Es ist kein Zufall, dass die Worte „Quote“ und „Chancengleichheit“ nur dort fallen, wo es fรผr die abgehรคrmte Emanze noch was abzugreifen gibt. Niemals, lieber Leser, nie-fucking-mals wirst Du erleben, dass Hosenanzรผge eine Frauenquote fรผr Umzugsunternehmen oder den Straรenbau einfordern. Dumm sind sie ja nicht. Ihre Belagerungstรผrme rollen Emanzen nur an die vergoldeten Mauern der Macht.
Deutschland jubelt. Auch die CDU hat nun die Frauenquote verbindlich beschlossen. In China fiel zur gleichen Zeit ein Sack Reis um. Jeder weiร, dass der gute, alte CDU-Mann lรคngst zu einem amรถbenartigen Mischwesen gemorpht ist, dessen einzige Aufgabe darin besteht, an Parteitagen fรผr die Schwarmkรถnigin „Mutti“ zu applaudieren. Dieser historische Meilenstein im bundesrepublikanischen Parteienstaat wรคre also nicht der Rede wert.
Entscheidend und damit fรผr uns interessant ist die Rabulistik, die dem Quotenkomplex den Weg ebnet. Zwei Schritte vor und einen zurรผck – so gehts eben auch vorwรคrts. Die Quotentussies haben ihre Argumentationskette aus plumpen Lรผgen (Frauen werden benachteiligt), kruden Verschwรถrungstheorien (Glรคserne Decken) und seichtem Herumgejammere (#metoo) nun um das letzte, entscheidende Glied erweitert. Bereit, lieber Leser? Achtung, festhalten: Erst die Quote ermรถglicht Wettbewerb. Lass dir diese Scheiรe mal auf der Zunge zergehen!
Der vertikale Wettbewerb ist jetzt also ganz in sozialistischer Manier beseitigt. Der Mechanismus, der dafรผr sorgt, dass die Guten nach oben kommen und die Schlechten unten bleiben ist fรผr Frauen hiermit deaktiviert. Deutschlands Regierungspartei macht also offiziell, was bei ihr inoffiziell lรคngst Praxis ist: Die Negativauslese. Und der Wettbewerb? Ach was! Mit wem etwa steht denn Frau Hosenanzug noch im Wettbewerb, wenn sie dank Quote nach ganz oben katapultiert worden ist? Nein, den Wettbewerb kannst Du vergessen, das ist was fรผr alte, weiรe Mรคnner.
Der Beschluss zeigt einmal mehr: Dieser Staat ist nur noch Beute und die meisten seiner Vertreter sind nicht mehr ernst zu nehmen. Die letzten Jahrzehnte haben einen Typus von Berufspolitiker geschaffen, der ohne Ausbildung, ohne Studium, ohne irgendwelche vorzeigbaren Qualifikationen, sondern allein durch Filz, Schleimerei und hemmungsloses Karrieretum nach oben kommt. An der Spitze der viertgrรถรten Volkswirtschaft dieses Planeten stehen Leute, denen man privat nicht mal seine Autoschlรผssel anvertrauen wรผrde. Eigentlich ist es doch sowieso egal, ob es sich dabei um eine Frau oder einen Mann handelt.
Was macht diesen Staat noch aus? Von welcher Substanz zehrt er? Von jungen Frauen beispielsweise, die sich trotz hinterhergeworfener Abi- und Unizeugnisse fรผr einen Pflegeberuf entscheiden und dort fรผr einen Hungerlohn รrsche abwischen. Junge Frauen, die die Jรผngsten und รltesten unserer Gesellschaft hรผten und dafรผr Sorge tragen, dass die Kleinen mal was werden und die Groรen in Wรผrde ihre letzte Reise antreten kรถnnen. Unsere Gesellschaft wird von Mรผttern und Groรmรผttern zusammengehalten, von Frauen also, die gesunde Mahlzeiten zubereiten, die bei den Hausaufgaben helfen, Geschichten erzรคhlen und Lรถcher flicken kรถnnen. Von Frauen also, die sich seit Jahrzehnten von diesen verbitterten Quotenweibern als „Dummchen am Herd“, als „rรผckstรคndig“, als „unemanzipiert“ beschimpfen lassen mรผssen.
Tolle Frauen brauchen keine Quote, weil sie ihre Wรผrde behalten haben. Wenn der ganze Laden hier irgendwann mal auseinaderfliegen sollte, weil die 15 Millionen Nettosteuerzahler den Steuerstreik ausrufen oder die Bundesliga abgesagt wird, dann redet keine Sau mehr รผber Quoten. Dann sieht jeder, wo er bleibt. Dann trรคgt keiner mehr Hosenzรผge.
