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Die Schande von Kassel

4. August 2021

Für Samstag, den 24.07.2021 hatten die „Freien Bürger Kassel“ zu einer Demo unter dem Motto „Für Frieden, Freiheit & Menschenrechte! – Gegen eine gespaltene Gesellschaft!“ aufgerufen. Die Stadt Kassel hatte diese Demonstration verboten. Die Veranstalter legten dagegen Einspruch ein, der auch in 2. Instanz vom Verwaltungsgerichtshof abschlägig beschieden wurde.

Die Begründung lautete, dass diese Veranstaltung eine Gefahr für Leib und Leben der Allgemeinheit werden könnte. Am gleichen Tag fand in Berlin der Christopher Street Day statt. Abstandsregeln und Maskenpflicht waren geboten. Das Einhalten dieser Regeln wurde, wie sich mit einigen Videos belegen lässt, recht lax gehandhabt. Leib und Leben der Berliner schien durch diese Veranstaltung wohl nie in Gefahr im Gegensatz zu den Kasseler Bürgern, die es vor sog. „Querdenkern“ zu schützen galt.

Der Polizeistaat zeigt, was er hat

So führte die Stadt Kassel an diesem Tag in der Innenstadt die Maskenpflicht ein. Das wurde von Polizeibeamten vor Ort mündlich bestätigt. Was war nun die Grundlage für diese Vorgabe? Der Inzidenzwert für Kassel kann es wohl nicht gewesen sein, denn der liegt seit einiger Zeit unter 10.

Vielleicht vermutete man eine Zusammenrottung von Menschen, die sich trotz des Verbotes der Demo in Kassel einfinden würden. Zu dieser Annahme konnte man kommen, wenn man sah, wie die Stadt aufgerüstet hatte. Der gesamte Friedrichsplatz war mit Absperrgittern versehen. Einige wenige Polizisten mit Hund waren dort postiert und hatten ein Auge darauf.

Die Polizei setzte Drohnen ein, die über der Innenstadt kreisten und erklärte den Bürgern, dass dies alles seine Richtigkeit habe und von diesen Drohnen keine Gefahr ausgehe. Man sorgt sich ja schließlich um die Bürger der Stadt und möchte niemand erschrecken. Wer mit Rucksack unterwegs war, wurde von den Polizisten argwöhnisch beäugt.

ACHTUNG, UMARMBAR!

Eine besondere Gefahr ging, so war es aus der Vorgehensweise der Polizisten erkennbar, von den Menschen aus, die außer einen Rucksack zu tragen, einen Button mit der Aufschrift „UMARMBAR“ an ihre Kleidung geheftet hatten. Solche Menschen wurden von den tapferen Beamten in der Außengastronomie im Stadtzentrum immer wieder aufgespürt, umzingelt und zur Rede gestellt.

Wer keinen festen Wohnsitz in Kassel nachweisen konnte, wurde unter Generalverdacht gestellt, eine Gefahr für Leib und Leben der Kasseler Bürger darzustellen. Die Personalien dieser Personen wurden aufgenommen und ein Platzverweis erteilt.

Wer waren nun diese Personen, die man aus der Stadt wies? Wer UMARMBAR ist, muss wohl, nach Meinung der Stadt Kassel, ein gefährlicher Coronaleugner sein oder zumindest ein Rechter, ein Nazi oder eventuell ein Antisemit? Doch es waren Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, die nicht glauben wollten, dass die Diktatur in unserem Land schon so weit fortgeschritten ist.

Die Antifa darf sich austoben

Die Demo „Für Frieden, Freiheit & Menschenrechte“ fand zeitgleich in vielen Städten in 46 Ländern auf der ganzen Welt statt. Verboten wurden sie lediglich in Argentinien, einigen Städten Indiens und in KASSEL. Welch eine Schande für unser Land! In Kassel wurde jedoch die von der Antifa angemeldete Gegendemo zur verbotenen Demo genehmigt. Absurdistan lässt grüßen!

Wer jetzt noch nicht begriffen hat, dass unter diesem Corona-Regime die Grundrechte mit Füßen getreten werden und unser Land zu einem Polizeistaat verkommt, der soll weiterhin in der von den Mainstream-Medien geschürten Panik erstarren und weiterschlafen.

Anita Koschorrek

Anita Koschorrek, 1954 im Ruhrpott geboren, aufgewachsen an der Mosel, lange Zeit wohnhaft in der Eifel, ist eine bunte deutsche Mischung mit Wurzeln in Ostpreußen und Nordhessen. Nach ihrer Berufstätigkeit in der Rechnungsabteilung eines großen Unternehmens begann sie 2012 mit dem Schreiben. Mehr als dreißig ihrer Kurzgeschichten wurden bisher in verschiedenen Anthologien veröffentlicht. Im Mai 2021 erschienen ihre ersten beiden Bücher.


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