Ein Bundeskongress der Kompromisse?

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Am vergangenen Wochende fand im hessischen Volkmarsen der Bundeskongress der Jungen Alternative Deutschland statt. Trotz strenger Corona-Auflagen kamen fast 300 wahlberechtigte Mitglieder der AfD-Parteijugend zusammen, um ihren neuen Bundesvorstand zu wählen.

Carlo Clemens aus Nordrhein-Westfalen und Marvin Neumann aus Brandenburg kandidierten gemeinsam als Doppelspitze und sind seit Samstag gleichberechtigte Co-Bundessprecher der womöglich einzigen oppositionellen Partei-Jugendorganisation Deutschlands.

Beide Personalien stehen symbolisch für die verschiedenen politischen Strömungen und bilden den Konflikt zwischen West- und Ostpartei ab. “Die Gräben innerhalb der JA sind da und sie wurden an diesem Wochenende auch nicht zugeschüttet”, so die Einschätzung Carlo Clemens. Dennoch freut er sich über seine Wahl zum Vorsitzenden und möchte die Doppelspitze mit Marvin Neumann “als Auftrag für einen nachhaltigen Kulturwandel in der JA verstehen”.

Programmatische Vorstöße, mediale Angebote, aber auch das Schlichten interner Konflikte sind seine Bestrebungen für die kommende Amtszeit. Auch Marvin Neumann freute sich über seine erfolgreiche Wahl und blickt der Arbeit im neuen Bundesvorstand trotz Hin und Her am Wochenende positiv entgegen:

“Ich bin der Überzeugung, dass wir unterm Strich einen sehr guten Vorstand gewählt haben mit bewährten Leuten und frischen neuen Gesichtern, zu denen ja auch ich gehöre”, so Neumann.

Ihm ist es wichtig, die Rolle der Parteijugend auszubauen und inhaltlich mehr auf die Mutterpartei einzuwirken. “Das Ziel ist, eine bessere AfD von morgen zu sein”.

Beide Co-Sprecher wollen die Organisation ästhetisch und inhaltlich professionalisieren und durch eine starke Jugend die Zukunft der Partei mitprägen. Auch im kommenden Wahlkampf für die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und die Bundestagswahl wünscht sich Carlo Clemens eine aktive JA, die mitmischt.

Ihm ist es außerdem wichtig innerhalb der Mutterpartei Debatten anzustoßen und zu konkretisieren. “Die AfD braucht eine geopolitische europäische Vision, die über einen bloßen DEXIT hinaus geht. Da müssen wir liefern!”

1 Comment

  1. " Verschiedene politische Strömungen; die Gräben sind da – auch nicht zugeschüttet; als Auftrag für nachhaltigen Kulturwandel verstehen, aber die Gräben bleiben?
    Vorstöße, Angebote, Schlichten – der Eine. Überzeugung, unterm Strich guter Vorstand, bewährte Leute, frische Gesichter, ausbauen, einwirken, bessere Partei von morgen – der andere. Beide wollen " ästhetisch " und inhaltlich professionalisieren, starke Jugend, Zukunft der Partei, anstossen, konkretisieren, mitmischen, geopolitische europäische Vision, die über einen bloßen Dexit hinaus geht, müssen liefern.
    Bis auf das mit dem Dexit so austauschbar, das hätte von jeder Partei-Jugend kommen können. Phrasen dreschen, Worthülsen produzieren, NICHTSSAGEND, Geschwätz eben. Söhne aus gutem Hause, Abi, vll. schon akad. Titel? Angehende Juristen? Hat einer von denen schon mal mehrere Jahre handfest gearbeitet? Zum Bruttosozialprodukt beigetragen? Leute die sagen was sie denken…. UND HANDELN? Meine Vermutung: Fehlanzeige. Sie wollen sich wie alle anderen profilieren, einen Sessel ergattern und diesen bis aufs Messer verteidigen. Zu Ihrem, nicht zum Volkes Wohle. Auch die AfD hats wohl verk..ckt. Nun gut; die Sprüche der Leute sind so austauschbar, wie es jede andere Partei (-Jugend ) hätte sein können. Wir werden wohl mit der ersten grünen Kanzlerin leben und sterben müssen, da die beiden ( Laschet und Söder ) mit ihrem Schauspiel der Uneinigkeit die Bürgen des Landes, die, den Baerbock zum Gärtner machen. Abwärts immer, aufwärts nimmer – in Anlehnung an so`n DDR-Spruch.

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