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007 in schwarz

9. November 2020

James Bond ist vermutlich der berühmteste Geheimagent auf der Kinoleinwand. Seit 1962 können wir den Doppelnullagenten auf seiner Mission begleiten. Im kommenden Jahr erscheint der 25. Film der Reihe. Während Bond einst vom kürzlich verstorbenen legendären Sean Connery verkörpert wurde, gibt es in „Keine Zeit zu Sterben“ zumindest zu Beginn des Films eine markante Änderung: 007 wird weiblich und schwarz.

Lashana Lynch soll die berüchtigte Kennnummer tragen, während sich ihr Vorgänger James Bond, gespielt von Daniel Craig, am Anfang des Films noch im Ruhestand befindet. Die Macher der Agentenfilme gehen einen Schritt weiter im Kampf um soziale Gerechtigkeit und Quotenkompetenz. Dafür muss dann offenbar auch eine Kultfigur wie 007 hinhalten.

„Mit dem, was Nomi repräsentiert, wollte ich keine Chance verschwenden. Ich wollte zumindest einen Moment im Drehbuch haben, wo schwarze Zuschauer mit dem Kopf nicken – genervt von der Realität, aber froh darüber, dass ihr wirkliches Leben repräsentiert wird“, erzählt Lynch stolz im Interview mit „Harper’s Bazaar“.

Es ist wirklich überaus wichtig, dass sich ein PoC-Zuschauer mit den fiktiven Problemen eines fiktiven Charakters einer fiktiven Geschichte identifizieren kann. Das ist sicherlich unmöglich, wenn der Schauspieler keiner unterrepräsentierten Minderheitengruppe angehört, oder etwa nicht?

Auch wenn Daniel Craig alias James Bond in „Keine Zeit zu sterben“ nach wie vor die Hauptrolle mimen wird, lässt diese markante „Neuerung“ tief blicken. Es bleibt nur abzuwarten, wer in kommenden Filmen seine Nachfolge antritt und welcher missverstandenen Randgruppe damit eine Stimme gegeben wird.

Reinhild Boßdorf

Reinhild ist bei der Fraueninitiative "Lukreta" aktiv und betreibt einen eigenen YouTube-Kanal. Ihre Themen sind moderner Feminismus, importierte sexuelle Gewalt und Weiblichkeit. Sie bewegt sich meist in heteronormativ-sexistischen Kreisen, backt gerne Kuchen und wird von linken Steuergeldprofiteuren als “unauffällig, aber zentral für das rechte Netzwerk” beschrieben. Nach Bestnoten aus der Redaktion entschied sie sich schließlich für dieses Profilbild.


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