Die Schulkantinen gelten nun ganz offiziell als fleischfreie Zonen.

Zur Mittagszeit kommt ausschließlich Grünzeug auf den Tisch. Auch aus dem Regierungslage erheben sich zwar vereinzelt kritische Stimmen, die etwa von einer „Beleidigung für die Bauern“ sprechen. Gut, Gemüse kommt wahrscheinlich aus der Dose, aber sei es drum. Denn es erheben sich auch andere Töne. Umweltministerin Barbara Pompili beispielsweise wirft dem noch denkenden Teil der Bevölkerung vor, eine „prähistorische Debatte“ zu führen. Schließlich sei die Ausgewogenheit vegetarischer Ernährung doch längst bewiesen.

Eine Argumentation, die man erst gar nicht versuchen sollte zu widerlegen, sonst hätte man schon verloren, weil man sich auf das Spiel der grünen Totalitaristen einlässt. Denn um die Art der Ernährung dreht es sich selbstverständlich nur vordergründig. Die eigentliche Frage lautet stattdessen: Wie weit dürfen ein paar irre gewordene Politpsychos dem Rest der Bevölkerung ihren Willen aufzwingen?

Die offizielle Begründung der Lyoner Schulen ist übrigens jenseits von Aspekten der Gesundheit, des Tierschutzes oder der Kosten: Nur mit der neuen Essensregel sei es möglich, dass der Hygieneplan des Bildungsministeriums befolgt werden könne, so der Bürgermeister von Lyon.

Wie hängt das zusammen? In den Kantinen müssen Schüler einen Abstand von 2 Metern einhalten, um die Infektionsgefahr zu reduzieren. Dies wiederum resultiert in verlängerten Kantine-Zeiten von 2,5 Stunden. Die Lösung: Durch ein einheitliches Menü wird die Dauer der Speisung reduziert. Dieses Menü sei natürlich “fleischfrei”, um “kein Kind auszuschließen”.

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