China hat uns – volksnah gesagt – an den Eiern. 1,4 Milliarden Menschen nรคhen unsere T-Shirts, schrauben unsere Elektronik zusammen und lassen uns verdutzt dabei zusehen, wie sie Wolkenkratzer, Flughรคfen und Brรผcken aufbauen, als handele es sich dabei um Lego.
Natรผrlich ist dieses Land und seine Einwohner, die mit ihrem unverschรคmten Pragmatismus mal eben so den Marxismus und die Marktwirtschaft kreuzten, eine Bedrohung. Aber wie man auf diese Bedrohung reagieren will, ist uns nicht klar.
China hat es begriffen
Die schwindende Weltmacht USA versichert ihren erweiterten Flugzeugtrรคgern Japan und Taiwan zwar die rรผckhaltlose Unterstรผtzung im Falle eines Falles – aber wie genau dieser Fall, also die konkrete militรคrische Konfrontation zwischen zwei hochtechnisiserten Machtblรถcken aussehen soll, das weiร noch keiner so recht.
Vielleicht denken wir auch zu konventionell. Vielleicht findet der Konflikt schon lรคngst statt. Die USA haben รผber Jahrzehnte die Welt mit Hollywood und McDonalds beherrscht. Dass China seinerseits den Westen ebenso kulturell unterminiert, ist hingegen schwer vorstellbar. Zumindest auf den ersten Blick.
Schaut man sich aber den Werbespot der beliebten App TikTok an, so kรถnnte auf den Gedanken kommen, dass der Gelbe Mann sehr genau verstanden hat, wo lang der Hochgeschwindigkeitszug fรคhrt.
Itโs Kulturkrieg, stupid!
Unter der vielsagenden Parole โWir sind mehr als du denkstโ begrรผรt uns zunรคchst ein Transvestit, dann tรคnzelt ein Kopftuchmรคdchen im Arztkostรผm herum, anschlieรend entblรถรt eine Schwarze ihre violett gefรคrbten Achselhaare, gefolgt von einem Schwarzen, der auf einer BLM-Kundgebung irgendwas รผber Nazis palavert.
Auรerdem zu sehen: Ein Sojasรถren breitet eine Handvoll Kartoffeln vor sich aus, eine Regenbogenfahne flattert im Fahrtwind, dazwischen turnende Rentner, herumhopsende Kinder, Skateboarder. Kulturmarxistische Brachialvermarktung. Infantil, abstoรend, aber wirkungsvoll.
Dass Spots wie dieser in China niemals, nie-mals, NIEMALS laufen wรผrden, ist klar. Dazu kommt, dass TikTok von sich behauptet kein chinesisches Unternehmen zu sein. Der Firmensitz befindet sich zwar in Los Angeles, der Mutterkonzern hingegen ist in China beheimatet.
Wรคre es daher nicht mรถglich, also rein theoretisch, dass die Freakshow, wie die oben gezeigte, im Westen zwar komponiert, im fernen Osten aber dirigiert wird?
