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Mein Haus ist meine Burg

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”Lange Zeiten der Ruhe begünstigen gewisse optische Täuschungen. Zu ihnen gehört die Annahme, daß sich die Unverletzbarkeit der Wohnung auf die Verfassung gründe, durch sie gesichert sei. In Wirklichkeit gründet sie sich auf den Familienvater, der, von seinen Söhnen begleitet, mit der Axt in der Tür erscheint.”

Diese Passage aus Ernst Jüngers Der Waldgang reduziert rechtes Denken auf seine Kernpunkte. Familie und Eigentum, man könnte im weiteren Sinne auch von Wehrhaftigkeit und Freiheit sprechen.

In Hamburg hat der frisch gewählte Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz (Grüne, was sonst?) den Beschluss verkündet, in seinem Bezirk Hamburg-Nord keinen Bau von Einfamilienhäusern mehr zuzulassen.

Der Grund: Das Einfamilienhaus nehme zu viel Platz weg, auf der selben Fläche ließen sich mit Blick auf die Wohnblöcke in Hamburg-Mümmelsberg mehr Menschen unterbringen.

Werner-Boelzes Vorstoß verläuft exakt nach demselben Muster, wie das vor Jahren angeleierte Verbotsvorhaben von Dieselmotoren: Ein überaus vielschichtiges Problem, wie die Bebauung in urbanen Ballungsräumen (beim Dieselverbot: die CO2-Messwerte), wird zu einem Katastrophenfall hochgespielt (Platzmangel!, Klimakiller-Gas!) und ein Schuldiger wird schnell ausgemacht (das Einfamilienhaus!, der PKW!).

Der grüne Bezirksamtsleiter mag jetzt noch etwas Gegenwind erhalten. Aber wie jeder linke Vorstoß wird auch hier zunächst ausgekundschaftet, wie weit man gehen kann. Die bundesweite Debatte um das Verbot von “ineffizienten“ Einfamilienhäusern wird kommen, das ist sicher. Der Bürger als entrechtete Konsum- und Arbeiterdrohne, eingepfercht im multikulturellen und klimaneutralen Wohnsilo – der sozialistische Traum wird langsam wahr.

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