Schrödingers Jesus und die lebensverändernde Realität der Auferstehung

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1.Kor 15,19 „Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendsten unter allen Menschen.“

An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu Christi. Dies ist den meisten Menschen mit basalem Verständnis der christlichen Religion bekannt. Die Meinungen dazu inwiefern es sich dabei um einen Mythos oder eine Tatsache handelt gehen auseinander.

In unseren postrationalistischen Zeiten möchte sich allerdings kaum jemand auf eine Diskussion einlassen und es bleibt bei einem „es ist doch schön, wenn dir dein Glaube hilft.“. Religion ist in Ordnung, solange sie nicht zu radikal ist und einem das Leben angenehmer macht, so kann man wohl die Meinung vieler Zeitgenossen zusammenfassen.

Das Christentum darf als Teil der abendländischen Kultur und als Wertelieferant gerne weiterexistieren, solange es nur nicht zu nahe kommt und sich in unser Leben einmischt. So lange der Jesus der Christen mit seiner Biografie einfach eine Vorlage für die kompositorischen Meisterwerke von Bach war und ein Vorbild für den großen Deutschen Martin Luther, sind wir damit einverstanden.

Ob Jesus auferstanden ist oder nicht lassen wir offen, weil es uns gleichgültig ist und er ist ein bisschen wie Schrödingers Katze: Gleichzeitig lebendig, wenn wir einen Trost für nach dem Tod brauchen, aber dann doch auch tot wenn wir ansonsten befürchten müssten, dass sich seine Auferstehung auf unser Leben auswirkt.

Ein solcher Glaube wäre allerdings für den Apostel Paulus nicht besonders viel wert. Für ihn ist der Glaube an die Auferstehung Jesu Christi das Zentrum seines Lebens und seine größte Hoffnung. Paulus war eben kein Kulturprotestant, sondern ein leidenschaftlicher Nachfolger Jesu der für seinen Glauben: Gewalt, Ablehnung, Gefangenschaft und jede Menge Hass in Kauf genommen hat.

Für ihn ist die Auferstehung Jesu Christi die alles verändernde Realität die sein Leben auf den Kopf gestellt hat und diese verdrehte Welt eines Tages vom Kopf auf die Füße stellen wird. Das ist es worum es an Ostern geht. Nicht nur um den Gedanken, dass es vielleicht eventuell noch mehr geben könnte nach dem Tod, sondern die feste Zuversicht, dass der Tod bereits überwunden wurde.

Der alte Spruch „es ist noch keiner zurückgekommen“ stimmt eben nicht! Seit 2000 Jahren berichten Christen das Gegenteil, von den Augenzeugen des ersten Jahrhunderts (von denen es im übrigen über 500 gab) bis zu den Menschen die heute ein Leben mit Jesus leben.

Ich rede dabei nicht vordergründig von denjenigen Christen, die ihr Christsein als Teil ihrer kulturellen Identität sehen, oder der Meinung sind, dass die Kirche eine gutes Instrument ist um ihre politischen Interessen durchzusetzen. Auch wenn das letztere bedauernswerterweise viel zu oft zutrifft, offenbaren sie mit ihrer Einstellung den persönlichen und lebensverändernden Charakter des Lebens in der Nachfolge des Auferstandenen vollkommen verschlafen zu haben.

Ich rede von den Christen, die in Nordkorea ihren Freunden von Jesus erzählen, weil sie es nicht verschweigen können, dass es eine Hoffnung gibt und nicht verantworten wollen, dass diese das ewige Leben verpassen. Menschen die sich ins Gefängnis und schlimmere Orte stecken lassen, weil sie es nicht lassen können von dem zu reden, was ihr Leben ein für alle mal verändert hat.

Ich rede von Christen die sich in muslimischen Ländern durch eine Begegnung im Traum oder auf andere Weise zu Jesus bekehren und von ihren muslimischen Verwandten gehasst und verfolgt werden. Diese Menschen sind ein Beispiel der lebensverändernden Kraft der Auferstehung.

Sie bezeugen mit ihren Worten und ihrem Leben, dass Jesus lebendig ist und sich weder in einer Höhle in der Nähe von Jerusalem, noch in den relativistischen Vorstellungen von Menschen einsperren lässt, denen er eigentlich gleichgültig ist. Um es in aller Deutlichkeit zu sagen: Wenn dein Glaube an die Auferstehung Jesu Christi nicht dein Leben verändert, dann fehlt etwas daran!

Natürlich müssen Christen in Deutschland keine Minderwertigkeitskomplexe entwickeln, weil sie nicht verfolgt werden. Aber das feste Zeugnis der Auferstehung sollte man von uns schon erwarten dürfen. Auch die Liebe zu unseren Mitmenschen, die verlangt, dass wir ihnen dieses Zeugnis nicht vorenthalten und die Prioritätenverschiebung die sich ganz logisch daraus ergibt, wenn wir wirklich daran glauben, dass unser Leben eine Ewigkeitsperspektive hat folgen eigentlich aus diesem Glauben. Die Auferstehung ist eine Realität. Jesus lebt! Lassen wir zu, dass das unser Leben verändert?

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