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007 in schwarz

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James Bond ist vermutlich der berühmteste Geheimagent auf der Kinoleinwand. Seit 1962 können wir den Doppelnullagenten auf seiner Mission begleiten. Im kommenden Jahr erscheint der 25. Film der Reihe. Während Bond einst vom kürzlich verstorbenen legendären Sean Connery verkörpert wurde, gibt es in “Keine Zeit zu Sterben” zumindest zu Beginn des Films eine markante Änderung: 007 wird weiblich und schwarz.

Lashana Lynch soll die berüchtigte Kennnummer tragen, während sich ihr Vorgänger James Bond, gespielt von Daniel Craig, am Anfang des Films noch im Ruhestand befindet. Die Macher der Agentenfilme gehen einen Schritt weiter im Kampf um soziale Gerechtigkeit und Quotenkompetenz. Dafür muss dann offenbar auch eine Kultfigur wie 007 hinhalten.

“Mit dem, was Nomi repräsentiert, wollte ich keine Chance verschwenden. Ich wollte zumindest einen Moment im Drehbuch haben, wo schwarze Zuschauer mit dem Kopf nicken – genervt von der Realität, aber froh darüber, dass ihr wirkliches Leben repräsentiert wird”, erzählt Lynch stolz im Interview mit “Harper’s Bazaar”.

Es ist wirklich überaus wichtig, dass sich ein PoC-Zuschauer mit den fiktiven Problemen eines fiktiven Charakters einer fiktiven Geschichte identifizieren kann. Das ist sicherlich unmöglich, wenn der Schauspieler keiner unterrepräsentierten Minderheitengruppe angehört, oder etwa nicht?

Auch wenn Daniel Craig alias James Bond in “Keine Zeit zu sterben” nach wie vor die Hauptrolle mimen wird, lässt diese markante “Neuerung” tief blicken. Es bleibt nur abzuwarten, wer in kommenden Filmen seine Nachfolge antritt und welcher missverstandenen Randgruppe damit eine Stimme gegeben wird.

0 Comments

  1. Inzwischen ist es ja so, dass sich SJW aufregen, wenn in einem Film über das europäische Mittelalter nicht ausreichend Schwarze vorkommen. Da wird dann schon einmal in einer BBC-Serie eine weiße Königin aus dem Spätmittelalter von einer schwarzen Schauspielerin verkörpert und die fehlende Authentizität wird einfach hingenommen. Hauptsache, dem Antirassismus wird Tribut gezollt. Normalerweise wäre mir die Hautfarbe von 007 egal- wenn sie zufällig entständen wäre- z.B. weil der geeigneteste Schauspieler eben zufällig schwarz gewesen wäre. Auch bei politischen Walen achte ich nicht auf das Geschlecht oder die ethnische Herkunft der Kandidaten, sondern auf das Programm, für das sie sich einsetzen.
    Aber weil ich weiß, dass es durch PC und eine fast schon zwanghafte "Quote" erzwungen wird, nervt es mich total. Künstler können bald keine freien Geschichten mehr erzählen, weil sie von jeder Minderheit mindestens eine möglichst überwiegend positiv besetzte Figur irgendwie einfügen müssen. Jeder Actionfilm muss also mindestens eine schwarze, eine weibliche, eine behinderte, eine transsexuelle, eine muslimische und eine homosexuelle Hauptfigur haben, damit sich niemand benachteiligt fühlt. Auch wenn der Film im Jahre 15.000 vor Christus in einer Steinzeithöhle in den Alpen spielt. Gleichzeitig darf natürlich keine Figur einem Klischee entsprechen, das heißt eine Frau als übermächtige Kriegerin ist erlaubt, als sanfte, zärtliche Mutterfigur darf sie aber nicht herhalten….. Mal ehrlich- ich gehe ins Kino, um mich zu amüsieren und abzulenken- und nicht um mich von linksradikalen Spinnern ideologisch umerziehen zu lassen! Allmählich reicht es! Die Politik ist dazu da, die mehrheitliche Meinung der Menschen in der Bevölkerung zu repräsentieren, aber nicht um eben diese Meinung nach eigenen Vorstellungen zu formen. Immer mehr Medienschaffende und Politiker verstehen sich als Volkserzieher! Da hätten wir die DDR auch behalten können.

  2. Wie, "nur" eine schwarze Frau!? Nicht noch muslimisch, alleinerziehend und im Rollstuhl? Mensch, Broccoli: Da wäre viel, viel mehr drin gewesen!

  3. Das klingt aber sehr stark nach einem Aufhänger der nach der Eröffnung des Films schon wieder aufgelöst wird. Trotzdem könnte man jetzt der Barbara vorwerfen sich doch noch dem Zeitgeist gebeugt zu haben, aber ich sehe das aus persönlichen Gründen komplett anders und das könnte eine weiße Pille für viele sein.

    Denn so doof es klingen mag trotz all der verrückten Phänomene des letzten Jahres war die effektivste rote Pille in meinem Bekanntenkreis die Serien-Verfilmung vom Hexer Geralt. Bei allen Altersgruppen der Betroffenen hat diese gleich stark angeschlagen und das weil diese Leute mit der Welt Geralts schon durch die Bücher und Spiele vertraut waren, bevor Netflix die Melanin-Dosis überlud.

    Kann sich da jemand überhaupt vorstellen wie es dann erst mit einer Institution wie dem bekanntesten britischen Geheimagenten der Welt vonstatten gehen wird?

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