Seit zwei Wochen trage ich keine Maske mehr. Davor war ich zwar schon mehrfach ohne Maske einkaufen, habe sie aber gelegentlich doch aufgesetzt. Nicht weil ich mal an ihre Sinnhaftigkeit geglaubt habe und mal nicht – sondern weil ich manchmal konfliktscheu war. Am 26. Oktober wurde dann jedoch eine Maskenregelung bei mir auf Arbeit eingefรผhrt, die mich vor die Wahl gestellt hat: Entweder brav mitmachen – und dadurch meine Selbstachtung verlieren – oder nicht mitmachen und Konsequenzen riskieren.
Aber was hat die Maske mit meiner Selbstachtung zu tun?
Wenn man weiร, dass eine Geschichte eine Lรผge ist, und man sich an ihrer Erzรคhlung beteiligt, dann wird man selbst zum Lรผgner. Und lรผgen verdirbt den Charakter, zerstรถrt die Selbstachtung und ist die ideale Vorbereitung fรผr eine grรผndliche Rรผckgratentfernung. Ohne Rรผckgrat kann man nur noch durchs Leben kriechen. Wer aufrecht durchs Leben gehen will, der darf sich seine Selbstachtung nicht nehmen lassen. Und Regeln, die so absurd sind, dass das Individuum sie nur befolgen kann, indem es den Rest seines gesunden Menschenverstandes รผber Bord wirft, stellen vor eine Wahl: Entweder sind nun Konfliktvermeidung und Bequemlichkeit wichtiger – oder der eigene Verstand. Und wie soll die Verleugnung des eigenen Verstandes mit Selbstachtung vereinbar sein?
Dinge zu tun, von denen man ganz genau weiss, dass sie sinnlos sind und dass man sie nur aus Feigheit tut – das ist pures Gift fรผr die eigene Psyche. Denn man sagt sich so schlieรlich selbst, dass man ein Feigling ist – was in einen Zirkel der Angst und Unterwerfung fรผhrt. Wenn ich mich aus Angst, Konfliktscheue, Schwรคche fรผr etwas entscheide – dann erkenne ich mich immer mehr als รคngstlichen, konfliktscheuen, schwachen Menschen – was die Wahrscheinlichkeit erhรถht, immer noch mehr Misshandlung, Ungerechtigkeit und Ausbeutung zu akzeptieren – schlieรlich habe ich mir ja selbst bewiesen, dass ich nicht die Kraft habe, mich dagegen zu wehren. Ein hรถllische Feedback-Schleife der Schwรคche.
Jetzt habe ich ja gerade implizit gesagt, dass die Maske eine Lรผge ist. Das wiederhole ich nochmal explizit: Die Maske ist eine Lรผge – und sie zu tragen macht den Trรคger zum Komplizen der Lรผgner. Das sind sehr harte Worte und eine grรผndliche Erklรคrung ist angebracht.
Vorher jedoch noch eine Anmerkung: Ich mรถchte hier niemanden beleidigen oder persรถnlich angreifen – und habe wie gesagt bis vor kurzem selbst opportunistisch Maske getragen. Meine Philosophie war: Trage deine Maske wie ein franzรถsischer Rรฉsistance-Kรคmpfer eine Hakenkreuzarmbinde getragen hรคtte – zur Tarnung, um ungehindert durch das Netz der Tyrannis schlรผpfen zu kรถnnen. Das ist nicht falsch – muss jedoch kontextabhรคngig betrachtet werden. Und dieser Kontext ist vor allem der Grad des Druckes, die Gesichtswindel zu tragen. Wenn mir jemand eine Pistole an den Kopf hรคlt und mich vor die Wahl zwischen Maske und Blei stellt, dann werde ich mich natรผrlich fรผr die Maske entscheiden.
Selbstachtung ist gut, aber um sich selbst achten zu kรถnnen, muss man vor allem am Leben sein. Wenn ich jedoch die Maske schon aufgrund der bloรen Forderung von irgendjemandem aufsetze, dann ist das etwas vรถllig anderes. Dann bin ich einfach nur konfliktscheu und nicht bereit, meine Position zu verteidigen. Wir alle kennen lebende Beweise dafรผr, dass man das so machen kann – und ohne Rรผckgrat kann man wenigstens keine Rรผckenschmerzen haben. Aufrecht oder kriechend durchs Leben – das muss jeder fรผr sich selbst entscheiden.
Dass die eigenen Entscheidungen Konsequenzen haben, das wiederum ist keine persรถnliche Entscheidung – sondern eine unpersรถnliche Tatsache. Immer, wenn wir uns fรผrs Kriechen entscheiden, machen wir das Kriechen damit ein kleines Stรผck normaler und tragen dazu bei, in einer Welt voller Kriecher zu leben. Immer, wenn wir uns fรผr Aufrichtigkeit entscheiden, machen wir Aufrichtigkeit damit ein kleines Stรผck normaler und tragen dazu bei, in einer aufrichtigen Welt zu leben.
Aber warum ist die Maske nun eine Lรผge? Weil die Maske nicht vor Corona-Viren schรผtzt und das Corona-Virus nicht gefรคhrlich genug ist, um eine รbersterblichkeit zu erzeugen. Das einzige, was die Maske schรผtzt, ist das Regierungsnarrativ – die groรe Erzรคhlung der gefรคhrlichen Pandemie samt der notwendigen Regierungsmaรnahmen.
Schauen wir uns zuerst das Thema รbersterblichkeit an. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2020 sind also 16.290 weniger Menschen gestorben als in den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 โ aber in 2020 zerstรถren wir unsere Volkswirtschaft mittels Lockdowns. Okay. Von 2016 auf 2017 erhรถhten sich die Sterbefรคlle sprunghaft um rund 27.000, und von 2017 auf 2018 nochmal um rund 25.000 โ das bedeutet einen Anstieg der Sterbefรคlle von 2016 auf 2018 um insgesamt genau 51.567. Das bedeutet, dass in den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 51.567 Menschen mehr gestorben sind als im Jahr 2016 โ was die deutsche Gesellschaft jedoch ohne Lockdown und ohne Eingriffe in die Volkswirtschaft hingenommen hat โ und wir in den ersten drei Quartalen des Jahres 2020 16.290 weniger Sterbefรคlle als im Jahr 2018 haben, aber jetzt das Grundgesetz mit Fรผรen treten und die Volkswirtschaft zerstรถren. Angemessenheit und Verhรคltnismรครigkeit im postfaktischen Zeitalter.
Aber! Natรผrlich kรถnnte man jetzt auch sagen: Diese Zahlen beweisen ja gerade die Wirksamkeit der Maรnahmen โ ohne Lockdowns, Masken und Abstand hรคtten wir viel viel mehr Tote. In diesem Zusammenhang kรถnnte man sich dann auch mal das Alter der Verstorbenen anschauen und รผber ggf. bestehende Vorerkrankungen nachdenken. Das Alter wird รผbrigens in der oben verlinkten Quelle des Bundesamtes fรผr Statistik aufgeschlรผsselt, kann also jederzeit nachgeschaut werden.
Auch kรถnnte man noch Schweden in die Debatte werfen, das ja ohne Lockdown & Co. auskommt โ aber am deutschen Wesen soll ja bekanntlich die Welt genesen, nicht am schwedischen! Unterm Strich erscheint mir diese Debatte jedoch mรผรig. Wir wissen schlicht nicht, wie viele Sterbefรคlle es in Deutschland ohne die Maรnahmen gegeben hรคtte. Vielleicht mehr, vielleicht weniger (z.B. wegen Suiziden aufgrund Depressionen, Vereinsamung und zerstรถrten Existenzen).
Vergleichbar damit ist der Streit zwischen Libertรคren und Etatisten รผber den Staat: Die Libertรคren sagen, wir haben unseren (verbleibenden) Wohlstand trotz des Staates, die Etatisten sagen, wir haben unseren Wohlstand wegen des Staates und seiner Infrastruktur, die im Etatismus natรผrlich nur vom Staat bereitgestellt werden kann. Handlungslogisch ist einwandfrei zu begrรผnden, dass die Libertรคren im Recht sind โ da jedoch die allerwenigsten Menschen konsequent handlungslogisch denken (sondern bestenfalls empirisch), ist die ganze Debatte und Argumentation im Wesentlichen fruchtlos.
Mit der Maske und den Sterbefรคllen haben wir das gleiche Erkenntnisproblem. Hat Corona trotz oder wegen der Regierungsmaรnahmen nicht zu deutlich mehr Toten gefรผhrt? Wir kรถnnen es nicht empirisch feststellen, da wir den vergangenen Verlauf der Krise nicht wiederholen und ein anderes Vorgehen testen kรถnnen.
Daher mรถchte ich die Maskenpflicht gleich auf einer anderen, fundamentaleren, Ebene angreifen. Vorher jedoch noch zwei wichtige Punkte:
1) Das Bundesinstitut fรผr Arzneimittel und Medizinprodukte schreibt selbst und hochoffiziell รผber die Schutzwirkung der Maske: โi.d.R. nicht nachgewiesen; durch das Tragen kรถnnen Geschwindigkeit des Atemstroms oder Speichel-/Schleim-Trรถpfchenauswurfs reduziert werden. [โฆ] Trรคger der beschriebenen Mund-Nasen-Bedeckungen kรถnnen sich nicht darauf verlassen, dass diese sie oder andere vor einer รbertragung von SARS-CoV-2 schรผtzen, da fรผr diese Masken keine entsprechende Schutzwirkung nachgewiesen wurde.โ
Quelle: https://www.bfarm.de/DE/Service/Presse/Themendossiers/Coronavirus/_node.html
2) Das Amtsgericht Dortmund hat am 2. November ein richtungsweisendes Urteil zu den Corona-Maรnahmen gefรคllt. Zitat:
Urteil des AG Dortmund vom 2. November 2020, Aktenzeichen 733 OWi-127 Js 75/20-64/20
โHeute fand vor dem Amtsgericht Dortmund ein Prozess statt, bei dem uns das gemeingefรคhrliche Verhalten vorgeworfen wurde, an einem warmen Frรผhlingsabend zu Dritt in Merkeldeutschland zusammen gestanden zu haben – ein angeblicher Verstoร gegen die zu diesem Zeitpunkt gรผltige Coronaschutzverordnung NRW. Doch vor Gericht gab es fรผr die staatlichen Behรถrden eine dicke Klatsche!
Der Richter stellte fest, dass seiner Meinung nach die Coronaschutzverordnung ohne rechtliche Grundlage erlassen wurde – vorbei am Souverรคn, ohne Parlamentsvorbehalt. Genau dieser sei aber von den Grรผndungsvรคtern der Republik fรผr solche Fรคlle als „Lehre aus 1933“ vorgesehen worden. Zwar sei die Corona-Situation nicht ansatzweise mit damals vergleichbar und die Politiker wollten seiner Meinung nach die Bevรถlkerung vor einer schweren Krankheit schรผtzen. Aber: Rechtswidrig ist rechtswidrig, entschied der Richter, um mit „Souverรคn ist, wer รผber den Ausnahmezustand entscheidet“, den Staatsrechtler Carl Schmitt zu zitieren.
Die Staatsanwaltschaft kann gegen das Urteil noch Rechtsbeschwerde zum OLG Hamm einlegen.โ
Anmerkung Rechtsanwalt Haintz:
โDas Urteil ist zwar eine Einzelfallentscheidung, dennoch hat es eine groรe Signalwirkung, da erstmalig ein deutsches Gericht geurteilt hat, dass bei โCorona-Grundrechtseingriffenโ das Parlament zu entscheiden hat, nicht der Verordnungsgeber.
Ich habe mir eben das Urteil aus unmittelbarer Quelle bestรคtigen lassen, es wurde so verkรผndet und auch so begrรผndet wie oben (Vom Betroffenen) ausgefรผhrt. Ich bitte alle Pressevertreter beim Amtsgericht Dortmund anzurufen und den Sachverhalt / die Urteilsgrรผnde etc. zu erfragen. Der Pressesprecher des Amtsgerichts Dortmund saร bei Urteilsverkรผndung im Gerichtssaal.โ
Quelle: https://t.me/Haintz (weiterfรผhrend: https://haintz.de/vita/. Wurde mittlerweile auch u.a. hier bestรคtigt: https://bit.ly/3es0AlQ)
Aber nun zum Fundamentalangriff auf die Maskenpflicht: Das Kollektiv hat schlicht kein Recht, in die kรถrperliche Selbstbestimmung des Individuums einzugreifen. Wenn wir akzeptieren, dass die Gesellschaft darรผber entscheidet, was mit dem Kรถrper des einzelnen Menschen geschieht, dann entrechten wir das Individuum โ und damit uns alle. Zu Ende gedacht landen wir dann wieder bei den Nationalsozialisten und ihrer Vernichtung des โlebensunwerten Lebensโ.
Natรผrlich ist es ein Unterschied, ob ein Kollektiv ein Individuum zum Tragen einer Maske zwingt oder ermordet โ aber nur ein gradueller! Beides sind Eingriffe in die kรถrperliche Selbstbestimmung und Unversehrtheit. Von der Maskenpflicht zum Konzentrationslager โ das sind viele Schritte auf einem mehr oder weniger langen Weg. Aber diesen Weg betritt eine Gesellschaft in dem Moment, in dem sie es akzeptiert, dass die Masse รผber den Kรถrper des Einzelnen entscheiden und verfรผgen darf. Das ist fundamental abzulehnen.
Vielleicht mรถchte jemand an dieser Stelle einwenden, dass ja beispielsweise bei verurteilten Straftรคtern auch in die kรถrperliche Selbstbestimmung eingegriffen wird, z.B. durch Festnahme und Inhaftierung. Richtig, hier hat der Verurteilte jedoch geltendes Recht gebrochen โ er hat das Nichtaggressionsprinzip verletzt und wird nun zur Rechenschaft gezogen. Das ist etwas vรถllig anderes, als in die kรถrperliche Selbstbestimmung und Unversehrtheit eines unbescholtenen Bรผrgers einzugreifen.
Gut, aber was wรคre wenn das Virus doch ein Killervirus wรคre und wir eine erhebliche รbersterblichkeit hรคtten und im tatsรคchlichen Erleben โ nicht nur medial โ mit dem durch das Virus verursachten Leid konfrontiert wรคren? Mรผsste man dann nicht โ zum Henker mit allen Prinzipien โ die doch Leute zu Schutzmaรnahmen zwingen?
Natรผrlich nicht โ denn die Menschen wรผrden in sehr groรer Mehrheit freiwillig und aus Einsicht alle verfรผgbaren Schutzmaรnahmen ergreifen โ eben weil das Virus tatsรคchlich gefรคhrlich ist und jeder Mensch aus gesundem Eigeninteresse eine Infektion vermeiden wollte. Zwang ist immer ein starkes Indiz fรผr Unsinn โ Sinnvolles wird von den Menschen leicht akzeptiert und bedarf selten eines Befehls, einer offiziellen Anordnung – und erst recht keines Zwanges.
Selbstverstรคndlich gรคbe es auch in diesem Szenario einige Verrรผckte, die sich trotz realer Gefahr fรผr Leib und Leben nicht schรผtzen wรผrden. Doch dieses Problem wรผrde sich logischerweise schnell ganz von selbst lรถsen. Es ist so einfach: Wer sich schรผtzen will, schรผtzt sich โ wer nicht, wird ggf. krank. Eine Gesellschaft, die von sich behaupten will, frei und demokratisch zu sein, muss es aushalten, dass manchmal einzelne Individuen selbstzerstรถrerisches Verhalten an den Tag legen. So wie unsere Gesellschaft ja auch jedes Jahr rund 949.000 Tote durch Herzinfarkt, Krebs und Verkehrsunfรคlle akzeptiert. Verbieten wir deswegen alle Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, Fast Food und Straรenverkehr? Zum Glรผck bisher nicht โ denn Leben ist Risiko. Selbstbestimmung ist Eigenverantwortung ist Risiko ist Freiheit ist Leben.
Jeder hat das Recht, sich bestmรถglich vor Gefahren zu schรผtzen. Aber niemand hat das Recht, andere Menschen zu etwas zu zwingen. Du bist Eigentรผmer deines Kรถrpers und ich Eigentรผmer meines Kรถrpers. Du entscheidest รผber deinen Kรถrper und ich รผber meinen. Und wenn du mich fรผr eine Ansteckungsgefahr hรคltst, dann rรผcke mir einfach nicht auf die Pelle. Ich werde dir auch nicht auf die Pelle rรผcken, denn ich mรถchte mich nicht an deiner Angst anstecken. Angst, das ist die grรถรte Seuche, die Jahr fรผr Jahr die meisten Leben zerstรถrt.
Nun mag man einwenden, dass die obige Logik bezรผglich der Straftรคter, die durch ihren Verstoร gegen das Nichtaggressionsprinzip einen Eingriff in ihre Individualrechte rechtfertigen, auch auf menschliche Virenschleudern รผbertragen werden kann. Die Logik wรคre dann: Du stellst eine potentielle Gefahr fรผr mich und andere da, und um diese abwehren zu kรถnnen, muss ich in deine Rechte eingreifen. Hier hรคtten wir dann die bloรe Gefahr einer Ansteckung zum Verstoร gegen das Nichtaggressionsprinzip gerklรคrtโ allein das Potential eines Schadens reicht hier plรถtzlich zur Rechtfertigung von Aggression. Wenn wir diese Logik akzeptieren, รถffnen wir die Bรผchse der Pandora โ denn diese kranke Logik, in der bereits das Potential zur Schรคdigung anderer einen Eingriff in die Rechte des Individuums rechtfertigt, lรคsst sich natรผrlich bestens missbrauchen.
Wenn das bloรe Potential zu schรคdlichem Handeln staatlichen Zwang gegen das Individuum rechtfertigen kann, dann braucht die Regierung lediglich dieses Potential als gegeben erklรคren, um mit dem Individuum zu machen, was immer sie will. Von der Maskenpflicht zur Deportation Unglรคubiger in Corona-Zentren โ das sind mehr oder weniger viele Schritte auf ein und demselben Weg. Aktuell arbeitet die Regierung an einem โEntwurf eines Dritten Gesetzes zum Schutz der Bevรถlkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweiteโ: Drucksache 19/23944. Mittels diesem Gesetz sollen die Eingriffe in die Grundrechte samt Rechtfertigung durch Corona juristisch zementiert werden. Ein kleiner Einblick:
โยง 28a
Besondere Schutzmaรnahmen zur Bekรคmpfung des Coronavirus SARS-CoV-2
(1) Notwendige Schutzmaรnahmen im Sinne des ยง 28 Absatz 1 Satz 1 kรถnnen im Rahmen der Bekรคmpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 fรผr die Dauer der Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite nach ยง 5 Absatz 1 Satz 1 durch den Deutschen Bundestag neben den in ยง 28 Absatz 1 Satz 1 und 2 genannten insbesondere auch sein
1. Ausgangs- oder Kontaktbeschrรคnkungen im privaten sowie im รถffentlichen Raum,
2. Anordnung eines Abstandsgebots im รถffentlichen Raum,
3. Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (Maskenpflicht),
4. Untersagung oder Beschrรคnkung des Betriebs von Einrichtungen, die der Kultur- oder Freizeitgestaltung zuzurechnen sind,
5. Untersagung oder Beschrรคnkung von Freizeit-, Kultur- und รคhnlichen Veranstaltungen,
6. Untersagung oder Beschrรคnkung von Sportveranstaltungen,
7. Schlieรung von Gemeinschaftseinrichtungen im Sinne von ยง 33 oder รคhnlicher Einrichtungen sowie Erteilung von Auflagen fรผr die Fortfรผhrung ihres Betriebs,
8. Untersagung oder Beschrรคnkung von รbernachtungsangeboten,
9. Betriebs- oder Gewerbeuntersagungen oder Schlieรung von Einzel- oder Groรhandel oder Beschrรคnkungen und Auflagen fรผr Betriebe, Gewerbe, Einzel- und Groรhandel,
10. Untersagung oder Erteilung von Auflagen fรผr das Abhalten von Veranstaltungen,
11. Untersagung sowie dies zwingend erforderlich ist oder Erteilung von Auflagen fรผr das Abhalten von Versammlungen oder religiรถsen Zusammenkรผnften,
12. Verbot der Alkoholabgabe oder des Alkoholkonsums auf bestimmten รถffentlichen Plรคtzen oder zu bestimmten Zeiten,
13. Untersagung oder Beschrรคnkung des Betriebs von gastronomischen Einrichtungen,
14. Anordnung der Verarbeitung der Kontaktdaten von Kunden, Gรคsten oder Veranstaltungsteilnehmern, um nach Auftreten eines Infektionsfalls mรถgliche Infektionsketten nachverfolgen und unterbrechen zu kรถnnen,
15. Reisebeschrรคnkungen.
Die Anordnung der Schutzmaรnahmen muss ihrerseits verhรคltnismรครig sein.โ
Zu befรผrchten ist, dass die etablierten Kartellparteien ihr Gesetz durchbringen und so die Unterdrรผckung der Bevรถlkerung und die Zerstรถrung der Volkswirtschaft juristisch verfestigen. Denn selbst mutige Richter, wie bei dem Fall in Dortmund, kรถnnen immer nur vom Gesetzgeber gegebenes Recht anwenden. Wenn die Gesetze geรคndert werden, รคndert sich in Konsequenz auch die Rechtsprechung.
Aber letztlich ist Recht ohne Durchsetzung eine bloรe Forderung. Eine Regierung kann beliebig viele und beliebig kranke Papiergesetze produzieren โ ohne Durchsetzung ist der ganze Zauber am Ende des Tages irrelevant.
Bei der Durchsetzung verlรคsst sich die Regierung auf ihre Erfรผllungsgehilfen wie beispielsweise Polizei und Ordnungsamt. All diese Erfรผllungsgehilfen sind auch Menschen und haben ihre individuellen Grenzen. Umso offensichtlich schwachsinniger die Regeln werden, die von diesen Menschen durchgesetzt werden sollen, desto geringer wird die Motivation der Erfรผllungsgehilfen. Absurde Forderungen stellen kann jeder โ durchsetzen nicht. Eine Regierung kann ihre Gesetze nur insofern und insoweit durchsetzen, wie die Gehorsamkeit ihrer Erfรผllungsgehilfen es ihr erlaubt. Und wer alles regeln will, kriegt schnell gar nichts mehr geregelt โ umso mehr Details des gesellschaftlichen Zusammenlebens die deutsche Regierung den Menschen vorschreiben will, desto schwieriger wird es, diese Eingriffe in die Selbstbestimmung der Bรผrger auch durchzusetzen. Umso mehr Regeln, Vorschriften, Erlasse und Gesetze es gibt โ desto weniger werden selbige ernst genommen. Gut so.
Womit wir wieder bei Rรผckgrat, Selbstachtung und groรen Fragen wรคren: Welches โRechtโ gilt? Wann wird Recht zu Unrecht? Wessen Regeln sind durch wen unter welchen Bedingungen zu akzeptieren? Gelten deine Regeln auch fรผr mich und meine fรผr dich? Wo sind harte Grenzen zu ziehen?
Wie gesagt, groรe Fragen, รผber die man viel nachdenken kann โ und sollte. Insbesondere, wenn man sich mit dem deutschen Grundgesetz beschรคftigt und ernรผchtert feststellt, das selbiges nie durch die deutsche Bevรถlkerung legitimiert wurden ist und seit 30 Jahren der deutschen Bevรถlkerung die Abstimmung รผber eine Verfassung verweigert wird. Aber eins ist klar: Wรคhrend des Zwangstransports ins Corona-Zentrum ist es fรผrs Nachdenken zu spรคt. Bei der kรถrperlichen Unversehrtheit und der Unverletzlichkeit der Wohnung muss eine harte Grenze sein.
Die deutsche Regierung kann die deutsche Volkswirtschaft zerstรถren und wir kรถnnen es insgesamt kaum verhindern. Aber wenn sie die harten Grenzen unserer kรถrperlichen Unversehrtheit und der Unverletzlichkeit der Wohnung รผberschreiten will, dann kรถnnen wir den Wegzoll festlegen. Wir kรถnnen dann entweder Selbstachtung und Rรผckgrat konfliktscheu รผbergeben โ oder die Erfรผllungsgehilfen der Regierung fragen, welchen Preis sie zu zahlen bereit sind, um die Forderungen ihres Dienstherren durchzusetzen.
Als Afghanistan-Veteran weiss ich, dass bezรผglich staatlicher Autoritรคt und Durchsetzung selbiger bei vielen Menschen erhebliche Verwirrung besteht. โLange Zeiten der Ruhe begรผnstigen gewisse optische Tรคuschungen. Zu ihnen gehรถrt die Annahme, daร sich die Unverletzbarkeit der Wohnung auf die Verfassung grรผnde, durch sie gesichert sei. In Wirklichkeit grรผndet sie sich auf den Familienvater, der, von seinen Sรถhnen begleitet, mit der Axt in der Tรผr erscheint.โ – Ernst Jรผnger, Der Waldgang
Derzeit sind รxte noch in jedem Baumarkt zu bekommen โ nicht nur fรผr Familienvรคter. Freiheit bedeutet Eigenverantwortung. Wenn jemand etwas mit dir machen mรถchte, dass du nicht willst, dann ist es deine Entscheidung, wie du damit umgehst. Du kannst dich unterwerfen und kriechen โ aber du kannst auch sagen: โWenn du etwas von mir willst, dann รผberzeuge mich mit guten Argumenten โ oder versuch mich zu zwingen. Aber glaube nicht, dass ich deinen Forderungen nachkomme nur weil du sie stellst. Und wenn du es mit Zwang versuchen mรถchtest, dann รผberlege dir besser vorher, welchen Preis zu zahlen du bereit bist.โ
Zu Beginn schrieb ich, dass ich seit zwei Wochen keine Maske mehr trage. Das hatte bisher absolut keine negativen Konsequenzen โ ganz im Gegenteil. Zuspruch und anerkennende Blicke waren hรคufiger als Kritik. Und jede Kritik verstummte sofort, als ich sagte, dass ich befreit bin. Manchmal kam noch die Frage, ob ich denn auch einen Attest habe. Ich habe einen, also bejahte ich die Frage. Ein einziges Mal wurde ich gefragt, ob ich den Attest denn auch dabei habe und ihn vorzeigen kรถnne. Da sagte ich nein, denn meine Gesundheit ist meine Privatangelegenheit und niemand hat das Recht, ohne meine ausdrรผckliche Einwilligung in meine Gesundheitsdaten Einblick zu nehmen. Damit war die Sache erledigt. Aber bestimmt wird der Tag kommen, an dem jemand darauf besteht, diesen Attest zu sehen. Je nach Situation kรถnnte ich dem nachkommen โ oder einfach weitergehen.
Und falls ich eines Tages in eine Situation gerate, in der ich doch meinen Mund und meine Nase bedecken muss, dann werde ich das nicht mit einer Gesichtswindel tun. Alle meine Masken habe ich verbrannt. Das Feuer roch nachโฆ Freiheit.
