Ich kann Kanzler! Das Motto der gleichnamigen ZDF-Polit-Castingshow treibt Friedrich Merz seit einem Vierteljahrhundert um und nun endlich โ im stolzen Alter von fast 70 Jahren โ wรคhnt sich der Sauerlรคnder am Ziel. Anfang der 2000er noch von der spรคteren Dauerkanzlerin Merkel ausgebootet, hatte sich Merz viele Jahre aus der aktiven Politik zurรผckgezogen, um 2018 als vermeintliche konservative Gallionsfigur sein Comeback zu feiern. Nach parteiinternen Niederlagen gegen Annegret Kramp-Karrenbauer und Armin Laschet, wurde Merz im Februar 2022 wieder Parteivorsitzender der Christdemokraten โ nach 20 Jahren. Im September letzten Jahres wurde er schlieรlich zum Kanzlerkandidaten der Union gewรคhlt. Etwa eine Woche vor seiner voraussichtlichen Kanzlerkrรถnung, ist von der konservativen Gallionsfigur nicht mehr viel รผbriggeblieben: Rekordschulden, Rekordmindestlohn, Minirefรถrmchen und ein Weiter so bei der Migration. In der CDU-Basis brodelt es und die AfD liegt in Umfragen erstmals vor den Unionsparteien. Plรถtzlich geistert das Gerรผcht von Merzโ Unvermรถgen durchs Land. Ist der 1,98m-Hรผhne seinem Traumjob womรถglich einfach nicht gewachsen? Wir wagen einen ausfรผhrlichen Blick auf die aktuelle politische Lage. Was wir sonst noch zu bieten haben?
– Sozialdemokratismus: Soziale Gerechtigkeit und Demokratiesimulation bestimmen den Konsens der Bundesrepublik, aus dem niemand ausscheren darf.
– Welt ohne Europa: Die Wahl Donald Trumps hat Europa schockiert โ ist aber ein untrรผgliches
Zeichen dafรผr, dass sich die Welt verรคndert hat. Ohne Deutschland.
– Dรถrfer: Auf dem Land wรคhlt man rechter โ sogar in mehr und mehr westdeutschen Gemeinden. Warum ist das so? Kรถnnen die lรคndlichen Regionen unsere Zukunft sein?
– Sรผdseekolonien: Im letzten Teil unserer Reihe zu den deutschen Kolonien reisen wir nach Ostasien und in die Sรผdsee. Denn auch dort war Deutschland vertreten.
– Ulrich van Suntum: Der emeritierte VWL-Professor im Gesprรคch: Wie bewertet der Westfale den Koalitionsvertrag und was wรคre notwendig, um Deutschland wieder in die Spur zu bringen.
– Herbert Kickl: Kickl ist nicht auf die vergifteten Angebote der รVP eingegangen โ und hat damit alles richtig gemacht.

Klingt nach einem lesenswerten Themenspektrum.
Aber nachdem der Krautzone-Chefredakteur sich mit seiner unsรคglicher Diffamierung gegen รltere in der JF grรผndlich disqualifiziert hat ist mir das Interesse am Kauf dieses Heftes vergangen.
Respekt fรผr diese Bereicherung der Medienlandschaft! Krautzone etabliert sich mit einem ganz eigenen Profil, das sich wohltuend vom geifernden Empรถrungsjournalismus abhebt, der in Alternativmedien so sehr verbreitet ist.
Statt mit dem Vorschlaghammer wird mit dem Florett gefochten: Analysen mit Tiefenbohrung, kulturkritische und historische Betrachtungen, geistreiche Polemik, erhellende Interviews.
Libertรคre Marktvergรถtzer finden hier Resonanz ebenso wie konservativ und christlich orientierte Sympathisanten. Bitte weiter so!