Am Freitagabend voriger Woche erreichte uns eine gute Nachricht: Kyle Rittenhouse, ein Teenager aus Illinois, wurde freigesprochen. Der 18-Jรคhrige stand unter anderem wegen zweifachen Mordes vor Gericht. Auch wenn den meisten der KRAZ-Leser dieser Fall bekannt sein dรผrfte, hier noch mal eine kurze Zusammenfassung: Als es im August 2020 in Kenosha, Wisconsin zu gewalttรคtigen Ausschreitungen im Zuge der BLM-Proteste kam, wollte Rittenhouse mit einem Freund dessen Eigentum beschรผtzen.
Dazu bewaffnete er sich mit einem halbautomatischen Gewehr, welches er legal fรผhren durfte. Im Laufe des Abends kam es zur verhรคngnisvollen Begegnung mit dem Antifa-Protestler Joseph Rosenbaum, der Rittenhouse mehrmals androhte, ihn zu tรถten. Beim Versuch, Rittenhouse zu entwaffnen, wurde Rosenbaum vom Teenager erschossen. Bald darauf stรผrzte sich ein Mob auf Rittenhouse, dieser versuchte, zu flรผchten, dabei stolperte er und fiel zu Boden. Ein weiterer Antifaschist, Anthony Huber, versuchte, Rittenhouse mit einem Skateboard zu schlagen und ihn zu entwaffnen; er wurde beim Greifen der Waffe erschossen. Schlieรlich folgte eine Begegnung mit dem Demonstranten Gaige Grosskreutz, welcher Rittenhouse mit seiner Pistole bedrohte. Um sein Leben fรผrchtend, schoss der Teenager Grosskreutz in den Bizeps, so dass dieser keine Gefahr mehr darstellte. Danach lieร der Mob von Rittenhouse ab, dieser begab sich mit erhobenen Hรคnden zur Polizei, wurde jedoch nicht vernommen. Erst am nรคchsten Morgen wurde Rittenhouse verhaftet.
Wรคre dieser Fall aufgrund der BLM-Thematik nicht solch ein Politikum, wรคre er erst gar nicht vor Gericht behandelt worden. Viele Juristen sind der Ansicht, dass dies ein glasklarer Fall von Notwehr war. Im Zuge der Verhandlung รผberzogen die Mainstream-Medien den Teenager mit einer widerwรคrtigen Hetzkampagne; man versuchte ihn als bรถsartigen Mรถrder und als โwhite supremacistโ, also als eine Art amerikanischen Neonazi darzustellen. Der antifaschistische Abschaum hรคtte Rittenhouse mindestens mehrere Jahre im Knast, wenn nicht gar tot gesehen. Der Grund dafรผr ist klar: Dieser Fall ist ein Prรคzedenzfall; wรคre Rittenhouse verurteilt worden, wรคre das ein Freifahrtschein fรผr antifaschistische Gewalttรคter gewesen. Jeder Akt von Notwehr gegen diese Leute kรถnnte einen dann in den Knast bringen, den marodierenden Protestlern hรคtte man dann kaum etwas entgegenzusetzen. Der Fall war damit von Anfang an eine Machtprobe zwischen dem linksliberalen Globohomo-Kraken und dem rechten/konservativen Rebellen, รคhnlich wie der Prozess gegen Derek Chauvin, jenen Polizisten, unter dessen Knie George Floyd starb. Nachdem unser Lager den Fall Chauvin verloren hatte, war der Ausgang dieses Prozesses eine kleine White Pill. In beiden Fรคllen wurde der Justizapparat von linker Seite massiv unter Druck gesetzt, gab aber bei Rittenhouse โ nicht zuletzt wegen der Eindeutigkeit bei diesem Prozess โ nicht nach.
Und Rittenhouse selbst? Der ging zum Teil durch die Hรถlle. Als 17- beziehungsweise 18-Jรคhriger war er die Zielscheibe fast des gesamten Medienapparats, groรe Teile des Establishments, darunter der Prรคsident der Vereinigten Staaten samt dessen Vize, schossen medial gegen ihn. Auch deswegen ist der Ausgang des Prozesses ein kleiner Lichtblick. In rechten Kreisen wird Rittenhouse aufgrund des medialen Martyriums und seines vorbildlichen Verhaltens als eine Art Held gefeiert โ zu Recht. Dennoch ist er nicht ohne Makel: Viele zeigten sich tief enttรคuscht, als Rittenhouse sich in einem Interview mit Tucker Carlson (Fox News) als BLM-Unterstรผtzer outete. Ob er das ernst meinte oder dies nur sagte, um seine mediale Ruhe zu haben โ man weiร es nicht. Allzu รผbel sollte man ihm das jedoch nicht nehmen: Schlieรlich ist er gerade mal 18, kaum ein Mann, er hat noch einiges zu lernen โ wenn ich รผberlege, wie ich mit 18 gedacht habe… Hoffentlich erkennt er bald, wo Freund und wo Feind stehen.
Einen erheiternden Vorfall mit Bezug zu Rittenhouse mรถchte ich euch nicht vorenthalten: Nach dem Freispruch soll die Freundin des getรถteten Anthony Huber, Hannah Gittings, zu Rittenhouse gegangen sein, ihm โGesprรคcheโ angeboten haben, falls dieser jemanden zum Reden brauche, und ihm einen Zettel mit ihrer Telefonnummer รผberreicht haben. Nicht nur hat Rittenhouse Huber den Garaus gemacht, sondern auch noch sein Mรคdel bekommen. Tja, nach all den Irrwegen der Moderne lassen sich manche Urinstinkte nicht unterdrรผcken; wieder einmal haben die Gesetze menschlichen Balzverhaltens ihre ewige Gรผltigkeit unter Beweis gestellt…
