Nichtwähler dominieren in Nordrhein-Westfalen

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Eine Koalition von CDU, SPD, Grüne, FDP und AfD käme auf 50,6 Prozent der Stimmen und könnte eine neue Regierung bilden. Die Zahl der Nichtwähler stieg von 35,8 auf 44,5 Prozent (+9,7 Prozentpunkte). Die Gesamtzahl der Nichtwähler erhöhte sich damit um 1,25 Millionen auf 5,8 Millionen. Keine Partei hat es geschafft, die unzufriedenen Wähler im bevölkerungsreichsten Bundesland abzuholen.

Das Ergebnis der Landtagswahl in NRW zeigt eindrucksvoll drei Dinge:
1️⃣ Mehr und mehr Leute haben keine Lust auf den Politikzirkus.
2️⃣ Die auf den ersten Blick dominanten Ergebnisse der Blockparteien müssen relativ betrachtet werden.
3️⃣ Die Parteien, die es bei zukünftigen Wahlen schaffen werden, die Nichtwähler zu erreichen, werden dominieren. Hier hat die AfD mit dem Ruf der Protestpartei einen Vorteil gegenüber anderen Mitbewerbern.

Hätte die AfD rein theoretisch alle frischen Nichtwähler (1,25 Millionen) hinter sich scharen können, hätte sie beim gestrigen Wahlabend statt 5,4 ganze 22,8 Prozent der Stimmen geholt.

2 Comments

  1. “Hätte die AfD rein theoretisch alle frischen Nichtwähler (1,25 Millionen) hinter sich scharen können, hätte sie beim gestrigen Wahlabend statt 5,4 ganze 22,8 Prozent der Stimmen geholt.”

    Tja, stattdessen hat sie praktisch am stärksten Wähler an die Nichtwähler verloren.

    Wenig verwunderlich wenn man sich trotz aller Niederlagen und Demütigungen weiterhin bemüht das Spiel der Einheitsparteien mitzumachen und sich immer wieder von diesen vorführen läßt anstatt sich zwischen den internen Lagern auf einen konsequenten klaren Kurs zu einigen.

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