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Gegen die Anabelschunkisierung des Abendlandes

20. Mai 2020
in 5 min lesen

Anabel Schunke, 32, modelt seit vielen Jahren und schreibt seit 2015 fรผr die liberal-konservativen Portale โ€žTichys Einblickโ€œ und โ€žDie Achse des Gutenโ€œ. Wie sie aus dem Nichts in das Portfolio zwei so renommierter Blogs aufgenommen wurde? Man kann sich nicht ganz des Eindrucks erwehren, dass dies nicht ausschlieรŸlich an ihrem nicht unbedingt รผberdurchschnittlichen Schreibtalent liegt.

Vielleicht aber ist das auch nur der bรถswillige Sexismus des Autors dieser Zeilen, nicht akzeptieren zu kรถnnen, dass irgendeine dรผnne Blondine mal kurz ein bisschen mit den รผblichen Binsenweisheiten den Islam kritisiert und ein paar alte liberal-konservative Mรคnner sie sofort zur Journalistin erklรคren. Das Bedรผrfnis nach Anschlussfรคhigkeit ist bei Machern wie Lesern der โ€žAchseโ€œ scheinbar noch sehr groรŸ.

โ€žMan kann auch moderne, feministische, westliche Frau sein und trotzdem rechts, รคh ich meine konservativ oder รคhm liberal, vielleicht sogar linksliberal, oder so! Naja fรผr Freiheit und westliche Werte eben! Und eben islamkritisch, weil der Islam uns dieย  tolle Emanzipation nimmt! Und รผberhaupt, guckt mal, wie schรถn ich nicht tanzen kann!โ€œ – auf diese Kernbotschaft lassen sich die auf Schรผlerzeitungsniveau geschriebenen Schunke-Artikel eines halben Jahrzehnts eindampfen.

Jedes politische Milieu leidet an Frauenmangel, so auch das demokratisch rechte. Nein, das liegt nicht an einem geheimen Patriarchat, das den Frauen die Teilhabe verbieten wรผrde, sondern vielmehr schlicht am hรคufigen politischen Desinteresse der Frauen. Der Glaube aber, dass Frauen und Mรคnner nur dann gleichberechtigt sein kรถnnen, wenn sie auch genau das Gleiche tun wie die Mรคnner, treibt so kuriose Stilblรผten wie die Frauenquote bei Listenaufstellungen, die Parteien links der Mitte sich selbst auferlegen und am liebsten noch in verfassungswidrige Gesetzesform gegoรŸen sรคhen. 32,88% Frauenanteil, das ist der Durchschnitt aller sechs groรŸen Parteien in Deutschland. Mit einer Quote von 50% sind die Chancen einer Frau auf ein Mandat also im Schnitt(!) Doppelt so hoch, wie die eines Mannes. Feminismus – egal ob mit ein bisschen Boomer-Islamkritik aufgepeppt oder nicht – lรคsst sich am besten mit dem Rechenschieber widerlegen. Und ja ich weiรŸ, wenn Du das der sรผรŸen Paula/Lena/Franziska aus dem Asta erzรคhlt, wird sie das grรผnrote Soziologengewรคsch, das man ihr spรคtestens seit der 7. Klasse eingetrichtert hat, runterbeten und zwar vermutlich gekleidet in pampige Suggestivfragen: โ€žDann sollte man vielleicht mal die Frauen fragen, warum sie sich nicht engagieren wollen? Kรถnnte an so sexistischen Arschlรถchern wie Dir liegen!โ€œ Rums! Jetzt hat sie dich! Dabei hast du doch nur einfach Statistiken aufgezรคhlt, denkst du noch, aber bei Sophia/Lisa/Anna ist alles zu spรคt. Wรผtend stampft sie mit ihrem Hufflepuff-Jutebeutel von dannen und รผberlegt sich im Weggehen, wie viele Wochen sie sich jetzt zur Rache an allen Mรคnnern nicht schminkt und die Beine nicht rasiert.

Aber zurรผck zu unserer groรŸen Journalistin Anabel Schunke. Sie ist nicht nur Symptom dieses chronischen Frauenmangels, sie hat ihn zum Geschรคftsmodell gemacht. Aus irgendeinem Grund sieht man sich einer Beweislastumkehr unterworfen, wenn man feministische Narrative teilweise รผbernimmt, um sie sogleich als Schwert in die Schlacht gegen den bรถsen Islam zu fรผhren. Seht her! Eine moderne Frau klagt den Islam fรผr sein rรผckstรคndiges Frauenbild an! So schnell macht man aus der Dauerstudentin mal eben eine Journalistin. Statt Sexismus zu geiรŸeln, sollte Schunke ihm also eigentlich dankbar sein, immerhin verdankt sie ihm eine ungerechtfertigte Berรผhmtheit, die sie in den Augen Vieler zu einer richtigen Redakteurin macht.

Das alles kรถnnte man ja noch gerade so hinnehmen. Sie wรคre die xte Frau, die ihr Geld damit macht, sich benachteiligt zu fรผhlen, tatsรคchlich aber laufend bevorteilt zu werden. Erschwerend kommen bei Schunke aber andere Sachen hinzu. Schunke tanzt beispielsweise, filmt sich dabei und lรคdt das dann bei Facebook hoch. Warum? Das weiรŸ keiner so genau. Schunke tanzt nรคmlich ungefรคhr so, wie sie Artikel schreibt. Das fรคllt den Boomer-Orks, die ihre Hauptzielgruppe ausmachen, nur leider nicht auf, die haben bei der Wahrnehmung vermutlich andere Schwerpunkte, das legen so geistreiche Kommentare wie: โ€žKleine Gรถttin, bewegst dich lasziv und heiรŸ! Mehr!โ€œ nahe.

Das stรถrt Schunke wenig, es sei denn, sie wird kritisiert. Passiert das, ist sie schnell zur Hand mit Anwรผrfen รก la โ€žSo ein sexuell frustrierter ekliger alter Sack beleidigt mich!โ€œ. Sexuell frustrierteย  eklige alte Sรคcke sind natรผrlich immer nur die, die nicht mehr der Kรถnigin huldigen. Die sexuell frustrierten ekligen alten Sรคcke, die ihren Lebensunterhalt finanzieren, indem sie ihre Artikel โ€žlesenโ€œ oder ihre Kommentarbereiche vollsabbern, sind in Ordnung. Womit wir beim nรคchsten Thema wรคren: Wie sieht es eigentlich mit der sexuellen Frustration der Frau Schunke aus? Nicht selten klagt sie, dass es keine richtigen Mรคnner mehr gรคbe, die mit starken Frauen wie ihr umgehen kรถnnen. AuรŸerdem wรผrde das rรผckstรคndige Frauenbild muslimischer Mรคnner auch ganz langsam auf deutsche Mรคnner abfรคrben. Das bereite ihr Sorge.

Frau Schunke pflegt selbstredend viele Freundschaften zu muslimischen Mรคnnern. Wer kennt sie schlieรŸlich nicht, die wertvollen Freundschaften, die in den Shishabars zwischen dรผnnen, stark geschminkten Blondinen und Mรคnnern, die Feroz/รœmit/Diaa heiรŸen, entstehen? Weil sie aber nach 1001 Nรคchten noch immer nicht den orientalischen Traumprinzen finden konnte, da das bรถse islamische Patriarchat in ihr vermutlich schlicht und einfach nicht die besondere, loyale Ehefrau erkennen kann, die sie ganz sicher wรคre, schlug diese Frustration vermutlich irgendwann in โ€žfeministische Islamkritikโ€œ um.

In ihrer feministischen Islamkritik und ihrer Angst, deutsche Mรคnner kรถnnten ein โ€žislamisches Frauenbildโ€œ รผbernehmen sieht sie wiederum keinen Widerspruch zu Raptexten wie: โ€žDer Bulle hat den Schocker noch dazugeholt, egal! Ich kenn die Tochter von dem Hurensohn!โ€œ. Gerne sitzt sie hier Shisha rauchend und leicht bekleidet mit offensichtlich gut integrierten, den Rechtsstaat achtenden Muslimen, die รผberzeugte Feministen sind und dreht mit ihnen ein Musikvideo


Bei 3:13 strahlt Anabel durch die Shishabar.

โ€žRechte hassen mich, weil ich nicht als Postergirl tauge!โ€œ – das entgegnete Schunke schlagfertig. Stimmt! Objektifizieren lรคsst Schunke sich nur von frauenfeindlichen auslรคndischen Rappern und deren prรคpotenten Followern. Das sind รผbrigens alles Frau Schunkes gute โ€žFreundeโ€œ. Wie Frau Schunke das in ihrem Kopf unter einen Hut bringt, bleibt wohl ewig ein Geheimnis. Dass sie jetzt aber, nach ewigem Rumstudieren und lauter innigen Freundschaften mit migrantischen Rappern, langsam bereit fรผr den Mann fรผrs Leben ist, tut sie immer wieder kund. Sie sucht also noch einen vollversorgenden Beta-Mann, der sie und das eine Kind, das sie dann noch bekommt, durchfinanziert. Es darf dann gerne ein Deutscher sein. Aber seid dann bitte auch der verhausschweinte โ€žWir sind schwangerโ€œ-Sager, der ihr abnimmt, wenn sie sagt, dass sie sich aus Sex nicht so viel macht.

Zum Abschluss aber nochmal Hand aufs Herz: Wer steht uns Konservativen eigentlich nรคher? Schunke oder der Moslem-Papa, der sie aus nicht ganz unnachvollziehbaren Grรผnden nicht als Schwiegertochter haben mรถchte? Das vielbeschworene Problem der Islamisierung ist hรคufig nur ein Symptom – ein Symptom der Anabelschunkeisierung des Westens und seiner Frauen. Wรคhrend Feministinnen die deutschen Mรคnner immer mehr โ€žBetaisierenโ€œ, also zu willigen SchoรŸhรผndchen erziehen, orientieren sie selbst sich dann doch lieber um und wollen den โ€žechten Mannโ€œ aus dem Orient, der gar nicht mal so feministisch denkt – Was die geneigte โ€žFeministinโ€œ dann wiederum nicht stรถrt. Frei nach dem Motto: โ€žWenn er es macht, ist es sexy!โ€œ

Problematisch ist es auch, wenn deutsche Konservative das Offensichtliche nicht durchschauen oder nicht durchschauen wollen und den โ€œwhite knightโ€, fรผr eine gnadenlos รผberschรคtzte Kolumnistin spielen. Ein โ€œwhite knightโ€ ist jemand, der sich zuerst fรผr gleiche Recht stark macht, nur um sich anschlieรŸend als edler Retter aufzuspielen, und die Dame in Not zu beschรผtzen.

Sicher, wir brauchen kompetente, starke Frauen, die den modernen Feminismus als eine der groรŸen Lebenslรผgen der westlichen Welt erkennen. Wir brauchen aber sicherlich keine โ€žFeministinnenโ€œ wie Frau Schunke, die sich in ihrem hedonistischen Lebenswandel gestรถrt fรผhlen und enttรคuscht sind, weil sie wider Erwarten in der Shisha-Bar immer nur das trifft, was sie โ€žFreundeโ€œ nennt und leider keinen arabischen Prinzen, der sie ehelichen will. So viel Selbstbewusstsein brauchen deutsche Konservative. Im รœbrigen auch, um auf der Mikroebene nicht zum Vollversorgungsversager fรผr die Anabel Schunkes dieser Welt zu werden.

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