Kalifornien galt mal als ein Paradies, das viele Menschen wie magisch anzog: Sei es als Goldsucher während des Goldrausches in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als aufstrebende Filmschauspieler seit der „Goldenen Ära“ Hollywoods oder als IT-Pioniere, um sich beim Aufstieg des Silicon Valley ihren Anteil am Erfolg zu verdienen – der „Golden State“ an der Westküste des nordamerikanischen Kontinents versprach seinen Einwohnern und Zugewanderten einst die Entfaltung ihrer Träume.
Heute scheint der Lack ab zu sein: Die Innenstädte von Los Angeles und San Francisco zerfallen regelrecht, und die Leute, die dort wohnen, tun alles dazu, dass sich die Zustände noch verschlimmern, werden doch weite Teile des Landes von Menschen bewohnt, die der Amerikaner als „Liberals“ bezeichnet (die Demokraten hatten bei der letzten Präsidentschaftswahl immerhin einen Vorsprung von 20 Prozentpunkten), die sich ja gerade in Hollywood und Umgebung durch eine besonders große Selbstgerechtigkeit auszeichnen.
Kein Wunder also, dass es seit einigen Jahren neben den unerträglichen Menschen in Form von Progressiven auch genug unerträgliche Menschen in Form von illegalen Migranten aller Couleur gibt. Der demografische Wandel geht in Kalifornien schnell voran: Galten noch vor 100 Jahren über 95 Prozent der Einwohner Kaliforniens als „White“, sank deren Anteil im Laufe der Jahrzehnte immer weiter, 2010 waren es noch knapp 60 Prozent, 2020 ist der Anteil auf 41 Prozent gesunken – man bedenke, dass 2020 noch vor den Jahren der Biden-Administration war. Die US-Zensus-Behörden unterscheiden zudem noch zwischen „White“ (also allgemein europäisch) und „Non-Hispanic White“ (also Europäer abzüglich aller spanischsprachigen Länder); Letztere machen in Kalifornien nur noch 34 Prozent der Bevölkerung aus (2020), womit die Latinos längst die größte Bevölkerungsgruppe Kaliforniens sein müssen – gerade durch die starke weitere Immigration in den letzten vier Jahren.
Dass diese Entwicklung nicht lange ohne Weiteres gut gehen kann, war abzusehen. Eskaliert ist die Lage im Zuge mehrerer Razzien der Einwanderungsbehörde ICE, im Zuge derer illegale Migranten abgeschoben wurden. Scheinbar macht Trump mit seinen Wahlversprechen ernst. Handelte es sich anfangs noch um friedliche Proteste, entwickelten sich diese langsam zu regelrechten Randalen. Brennende Autos, Verhaftungen, erhöhtes Aufkommen von Sicherheitskräften – Tote gab es zwar noch nicht, aber vielleicht ist das nur eine Frage der Zeit. Was jedenfalls feststeht, ist, dass die Regierung Trump in Washington ein solches Ausmaß an Gewalt nicht mehr duldet – anders als etwa bei den Black-Lives-Matter-Randalen im Sommer 2020.
Ehe da etwas eskaliert, schickt er lieber die Nationalgarde, sogar Marineinfanteristen. Für Trumps linke Gegner ist das ein rotes Tuch: Ein Präsident, der die Nationalgarde mobilisiert gegen „relativ“ friedliche Proteste, in einem Bundesstaat, dessen Regierung das nicht will. Der Gouverneur von Kalifornien, der Demokrat Gavin Newsom, sprach laut „Tagesschau“ von „gestörten Fantasien eines diktatorischen Präsidenten“. Noch viel absurder sind die Aussagen der Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, die Trump mit seinem Verhalten vorwirft, „Unordnung und Chaos“ in der Stadt zu stiften – sicher, sicher, die jahrelange Ansiedlung undokumentierter Einwanderer aus aller Herren Länder hat bestimmt nicht für die immer weitere Verwahrlosung gesorgt.
Man muss sich das noch mal auf der Zunge zergehen lassen: Es kommen Tausende von Menschen in das Land, von denen der Staat nichts weiß, währenddessen verwahrlosen ganze Viertel unter den müden Augen einer ausgearteten Stadtbürokratie, aber wenn der Präsident versucht, mit ein paar Razzien das geltende Recht durchzusetzen (wir sprechen hier von fünf Razzien, fünf (!), und es wird getan, als gehe es hier um mit bis zum Rand mit Mexikanern gefüllte Viehwaggons, die nach Süden rollen…), stiftet er auf einmal die Unruhe und das Chaos – die Perfidie dieser Leute lässt sich kaum in Worte fassen!
Die Unruhen in L. A. könnten für ein entscheidendes Kräftemessen zwischen dem Präsidenten und den linken Mächten sorgen. Die ganze Geschichte wird zwar für keinen Cäsar-Moment sorgen, aber vielleicht ist das der richtige Schritt Richtung Rubikon. Wenn Trump es schafft, seine Macht daran auszubauen, und seine Taten als die Wahrung von Recht und Gesetz inszenieren kann, die sie nun mal sind, so ist damit viel gewonnen. Und selbst wenn er verliert, kann er es im Nachhinein immer noch ausnutzen: „Sehet her, ich habe versucht, in Kalifornien Ordnung zu schaffen, und nun versinkt der Staat dank der Linken im Chaos!“ Egal wie die Sache ausgeht und in welcher Form die demografische Bombe, die die Jahre linker Einwanderungspolitik dort gelegt hat, auch hochgehen wird – immerhin scheint über Kalifornien die Sonne. „It never rains in California, but girl, don’t they warn ya? It pours, man, it pours…“
