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Melli und Annalena haben sich für ein gemeinsames Kind entschieden. Bei der anstehenden Bundestagswahl schwanken sie aber noch zwischen FDP und Grünen.

FDP 2021 – Kulturmarxismus statt Kapitalismus

11. September 2021

Am 26. September 2021 ist das deutsche Volk aufgerufen, zum 20. Mal den Deutschen Bundestag zu wählen. Doch die Wahl rückt wegen anderer brisanter Vorkommnisse in den Medien immer mehr in den Hintergrund. Der Focus liegt derzeit auf dem Desaster in Afghanistan, die Flutkatastrophe im Ahrtal ist schon in Vergessenheit geraten, obwohl viele der Betroffenen noch Not leiden, und der immer verrücktere Blüten treibende Corona-Wahnsinn füllt die Medien.

Wer schaut angesichts der Nachrichten, die auf uns Bürger einstürmen, noch auf die Parteienlandschaft und deren Programme? Ein Blick in das Wahlprogramm 2021 der FDP lohnt sich. Die Freien Demokraten, oft genug das Zünglein an der Waage und Mehrheitsbeschaffer, biedern sich mit Themen zu LSBTI und Mehrelternschaften den linksgrünen Wählern an.

Von der einstigen liberalen Partei, die unser Land mitgestaltet und zu Wohlstand verholfen hat, ist nicht viel übriggeblieben. Mehrelternschaften rechtlich abzusichern, das scheint für die Partei ein wichtiges Thema geworden zu sein. Und so fischen die Freien Demokraten im linksgrünen Wählerpool und gehen dort auf Stimmenfang.

Doch was genau verbirgt sich hinter der Formulierung „Mehrelternschaften rechtlich anerkennen und rechtswirksame Elternschaftsvereinbarungen ermöglichen“? Auf Seite 33 des Wohlprogramms der FDP unter der Überschrift: „MODERNES RECHT FÜR STARKE FAMILIEN“ wird dies näher erläutert. Nach den Vorstellungen der Freien Demokraten soll es möglich sein, rechtswirksame Elternschaftsvereinbarungen bereits vor der Empfängnis zu ermöglichen. Das heißt im Klartext, die Ehefrau der leiblichen Mutter des Kindes soll von der Geburt an automatisch rechtlich zweite Mutter sein, wenn das Kind mit Hilfe einer nicht gerichteten Samenspende gezeugt wurde oder der leibliche Vater anderweitig Einvernehmen erklärt hat.

Was würde das im „normalen“ Leben bedeuten? − Melli hat den kleinen Paul zur Welt gebracht. Ihre Frau Annalena wurde bereits vor der Empfängnis als Zweitmutter eingetragen. Dem musste Anton, Pauls Erzeuger; bevor es zur Verschmelzung von Eizelle und Samen kam, zustimmen. Das hat man natürlich vor der Empfängnis ausdiskutiert und auch Sören, Antons Mann, mit ins Boot geholt. All dies wird, so die Freien Demokraten, rechtlich festgelegt, um eine Überforderung des Kindes im Erwachsenalters durch Quotierung von unterhaltsrechtlichen Ansprüchen zu vermeiden. Das Kindswohl steht über allem! Somit ist ja alles in bester Ordnung, denn wer würde sich denn gegen das Kindswohl stellen?

Die FDP, einst mit einer klaren Ausrichtung zum Liberalismus, verstrickt sich in ihrem Wahlprogramm in solch abstrusen Beschlüssen, um grünen Ideologien hinterherzuhecheln. Das wird die rechtliche Gleichstellung verschiedener Formen des Zusammenlebens auf die Spitze getrieben, um noch Wählerstimmen aus dem Unternehmertum abzuschöpfen, die sich eventuell bei den Grünen heimisch fühlen. Es stellt sich daher die Frage: Ist eine Partei, die so ihr Gesicht verliert, noch wählbar? Es bleibt die Hoffnung, dass die Fünf-Prozent-Hürde der Partei zum Verhängnis wird und sie dann vier Jahre Zeit hat, um wieder das zu werden, was sie einmal war. Damit jeder Bürger weiß, welche Politik er wählt, wenn er auf dem Stimmzettel bei der FDP sein Kreuzchen setzt.

Mehr zum Wahlprogramm der FDP gibt es in unserem großen Parteiencheck!

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