Kรผrzlich stieร ich auf Instagram auf ein Straรeninterview. Der Interviewer fragt eine junge Dame und ihren Begleiter: โWas wรผrdet ihr machen, wenn ihr eine Herde Ziegen hรคttet und eine kleine Gruppe dieser Ziegen fรผr die Hรคlfte des herdenschรคdigenden Verhaltens verantwortlich ist?โ Eine zugegebenermaรen ungewรถhnliche Frage. Dennoch mรถchte ich an dieser Stelle jeden Leser dazu einladen, darรผber nachzudenken, wie er als Schรคfer mit dieser Situation umgehen wรผrde.
Die junge Dame antwortet instinktiv: โTรถten. Ich wรผrde sie [die kleine Gruppe, Anmerkung der Redaktion] tรถten.โ Ihr Begleiter lacht verlegen, entsetzt รผber die Antwort. Denn er hat bereits verstanden, dass es bei der Frage nie um Ziegen ging. Deshalb hat er auch keine Antwort parat. Schlieรlich weiร er, dass er nichts von dem, was rational klingen wรผrde, sagen darf. Inzwischen ist das Video gelรถscht.
Warum das Video gelรถscht wurde, wird klar, wenn wir uns vor Augen fรผhren, wofรผr das Beispiel mit der Herde Ziegen eigentlich steht. Denn die Herde Ziegen sind wir. Und auch unter uns gibt es statistisch gesehen eine kleine Gruppe, aus der fast die Hรคlfte der Tatverdรคchtigen hervorgeht. Das belegen neue Zahlen einer Kleinen Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion und fรผhren uns die Grรผnde fรผr diese Entwicklung deutlich vor Augen.
Die AfD-Fraktion wollte von der Bundesregierung wissen, wie viele Tatverdรคchtige es in den einzelnen Jahren von 2000 bis 2024 gab, ob diese deutsche Staatsbรผrger oder Auslรคnder waren und wie sich der Anteil der auslรคndischen Tatverdรคchtigen รผber die Jahre verรคndert hat. Und der Anteil hat sich verรคndert, jedoch nicht zum Guten.
Positiv kann zunรคchst festgestellt werden, dass die Zahl der deutschen Tatverdรคchtigen seit ihrem Hรถhepunkt 2007 um รผber 30 Prozent zurรผckgegangen ist โ von 1.800.000 auf jรผngst 1.270.000. Die Gesamtzahl aller Tatverdรคchtigen ist รผber den Zeitraum jedoch nicht gesunken, und das hรคngt laut den Zahlen der Bundesregierung mit einer Gruppe zusammen: auslรคndischen Tatverdรคchtigen.
Machten auslรคndische Tatverdรคchtige im Jahr 2007 noch etwa 20 Prozent aller Tatverdรคchtigen aus, verdoppelte sich ihr Anteil bis 2024 auf รผber 40 Prozent. Das heiรt, inzwischen kommt in Deutschland auf fast jeden deutschen Tatverdรคchtigen ein auslรคndischer Tatverdรคchtiger. Und das, obwohl Auslรคnder in Deutschland lediglich 14,8 Prozent der Bevรถlkerung ausmachen. Auslรคnder sind in Deutschland somit statistisch gesehen 2,7-mal hรคufiger einer Straftat verdรคchtig als Deutsche.
Noch extremer wird dieses Missverhรคltnis, wenn wir einzelne Deliktsbereiche betrachten. So kommen im Bereich des Taschendiebstahls drei auslรคndische Tatverdรคchtige auf einen deutschen Tatverdรคchtigen. Die Zahl auslรคndischer Tatverdรคchtiger ist dabei in den vergangenen 24 Jahren um 124 Prozent angewachsen und hat sich somit mehr als verdoppelt.
รbertroffen wird diese Entwicklung nur noch bei den Gewaltdelikten. Im Bereich der einfachen Kรถrperverletzung ist die Zahl der auslรคndischen Tatverdรคchtigen um 170 Prozent gestiegen โ von 46.000 im Jahr 2000 auf 124.000 im Jahr 2024. Im gleichen Zeitraum explodierte die Zahl auslรคndischer Tatverdรคchtiger im Bereich der Bedrohung sogar um 217 Prozent โ von 17.000 auf รผber 54.000 Tatverdรคchtige pro Jahr.
Das heiรt konkret: Wir kรถnnten heute theoretisch deutlich sicherer leben als vor zwei Jahrzehnten. Doch das ist nicht der Fall โ aufgrund des extremen Anstiegs von auslรคndischer Kriminalitรคt in Deutschland. Der Skandal daran ist, dass die Bundesregierung sogar zugibt, diese Entwicklung vorhergesehen zu haben. In ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der AfD schreibt sie:
โStรคrkere Anstiege bei den nichtdeutschen Tatverdรคchtigen und damit auch bei den zugewanderten Personen kรถnnen aufgrund des aktuellen Wanderungsgeschehens in der Bundesrepublik Deutschland als durchaus erwartbar eingestuft werden.โ
Fรผr die Bundesregierung war also klar, dass eine erhรถhte Einwanderung nach Deutschland mit einem Anstieg der Kriminalitรคt einhergeht. Auรerdem macht sie deutlich, dass ihr die Tatsache der faktischen รberreprรคsentation auslรคndischer Tatverdรคchtiger in der Kriminalitรคtsstatistik bewusst war. So heiรt es weiter:
โNeben diesen rein zahlenmรครigen Effekten ist davon auszugehen, dass viele Schutzsuchende multiple Risikofaktoren [โฆ] fรผr verschiedene Deliktsbereiche, insbesondere Gewaltkriminalitรคt und Eigentumsdelikte, aufweisen.โ
Warum das ein Skandal ist? Weil die Bundesregierung โ um im Bild vom Anfang zu bleiben โ der Schรคfer der Herde ist und eine damit einhergehende Schutzpflicht hat. Diese leitet sich sowohl aus dem Grundgesetz als auch aus der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts her. Dieses โGrundrecht auf Sicherheitโ sei jedoch aufgrund der โDominanz liberalen Staatsverstรคndnisses verschรผttet wordenโ โ so der Staatsrechtler Professor Josef Isensee.
Zeit also, diese Grundpflicht des Staates wieder freizulegen und sich der Sicherheit im eigenen Land zu widmen. Die Fakten hierzu liegen, wie es auch diese aktuelle Anfrage der AfD-Fraktion zeigt, offen. Dass die Regierungen von CDU bis Grรผne bisher trotz oder sogar bewusst entgegen dieser Kenntnislage gehandelt haben, zeigt sich anhand der Reaktion des Begleiters im einleitenden Interview. Er weiร, dass die linke Moraldiktatur keine Kritik an den durch die Politik der offenen Grenzen und Massenzuwanderung herbeigefรผhrten Zustรคnden erlaubt. Alles, was dann noch bleibt, ist wegschauen und schรถnreden.
Genau deshalb gilt es, dieser linken Moral entschieden entgegenzutreten, die Missstรคnde offen anzusprechen und unser Grundrecht auf Sicherheit von der Regierung einzufordern. Denn so weh die gesellschaftliche Ausgrenzung auch (noch) tun mag, ein Messer in der Seite schmerzt schlimmer.

