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Gendergerechter Profifußball

24. Mai 2021

Widmen wir uns wieder den wichtigen Themen dieser Zeit: dem Kampf für Geschlechtergerechtigkeit. Natürlich hätten privilegierte Frauen wie die TV-Moderatorin Gaby Papenburg oder die ehemalige Nationalspielerin Katja Kraus an dieser Stelle die Möglichkeit, ihre Stimme für die Allgemeinheit der Frauen zu erheben.

Doch wo kämen wir auch hin, wenn prominente Frauen ihren Status nutzten, um im feministischen Kampf keine Nischenthemen zu bedienen und tatsächlich etwas Alltägliches zu verändern. Deswegen ist auch diesmal die Forderung ganz klar: Deutschland braucht eine Frauenquote im Profifußball.

In einem Konzeptpapier formulierten insgesamt neun Frauen acht zentrale Fußball-Regeln, um ihre klare Botschaft zu untermauern. „So wie bisher soll es im Profifußball keineswegs weitergehen“, hieß es in der Zeit. Nun ist der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gefragt, dies im Sinne der Gleichberechtigung umzusetzen.

Für die Initiatoren rund um die Kommentatorin Claudia Neumann und die Ex-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus-Webb ist ganz klar, dass sich im Kampf gegen das Patriarchat nur dann etwas ändern lässt, wenn es eine verbindliche Quote in Führungspositionen bei Fußballverbänden gibt.

Bis 2024 sollen diese laut Konzeptpapier mit mindestens 30 Prozent weiblichem Personal besetzt werden. Natürlich soll auch eine Gehaltstransparenz zwischen Männern und Frauen hergestellt werden. Außerdem braucht es geschlechtergerechte und diskriminierungsfreie Sprache, damit sich auch die letzte Frau oder der/die letzte nicht-binäre Fußballspieler*in auf dem Platz nicht benachteiligt fühlt und vor lauter Schockstarre über ein womöglich fehlendes Binnen-I in ihrer Leistung versagt.

Nach dem kürzlichen Rücktritt des DFB-Präsidenten Fritz Kelller steckt der größte Sportfachverband der Welt in einer Krise. Doch auch dafür haben die Frauen eine Antwort. Für Gaby Papenburg wäre Katja Kraus die perfekte Kandidatin als neue DFB-Präsidentin.

„Der Fußball funktioniert bislang nach eigenen Regeln, und es gibt jetzt erstmals Druck von außen. Den wollen wir erhöhen – und haben für unsere Forderungen 2024 als Ziel gesetzt“,

so Katja Kraus, die sich zwar nicht aufdrängen wolle, aber ihre Forderung nach Veränderung sei schließlich auch eine Verpflichtung. Nämlich jene, den Mann auch noch um seinen Fußball zu bringen.

Reinhild Boßdorf

Reinhild ist bei der Fraueninitiative "Lukreta" aktiv und betreibt einen eigenen YouTube-Kanal. Ihre Themen sind moderner Feminismus, importierte sexuelle Gewalt und Weiblichkeit. Sie bewegt sich meist in heteronormativ-sexistischen Kreisen, backt gerne Kuchen und wird von linken Steuergeldprofiteuren als “unauffällig, aber zentral für das rechte Netzwerk” beschrieben. Nach Bestnoten aus der Redaktion entschied sie sich schließlich für dieses Profilbild.


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