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Quo vadis, deutsche Autoindustrie?

31. Oktober 2024
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Als Teil der rechten Opposition ereilt einen das Schicksal, zwar stรคndig recht zu behalten, aber dennoch weitestgehend machtlos den unguten Geschehnissen zusehen zu mรผssen. Sei es beim Thema Energiewende, bei der Bildungspolitik oder โ€“ hier am dramatischsten โ€“ beim Umgang mit der (Massenโ€‘) Immigration nach Deutschland und Europa. Die Energiewende werde eine Strompreiserhรถhung und damit eine generelle Preiserhรถhung mit sich ziehen, haben wir gesagt, und man wollte uns nicht glauben โ€“ und nun? Nun wundern sie sich รผber die generelle Teuerung, die gewiss nicht nur darauf zurรผckzufรผhren ist, aber zu einem gewissen Grade eben schon. Durch die Migration seit 2015 werde nicht nur die ethnokulturelle Struktur unseres Volkes angegriffen und eventuell aufgelรถst, sondern sie werde wirtschaftlich alles andere als rentabel sein und die Kriminalitรคt drastisch erhรถhen โ€“ und nun? Nun suchen wir zwar immer noch nach FachkrรคftenTM, aber immerhin haben wir jetzt zwei Gruppenvergewaltigungen pro Tag, geben Milliarden fรผr IntegrationTM aus und haben in manchen Stadtteilen einen Auslรคnderanteil von รผber 50 Prozent. Wir hatten es ihnen gesagt.

Ein weiterer Punkt, bei dem wir Rechte leider recht behalten sollten, war die staatlich verordnete Umstellung der deutschen Autoindustrie von Verbrennermotoren zu elektrisch angetriebenen Wagen im Zuge der Energiewende und der bundesdeutschen Klimapolitik. Natรผrlich hat das nicht wie in einem autoritรคren, planwirtschaftlich gelenkten Staat funktioniert, bei dem irgendein Zentralkomitee oder ein Diktator รผber die Zukunft der Autoindustrie entscheiden kann, dennoch hat die Regierung bereits unserer auf ewig geliebten โ€žMuttiโ€œ aus der Uckermark die Richtung vorgegeben und Druck ausgeรผbt. Auch da wurde vehement gewarnt, dass diese MaรŸnahmen letztlich zum Niedergang unserer heimischen Autoindustrie fรผhren wรผrden, und auch bei diesem Beispiel hat man den Kritikern nicht glauben wollen oder sie gar verlacht. Merkel entgegnete den Skeptikern in einer Rede vor dem Bundestag im Jahre 2019 sogar mit einem Zitat unseres Logos und Modekaisers, als sie sagte:

โ€žSchon Kaiser Wilhelm hat gedacht, dass das Pferd wieder zurรผckkommt, als er das erste Auto gesehen hat. Er hat sich geirrt. Auch Sie werden sich irren.โ€œ

Fรผnf Jahre spรคter muss man feststellen, dass Merkel nicht nur den Kaiser falsch dargestellt hatte โ€“ denn Wilhelm zwo hat so etwas nie gesagt โ€“, sondern auch in ihrer Prognose รผber die Mobilitรคtswende lag sie falsch.

Die Zahlen schauen kritisch aus: Die so gehypten und propagierten E-Autos sind ein regelrechter Ladenhรผter. Wie โ€žFreie Presseโ€œ berichtet, โ€žwurden bundesweit in den ersten acht Monaten diesen Jahres nur noch 241.911 rein elektrisch betriebene Pkw neu zugelassen. Das ist ein Minus von 32,0 Prozent gegenรผber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.โ€œ Besonders betroffen von diesem Nachfrageeinbruch ist der Volkswagen-Konzern, der in den letzten Jahren viel Geld in den Umstieg auf E-Mobilitรคt gesteckt hat. Schon im letzten Monat hatte Wirtschaftsminister Robert Habeck zu einem Krisengipfel geladen und die Unterstรผtzung der Bundesregierung bei einer Suche nach einem Ausweg aus der Misere zugesichert โ€“ was wohl auf die Versenkung von Milliarden an Steuergeldern in eine unausgereifte Technologie hinauslaufen wird. Dennoch: Volkswagen steckt in einer tiefen Krise. Die Konzernfรผhrung plant, von den zehn in Deutschland gelegenen Betrieben drei schlieรŸen zu wollen, was Zehntausende Mitarbeiter den Job kosten kรถnnte, einige Abteilungen wรผrden aus Deutschland heraus verlegt werden.

Der linksliberale Zeitgeist zeigte natรผrlich Unverstรคndnis fรผr diese MaรŸnahmen. Wie immer bei solchen Themen wurde eine Art ressentimentgeladene Neiddebatte erรถffnet: Die Manager (die allesamt als Kapitalisten gesehen werden), die verdienen doch so viel, die mรผssten das doch gar nicht! Nun werde ich gewiss nicht den Vorstand des VW-Konzerns und die dort wirkenden Manager verteidigen, aber viele dieser SparmaรŸnahmen wรคren doch durch die รผbergriffige Politik der Bundesregierungen gar nicht erst nรถtig gewesen. Der ganze Umstieg zur E-Mobilitรคt hin erweist sich gerade als Milliardengrab, und die deutsche Wirtschaft wird das wohl noch deutlich zu spรผren bekommen. Aber man kann das ebenfalls als eine Krise des Managerialismus deuten: Die Zeit des Managerkonzerns schafft sich gerade ab, er wird nicht mehr tragbar. Fรผr denjenigen, der noch nichts davon gehรถrt hat: Sowohl auf dem YouTube-Kanal der KRAUTZONE als auch von โ€žKonsequent Freiโ€œ wurde dieses Thema mal ausfรผhrlich behandelt.

Kurzum heiรŸt es Folgendes: Unternehmen wandelten sich im 20. Jahrhundert von โ€žmonarchischโ€œ gefรผhrten Projekten einzelner Pioniere (wie etwa Porsche, Junkers oder Ford) hin zu von Managern gefรผhrten, gesichtslosen Konzernen, die wir heute kennen. Dabei wurden die Strukturen der Unternehmen regelrecht bรผrokratisiert; viele Stellen in der Verwaltung, bei den Managern, sind gar nicht mehr rentabel. Wie viel Geld man zum Beispiel sparen kรถnnte, verzichtete man auf eine Human-Resources-Abteilung, die eh niemand braucht. Anscheinend kommt, zumindest in Deutschland, die Zeit, in der sich diese Unternehmungsfรผhrungsweise zu rรคchen beginnt. Auch das kรถnnte eine Erklรคrung fรผr das Straucheln der Automobilindustrie sein…

Aber als Rechte, als โ€žKonservativeโ€œ, als Kassandras der Nation kรถnnen wir momentan leider nur danebenstehen. Wer weiรŸ, wie lange noch. Immerhin kรถnnen wir โ€“ sei es in Anbetracht der Energiewende, der Manager oder einfach der Migrantenflut โ€“ mit Fug und Recht sagen: โ€žWir haben es euch gesagt!โ€œ

ABOS

Bรผcher

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