Teile dein Glück mit deinen Lieben

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Auszug aus dem 7. Kapitel von Odin, Nietzsche und der Pfad zur linken Hand

“Das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen, ist: beim Erwachen daran zu denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen an diesem Tag eine Freude machen könnte.”

– Friedrich Nietzsche

Teile dein Glück mit deinen Lieben, das bedeutet vor allem zu bestätigen, zu bestärken, anzuerkennen und zu ermutigen. Nicht aus Altruismus, sondern aus gesundem Egoismus. Weil du bekommst was du gibst und weil Glück wächst, wenn man es teilt.

Du kannst noch so viel inneren und äußeren Reichtum anhäufen, solange du ihn nicht auf rationale Weise mit deinen Leuten teilst, wirst du ihn nicht genießen können. Ängstlich vor der Welt versteckter Reichtum verringert dein Lebensglück sogar, da er ein Gefühl von Trennung und damit Einsamkeit hervorrufen kann.

An der Spitze ist die Luft sehr dünn

Das ist dann der unglückliche Millionär, der aufgrund falschen Umgangs mit seinem Reichtum in seiner Luxusvilla vereinsamt oder der verbitterte Gelehrte, der sich mit all seinem Wissen aus der Welt zurück gezogen und nur noch Verachtung für die ach so dummen Menschen übrig hat.

In beiden Beispielen ist das Prinzip das gleiche: Der eine hat etwas, das die Vielen nicht haben – das spaltet das Individuum von der Gruppe ab. Ein anderes Beispiel ist „der Streber“ und der Rest der Schulklasse. Der Streber ist reicher an Leistungswillen als die anderen Schüler und das trennt ihn von seinen Klassenkameraden, was ihn in vielen Fällen unglücklich macht.

Stellen wir uns nun vor, dass der Millionär, der Gelehrte und der Streber Sonnenwölfe sind und gewohnheitsmäßig ihr Glück mit ihren Lieben teilen. Kann es dann überhaupt zur Abspaltung, Vereinsamung und Verbitterung kommen? Nein, denn der Millionär hätte immer wieder einen Teil seines finanziellen Überflusses dafür verwendet, Identität zu stiften, Feste zu feiern, und mit seinen Leuten gemeinsame Ziele zu verfolgen.

Geld ist zum Ausgeben da

Geld ist ein Universalwerkzeug – doch wie jedes Werkzeug nützt es nichts, wenn es immer im Koffer bleibt. Geld ist nicht zum Horten da, sondern um das Gute und Schöne zu mehren und deine Werte in der Welt zu manifestieren. Der Sonnenwolf weiss das und setzt einen Teil seines Geldes stets entsprechend ein.

Er nutzt seine finanzielle Kraft für eigene Manifestierung seiner Werte, beispielsweise indem er es in eigene Projekte investiert, als ein den Nihilismus bekämpfender Wertunternehmer und Kultpreneur, aber auch indem er andere Projekte, Unternehmer und Schöpfer fördert und unterstützt. Das führt im Laufe der Zeit zu einem großen Netzwerk aus Menschen mit zumindest sich überschneidenden Werten und Interessen – und dieses Netzwerk ist das genaue Gegenteil von Vereinsamung.

Der Sonnenwolf als Millionär wäre also nicht durch seinen Reichtum von der Welt getrennt, sondern würde seinen Reichtum als Mittel zur Errichtung und Erhaltung von Gemeinschaft rund um geteilte Werte nutzen. Er würde sein Glück, seinen Überfluss, mit ihm lieben Menschen teilen und so sich selbst und seine Welt voranbringen.

Wissen will geteilt werden

Und der Sonnenwolf als Gelehrter? Würde er sich mit all seinem Wissen verbittert von der Welt abwenden und den Nihilismus ungehindert sein Unwesen treiben lassen? Natürlich nicht. Er würde stattdessen versuchen, möglichst viele und möglichst kluge Schüler zu gewinnen, um so im Laufe der Zeit aus einem Funken ein mächtiges Feuer zu entwickeln, an dem sich Sinn-Suchende wärmen können.

Umso größer dieses Feuer im Dunkeln wird, desto mehr Ritter des Lichts wird es anziehen, und so bildet sich aus einem kleinen Kreis rund um zentrale Ideen im Lauf der Jahre eine ganze Schule. Eine Sonnenschule, in der Selbstschöpfertum gelehrt wird. Der Sonnenwolf als Gelehrter ist kein Phantast und ihm ist bewusst, dass die Masse sich immer für Brot und Spiele entscheiden wird; doch das bekümmert ihn nicht, denn er weiss, dass es auf die stolzen Wenigen ankommt, die unbeirrt vom Blöken der Herde nach Licht und Wahrheit streben.

Daher verbittert ihn die Lernverweigerung, Selbsttäuschung und Dummheit der Massen nicht und daher bereitet es ihm Freude, sein Wissen mit der Welt zu teilen, auch und gerade, wenn es nur eine kleine Schar besonders wohlgeratener Menschen interessiert. Seine innere Sonne strahlt aus sich und wärmt ihn selbst, daher wäre das Interesse der Herde für ihn eher Störfaktor als Bestätigung.

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