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Quelle: Screenshot "Lisa Licentia"

Licentia zur Primetime

28. September 2020

Heute Abend ist es so weit – endlich bekommen wir im Prosieben-Spezial die Reportage „Rechts. Deutsch. Radikal“ zu Gesicht. Um 20:15 wird Thilo Mischkes neue Folge „Uncovered“ ausgestrahlt. Nachdem er zuvor unter anderem in Mali über den Einsatz der Bundeswehr und in El Salvador über Gangs berichtet hatte, recherchierte er nun 18 Monate lang, um über Rechtsradikalismus in Deutschland sprechen zu können, ein wirklich außergewöhnlich reißerisches Thema für einen investigativen Journalisten.

Gezeigt wird ein etwa zweistündiger Film, indem von der AfD über PEGIDA die Identitäre Bewegung bis hin zur Splitterpartei „Die Rechte“ und der NPD offenbar alles vermengt wird, was rechts des etablierten politischen Sperkrums aufzufinden ist. Neben filmischen Eindrücken von Rechtsrock-Konzerten in Thüringen und´Demonstrationen in Dresden wurde auch der NRW-Landesvorsitzende von „Die Rechte“ interviewt.

Das „Highlight“ der Dokumentation soll das Gespräch mit der ehemals rechten „Szene-YouTuberin“ Lisa Licentia sein. Unter Tränen soll sie heute berichten, wie sie zum Spielball der Rechten geworden sei und selbst Opfer von „Hass“ und Drohungen wurde. Obwohl sie erst im Juni ihren „Ausstieg“ aus der rechten Szene bekannt machte, war die junge Frau offenbar bei einem Gespräch mit einem AfD-Funktionär für ProSieben verkabelt und will diesem brisante Sätze entlockt haben. Es lässt sich also, wie schon zuvor mutmaßen, dass ihr Weg nicht ganz so plötzlich ins „Aussteigerprogramm“ führte. Nachdem ihre Abonenntenzahlen auf YouTube rasant zurück gingen, findet die junge Frau nun endlich eine große Bühne, um ihrem Kampf gegen Sexismus, Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus gerecht zu werden.

Lassen wir uns überraschen, welche brisanten Enthüllungen uns diesmal erwarten.

Reinhild Boßdorf

Reinhild ist bei der Fraueninitiative "Lukreta" aktiv und betreibt einen eigenen YouTube-Kanal. Ihre Themen sind moderner Feminismus, importierte sexuelle Gewalt und Weiblichkeit. Sie bewegt sich meist in heteronormativ-sexistischen Kreisen, backt gerne Kuchen und wird von linken Steuergeldprofiteuren als “unauffällig, aber zentral für das rechte Netzwerk” beschrieben. Nach Bestnoten aus der Redaktion entschied sie sich schließlich für dieses Profilbild.


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