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Salvinis Verrat an den Rechten

7. April 2021

Brüssel/Rom. Italiens Ministerpräsident Mario Draghi will die im letzten Jahr beschlossenen Euro-Bonds institutionalisieren und über das Ende der Coronakrise hinaus verlängern. So weit, so unspektakulär.

Abgesehen davon, dass die Gesundheitstyrannei sowieso auf den noch verbleibenden Teil der Menschheitsgeschichte ausgelegt wurde, erfüllt sich mit der Verschuldung der Südeuropäer auf Kosten des Nordens ein weiterer Gründungszweck der antideutschen Atombombe.

Nun gut, über seine Notenpressen bei der EZB etablierte Draghi zwar schon vor fast zehn Jahren den gleichen Wirkungsmechanismus durch die Hintertür. Nur politisch verkauft es sich eben doch besser, wenn die Nordeurosklaven die italienische Zustimmung zum Brüsseler Moloch auch offiziell bezahlen.

Nur, wen entdeckt man denn da mittendrin: Matteo Salvini, Lichtgestalt deutscher Merkel Gegner und plötzlich Koalitionspartner in Draghis Allparteienregierung! Hat er also, wie der Titel es suggeriert, die nordeuropäische Rechte für 30 Silberstücke verraten? Bei genauerer Betrachtung könnte nichts ferner liegen als dieser unverschämte Leseköder.

In der Tat gehört Salvini zur Europäischen Rechten und konnte vor zwei Jahren einige gesamteuropäisch wichtige Akzente gegen den Wahn des Völkeraustausches setzen. Nur vertritt er als echter Rechter in erster Linie immer noch nationalitalienische Interessen.

Und dies bedeutet aktuell nun einmal, soviel Geld aus dem Norden herauszupumpen, wie die EU besoffenen Deutschen und ein paar andere Spinner gerade noch erarbeiten können. Überrascht werden konnten bestenfalls ein paar hoffnungslos verlorene Tagträumer.

Die osteuropäische Rechte hat ihren Ländern diese währungspolitische Zwangsjacke nämlich ebenso erspart, wie Buntland Schweden. Folglich betrifft Salvinis Entscheidung den Großteil der „europäischen Rechten“ gar nicht. Denn wie Bismarck schon wusste: Staaten haben keine Freunde, nur Interessen.

Gastautor

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