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Giffey? Da geht noch mehr!

20. Mai 2021

Beeindruckend, ja wirklich! Franziska Giffey ist jetzt also tatsächlich zurückgetreten. Gerade einmal schlappe zwei Jahre nach Aufdeckung ihres Plagiats räumt die nicht-mehr-Dr. rer. pol. also das Bundesministerium für Familie und Gedöns.

Dass ihre Dissertation Ungereimtheiten aufwerfen würde, war klar, trägt sie doch den vielsagenden Titel: Europas Weg zum Bürger – Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft.

Wer jetzt voll Gram die Hände gen Himmel streckte und klagte, dass der Bundesrepublik im Allgemeinen und der Sozialdemokratie im Speziellen wegen autistischer Korinthenkackerei eine weitere unersetzliche Fachkraft abhanden gekommen sei, kann aber erleichtert aufatmen.

Über den digitalen Volksempfänger verkündet die von den patriarchalisch geprägten Zwängen des Doktorgrades befreite Mamsell:

Oh, das wird die Bewohner der alimentierten Schrottkolonie Berlin freuen, dass sie sich auf Franziska Giffey verlassen können. Überhaupt kann sich das in der Brandenburger Steppe gelegene 3,6 Millionen-Einwohner-Dorf auf vieles verlassen:

Zum Beispiel darauf, dass sich seine politische Führung auch weiterhin aus abgehalfterten DDR-Schranzen und korrupten Genossen zusammensetzen wird.

Oder darauf, dass die städtischen Verwahranstalten für Kinder und Jugendliche auch weiterhin zuverlässig Bildungsverlierer ohne Berufsaussichten produzieren, denen sich dann Giffeys Partei als Kämpfer “für soziale Gerechtigkeit“ anempfiehlt.

Nein, genug der Häme. Franziska Giffey hat “Geradlinigkeit“ bewiesen… das glaubt zumindest Genossin Saskia Esken:

Hachja, ich liebe diese Floskeldrescherei der Genossen, wenn es mal wieder darum geht, einen ihrer demaskierten Betrüger als Heiligen weißzukalken. Lust auf mehr? Bitte:

Die “Vizin“ sieht in Giffeys Abgang also “Stil und Größe“. Nein, liebes Fräulein Mast, sie haben “beschämend und asozial“ falsch geschrieben. In sozialdemokratischer Manier hat Giffey betrogen und gelogen. Sie hat sich einen akademischen Titel erschwindelt und damit mal wieder gezeigt, was die Politiker von den Bildungseinrichtungen dieses Landes halten.

Am Frauentag, das Datum vergesse ich immer, ließ sie sich in orangener Kluft beim Mülltonnenschieben ablichten. Nach ein paar Stunden waren sie und die Reporterschranzen verschwunden. Die echten Arbeiter hatten wieder ihre Ruhe. Wieso können die Giffeys dieser Republik sich nicht auch genau so lautlos aus der Politik verkrümeln.

Friedrich Fechter

Fechter studiert im Herzen Deutschlands und muss sich an seiner linksversifften Universität den typischen Gängelungen aussetzen. Er interessiert sich für Kunst, Geschichte und ist Meister der Halbsätze. Als Fechter das erste Mal ein Cover der Krautzone sah, hielt er das pixelige Layout für eine durchtriebene Werbestrategie. "Bestimmt", dachte er sich beim Durchblättern, "hier sind verschlagene Profis am Werk."


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