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Buchkritik: Unter dem Gully liegt das Meer (Robert Habeck)

21. Juni 2023
in 9 min lesen

Unser geschรคtzter Autor U. B. Kant hat einige Bรผcher von Robert Habeck zusammengeklaut, um sich ein eigenes Bild von dessen schriftstellerischen Kรผnsten zu verschaffen. Ausgangspunkt dieses Vorhabens war die Frage, weshalb sich die etablierten Medien โ€“ immerhin offene Unterstรผtzer des schรถngeistigen Wirtschaftsministers โ€“ mit Rezensionen zu dessem ล’uvres bisher zurรผckgehalten haben. Nun, Kant stieรŸ schnell auf die Antwortโ€ฆ

โ€žUnter dem Gully liegt das Meerโ€œ ist ein Jungendroman von Robert Habeck und Andrea Paluch aus dem Jahr 2007. Die Protagonisten und abwechselnden Ich-Erzรคhler sind die angehenden Linksterroristen Edda und Jasper. Mittelpunkt der Handlung bildet der G8-Gipfel in Heiligendamm im Sommer 2007.

Handlung (Vorsicht, Spoiler!):

Edda wรคchst auf der nordfriesischen Insel Fรถhr auf. Dort betreiben ihre Eltern ein Cafรฉ, in dem jede Woche die neuste Ausgabe der โ€žZeitโ€œ ausliegt. Durch die Mitarbeit im Familienbetrieb fรผhlt Edda sich von der Leistungsgesellschaft schikaniert und verbringt viel Zeit am Strand und mit Surfen.

Jasper ist der Mรคdchenschwarm des Inselgymnasiums. Er segelt, spielt FuรŸball, spielt Handball, rettet Kleinkinder vorm Ertrinken, sagt den Sieg der Italiener bei der FuรŸball-WM 2006 voraus. In den Edelclubs lรคsst er sich von reicheren Mรคdchen aus Hamburg oder Mรผnchen die Getrรคnke ausgeben. Mit seinen Kumpels kackt er den Reichen gern mal in die Lรถcher ihrer Golfplรคtze. Kommt eine Dame vom Arbeitsamt zur Berufsberatung, ruft er die Mitschรผler zu Barrikaden und Tyrannenmord auf. Jaspers bevorzugtes Ziel fรผr draufgรคngerische Streiche – wie einfach mal so einen Joint und zwei Bier bestellen – ist der schulische Hausmeister.

Alle Klassenkameradinnen sind hรผbscher als Edda. Jasper hat nur Augen fรผr Edda. Edda und Jasper haben regelmรครŸig Sex am Strand, feiern die Nรคchte durch, dรถsen in der Schule. Trotzdem gehรถren sie zu den Klassenbesten. Es kรถnnte alles so schรถn seinโ€ฆ

Aber leider liest Edda jede Woche die „Zeitโ€œ. Seither weiรŸ Edda alles, was Petra Pinzler weiรŸ: Der Kapitalismus sei das Grundรผbel, der Planet stehe kurz vor dem Kollaps, die Energieversorgung der Zukunft fuรŸe auf Algenschlamm und Rapsรถl, das fossile Imperium blockiere eine bessere Welt und Deutschlands Wohlstand basiere nur auf der Ausbeutung Schwarzafrikas. AuรŸerdem stรถrt sich Edda an der รœberversorgung mit Gesundheitseinrichtungen in Deutschland. Nicht jede deutsche Stadt mรผsse ein eigenes Krankenhaus haben.

Von all den Liebesnรคchten und Tanzeinlagen am Strand, von Surfen und โ€žZeitโ€œ-Artikellesen ausgebrannt, beschlieรŸt Edda, die Schule abzubrechen, bevor ihr die Kieler Kultusbรผrokratie noch ein norddeutsches Abitur hinterherschmeiรŸen kann. Sie zieht nach Berlin in eine progressive WG. Dort unterhรคlt Edda einige Techtelmechtel mit dem hรผbschen Joey und eine etwas ernstere Beziehung zu dem zwanzig Jahre รคlteren Georg, den sie wegen seiner Vergangenheit in Wackersdorf und Hamburgs โ€žRoten Floraโ€œ fรผr einen Veteranen der guten Sache hรคlt. Doch die Sehnsucht nach Jasper bleibt. Ebenso lernt sie die eifrige Susan kennen. Susan fiebert dem Weltwirtschaftsgipfel der G8-Staaten in Heiligendamm entgegen, deren Gastgeberin die marktradikale Merkel sein wird. Also basteln Susan & Co an einer Bombe, um Merkels Marsch in den Manchester-Liberalismus doch noch zu vereiteln.

Edda freut sich nicht nur wegen George W. Bushs geplantem Tod auf den G8-Gipfel. Jasper, der inzwischen sein Abitur mit sehr guten Noten abgelegt hat, wird zu ihr stoรŸen. Mit seinem roten Katamaran wird er von Fรถhr um Dรคnemark bis Heiligendamm segeln und im gemeinsamen Fronteinsatz fรผr den globalen Sรผden die junge Liebe wieder vereinen. Warum es dafรผr eigens einen G8-Gipfel braucht, warum Edda bei aller Wehmut nach Jasper nicht einfach so nach Fรถhr zurรผckehrt, erfรคhrt der Leser nicht.

Aber der Weg zum Wiedersehen wird steinig: Der Faschistenstaat Bundesrepublik greift mit aller Hรคrte durch. Er kesselt Edda, Susan, Joey und Georg brutalstmรถglich ein, lรคsst sie stundenlang sehenden Auges dursten und provoziert Steinwรผrfe gegen die Polizeibeamten. Dann nutzt das System die Gunst des Augenblicks. Ein Schuss fรคllt. Im Kampf gegen Angebot und Nachfrage stirbt Susan in Eddas Armen den Heldentod. Prompt setzen Beamte Edda unter Druck, eine falsche Zeugenaussage abzugeben, wonach die Polizisten nur in Notwehr gehandelt hรคtten. Eine lediglich ziellos verschossene Patrone sei von Susans geworfenem Stein abgeprallt und habe Susan nur aus Versehen getroffen.

Im Getรผmmel kรถnnen Joey und Georg sich vor Noskes Erben retten und treffen im Wald auf Japser, der den Weg zu der Liebe und der Betriebskampfgruppe seines Lebens gefunden hat. Zwischen Jasper und Joey kommt es zu Eifersรผchteleien um Eddas Liebe. Susans Mรคrtyrertod darf dabei aber nicht ungerรคcht bleiben, von dessen Anblick Edda sich aber schon wieder ganz gut erholt hat. Kaum haben sich Karl und Rosa 2.0 wiedervereint, tรคuschen sie das Lumpenproletariat im Polizeidienst, indem sie sich mit Schlips und Kragen als Teil der Bourgeoisie ausgeben. Damit verschaffen sie sich Zutritt zum Marktplatz von Bad Doberan, auf dem sich nur CDU-Wรคhler aufhalten dรผrfen. Indes schlummert dort unter einem Gullydeckel der Molotov-Cocktail, Susans Vermรคchtnis an Kongobecken und Sahelzone. Wie auch immer der Molotov-Cocktail dorthin gekommen ist: Die Polizei war Freund und Helfer genug, nicht nachzusehen, was sich im Abwasserkanal befindet, und hat ihn einfach zugeschweiรŸt. Praktischerweise blieben die Lรถcher des Deckels offen. Ein wenig durchsickernde Flรผssigkeit wird die Explosion auslรถsen. Jasper besorgt dazu eigens eine Dose Coca-Cola. Das Symbolgetrรคnk des Kapitalismus wird die Explosion auslรถsen, die den Kapitalismus besiegt. Ein komplexes Bild, das zusรคtzlich an Subtilitรคt gewinnt, als Jasper es dem Leser noch einmal ausfรผhrlich erklรคrt.

Doch es soll anders kommen. Gerade fahren die gepanzerten Limousinen von Bush, Blair und Putin vor, da hรคlt eine attraktive Polizistin Jasper zurรผck. Es ist dieselbe Polizisten, die Edda zur Falschaussage genรถtigt hat. Es ist dieselbe Polizistin, die Jasper bereits traf, als er mit seinem Katamaran im Sperrgebiet an Land ging – und die sich schon damals seinem Sexappeal insgeheim nicht verweigern konnte. Auch jetzt spรผrt die mutmaรŸlich alleinerziehende Mutter die Manneskraft des reifen Abiturienten. George W. Bush steigt aus der gepanzerten Limousine. Am Boden liegt eine auslaufende Wasserflasche. Jasper versetzt ihr einen StoรŸ. Sie rollt zum Gullydeckel. Die Polizistin scheint unmerklich zurรผckzuweichen. Gerade als George W. Bush den rechten Arm zum HitlergruรŸ erhebt, tropft das Elixier allen Lebens in den fruchtbaren SchoรŸ des Gullys. Unter dem Gully rauscht und donnert der Molotov-Cocktail. Wie das Meer โ€ฆ Funken sprรผhen, Rauch steigt auf, Sterntaler regnen nieder. Die Sicherheitsbeamten zerren Bush in die gepanzerte Limousine.

Im Chaos fliehen Edda und Jasper. Niemand ist zu Tode gekommen oder wurde verletzt, niemand kann die Situation vor Ort rekonstruieren, niemand folgt Edda und Jasper. Die Bundesregierung bricht wegen eines qualemden Gullydeckels den G8-Gipfel ab. Bush, Blair und Putin fliehen wegen Funkenflugs von deutschem Boden. Edda und Jasper spazieren durchs Sperrgebiet und erreichen unbehelligt seinen roten Katamaran, der im Sperrgebiet ebenfalls unbehelligt geblieben ist. Zu zweit segeln sie dem Horizont und einer neuen Welt entgegen.

Stil:

Am 11. Juni 2023 erhielt Robert Habeck in der Frankfurter Paulskirche den Ludwig-Bรถrne-Preis fรผr hervorragende deutschsprachige Leistungen in den Bereichen Reportage, Essay und Kritik. Die Entscheidung fรผr Habeck als diesjรคhrigen Preistrรคger traf Jรผrgen Kaube, Mitherausgeber und fรผhrende Feuilletonist der FAZ. Jรผrgen Kaube begrรผndete seine verbindliche Auswahl wie folgt:

โ€žWir leben in der steten Gefahr, dass im politischen Gesprรคch Argumente nichts mehr zรคhlen, sondern โ€šNarrativeโ€™. Habeck ragt unter denen heraus, die sich dem als Politiker und politischer Publizist widersetzen. Gesellschaftswissenschaftlich informierte und lebensweltlich grundierte Reflexion prรคgen seine ร„uรŸerungen. In den Zwรคngen der Politik erkรคmpft er sich auf beeindruckende Weise Freirรคume durch Nachdenklichkeit. Das lรคsst ihn in der Tradition des politischen Publizisten Ludwig Bรถrne stehen.โ€œ

(Jรผrgen Kaube, „FAZ“, 16.02.2023)


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Ist das so? Verproben wir es doch gleich mal an โ€žUnter dem Gully liegt das Meerโ€ฆ

Streng der รคuรŸeren Form nach ist โ€žUnter dem Gully liegt das Meerโ€œ natรผrlich werde eine Reportage, noch ein Essay, noch eine Kritik. Doch welche Reportagen, Essays und Kritiken soll Habeck รผberhaupt geschrieben haben? Etwa: โ€žWer wagt, beginnt. Die Politik und ichโ€œ?

Doch lediglich bei oberflรคchlicher Betrachtung ist โ€žUnter dem Gully liegt das Meerโ€œ Belletristik. Inhaltlich handelt es sich um jene politische Publizistik, die FAZ-Mitherausgeber Jรผrgen Kaube als herausragend empfindet. Das Buch reift an keiner Stelle von politischer EKD-Sonntagsrhetorik zur literarischen Erzรคhlung. Dementsprechend betitelt Habeck seine Kapitel folgerichtig mit:

โ€žSich links umkrempeln lassenโ€œ

S. 14

und

โ€žBin ich nur Mittel zum Zweck?โ€œ

S. 50

und

โ€žIch bin mir nicht ganz sicher, was ich in Eddas Geschichte soll.โ€œ

S. 69

Die Rahmenhandlung hat Habeck notdรผrftig zusammengeschustert und sie funktioniert nur, weil dumme Figuren dumme Entscheidungen treffen. Sie dient ausschlieรŸlich dazu, den mit Menschennamen versehenen Versatzstรผckaussprechautomaten einen Vorwand zu geben, das grรผne Parteiprogramm wiederzukรคuen. Definieren wir einen Essay groรŸzรผgig als eine Abhandlung รผber gesellschaftliche Phรคnomene, ist โ€žUnter dem Gully liegt das Meerโ€œ auch eine Art Essay. Wenn nicht sogar eine ร  la Relotius recherchierte Reportage รผber das Milieu der Ulrike-Herrmann-Versteher. Die tiefenpsychologischen Charakterisierungen einer โ€žSpiegelโ€œ-Reportage hat Habeck ja schon drauf:

โ€žDas ist vielleicht primitiv, aber dann doch fรผr die Leute aus meiner Penne ein ganz guter Witz. Denn dass es sich beim Hausmeister tatsรคchlich um einen HitlergruรŸ gehandelt hat, war noch nicht mal unwahrscheinlich. Er war nicht nur fรผr Zucht und Ordnung verantwortlich und das Einsammeln von Robin-Hood-Flugblรคttern, fรผr seine Frau und ihre Bohnermaschine, mit der sie jeden Mittag die untere Halle polierte, dass man FuรŸboden essen konnte, er hatte auch ein Probeabo des โ€žVรถlkischen Beobachtersโ€œ.โ€œ

S. 81

Und auch Landschaftsbeschreibungen beherrscht Habeck, seit er sich 2001 mit โ€žHauke Haiens Todโ€œ zum legitimen Erben Theodor Storms erkor:

โ€žDas Meer und ich, wir hatten uns schon so lange nicht in die Augen geschaut.โ€œ

S. 9

Oder:

โ€žDie Sonne brannte ein immer grรถรŸeres Loch in den Himmel und ihre Strahlen nagelten sich in unsere Kรถpfe.โ€œ

S. 31

Oder:

โ€žDer Sommer hatte den Himmel weiรŸgekocht und zum Trocknen รผber uns aufgespannt.โ€œ

S. 50

Oder:

โ€žรœber den Hรคusern rรถstet die Hitze den Tag.โ€œ

S. 156

Aber begeben wir uns doch endlich in jene Freirรคume, die Habeck in den Zwรคngen der Politik auf beeindruckende Weise durch Nachdenklichkeit erkรคmpft hat. Zum Beispiel diesen hier:

โ€žU-Boote, die Atomsprengkรถpfe tragen kรถnnen, werden in Kiel fรผr Israel gebaut, Deutschland bezahlt zwei Drittel davon, 660 Millionen Euro. Wรผrde man mit diesem Geld allen Palรคstinensern eine kleine Solar-Windkraftanlage in ihr Dorf stellen, die ihnen Strom fรผr Krankenhรคuser und Schulen liefert, wรคre vermutlich fรผr Israel besser Frieden zu erreichen. Besser, weil anders. Denn was Energie aus Wind und Sonne anders macht als Energie aus Kohle, Atom oder ร–l, ist ihr รœberfluss, ihre Passivitรคt. Wind und Sonne sind da und man muss sie auffangen. Kohle muss man abbauen, Erdรถl fรถrdern, Atome spalten, man muss Rohstoffe von einem Ort an den anderen bringen: Gas, Uran, Kohle. Das ist geplantes, arbeitendes, organsiertes Leben: Die fossilen Brennstoffe werden gewonnen, heiรŸt es. Damit ist klar, dass auch jemand verlieren muss. Und das sind neben der geschundenen Erde die Menschen, die in den Minen schuften, deren Flรผsse mit Rohรถl รผberschwemmt werden, die nichts von dem Geld sehen, das die Multis scheffeln. Es ist sogar so, dass es den Menschen in den meisten Lรคndern, die Rohstoffe haben, schlechter geht, als in Lรคndern, die keine Bodenschรคtze haben, die sie an die ร–l- oder Atommultis verschachern kรถnnen. Denn je hรถher die Rohstoffeinnahmen, desto mehr lรคsst sich die Regierung kaufen und korrumpieren. Demokratie kann so nicht entstehen. Demokratie wird so gleich mit ausgebeutet. Ausbeuten heiรŸt: an die Oberflรคche holen, der Tiefe entreiรŸen und spalten, verbrennen, kaputt machen. Auf Teufel komm raus ins Leben zerren. So gesehen, ist Segeln und Surfen nicht nur ein Hobby, sondern eine ganze andere Weltsicht.โ€œ

S. 16

Aber zum Glรผck widersetzt sich Habeck ja der steten Gefahr, in politischen Gesprรคchen Narrative zu bedienen:

โ€žCarlo Giulianiโ€œ, sagt Joey. Er scheint auf diesem Namen abonniert zu sein. โ€žBenno Ohnesorgโ€œ, sagt Georg. โ€žWolfgang Gramsโ€œ, ruft jemand von hinten. โ€žUlrike Meinhof, Gudrun Ensslin, Andreas Baaderโ€œ, schlage ich vor. โ€žGenauโ€œ, sagt Georg und nickt mir jetzt zu. Er hat offenbar den Spott in meiner Bemerkung nicht erkannt. Aber dass er meine Worte fรผr ernstgemeint hรคlt, ist einfach zu viel des Guten. โ€žMeinhof, Baader und Ensslin haben Selbstmord gemacht. Und auรŸerdem waren das total uncoole FunktionรคrsspieรŸer.โ€œโ€œ

S. 94

Denn bei Habeck zรคhlen noch die Argumente:

โ€žIm Grunde checke ich nicht, dass jemand glaubt, Geschichte, Gegenwart oder Politik sortiert sich nach klarer Verantwortung. Es gibt das Internet, es gibt Millionen von Kommunikationswegen, die alle gleichzeitig irgendeine Nachricht transportieren, es gibt Atomkraftwerke, Terrorismus, die Globalisierung mit der anonymen Kraft des Geldes, das dem Markt irgendwelche Regeln diktiert, die kein Mensch mehr steuert, es gibt den Klimawandel, den man nicht mehr mit Fahrradfahren oder Batteriensammeln aufhalten kann. Alles lรคuft in groรŸen, nicht mehr zu steuernden Megastrukturen ab. Macht und Verantwortung sind relativ, Ursachen und Wirkungen ununterscheidbar. Es sind die Lebensumstรคnde unseres Lebens, meines Lebens, des Lebens meiner Generation.โ€œ

S. 156

Erwรคhnte ich schon, dass Jรผrgen Kaube Soziologe ist? Vielleicht kann Jรผrgen Kaube deshalb so stilsicher beurteilen, wer wie gut gesellschaftswissenschaftlich informiert ist:

โ€žIch bin Kommunist. Ich habe Che Guevara gekannt. Aus Angola. Mir kann keiner ein X fรผr ein U vormachen.โ€œ

S. 158

โ€ฆ und wer wie lebensweltlich grundiert reflektiert:

โ€žWenn du etwas รคndern willst, dann musst du den Grรผnen beitreten und AuรŸenminister werden.โ€œ

S. 127

Der Humor grรผner AuรŸenminister kommt dann auch nicht zu kurz:

โ€žWas ist der Unterschied zwischen einem Kuhschwanz und einer Krawatte? Der Kuhschwanz bedeckt das ganze Arschloch.โ€œ

S. 153

Fazit:

Da halte ich mich lieber an Billy Wilder:

โ€žPreise sind wir Hรคmorrhoiden. Irgendwann bekommt sie [Anm. d. Red.: jeder].โ€œ

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