exc-604efdf2c0df6d442f7202e3

Linke Gewalt? Gibt es nicht.

2 Min lesen

“Rechtsextremismus fängt da an, wo Gewalt als legitim betrachtet wird.” Am vergangenen Donnerstagmorgen klingelt es bei Paul Rzehaczek im sächsischen Eilenburg an der Tür. Der 30-Jährige ist Familienvater und Vorsitzender der NPD-Jugendorganisation “Junge Nationalisten”. Hinter der Tür stehen mehrere Vermummte in Polizeiwesten.

Gewaltsam dringen sie in die Wohnung ein und bringen Rzehaczek zu Fall. Mit einem Hammer zertrümmern sie dem am Boden liegenden Opfer beide Fußgelenke. Zusätzlich schlagen sie ihm gegen den Kopf und besprühen ihn mit Reizgas.

Wenig später lassen die Täter von ihm ab und flüchten. Der junge Mann landet anschließend schwer verletzt im Krankenhaus. Die Ermittler vermuten, dass es sich bei den Tätern um Linksextreme handle. Nun ermittelt die “SoKo LinX” des Landeskriminalamtes Sachsen.

Der Fall schockiert auf vielen Ebenen. Nur wenige etablierte Medien berichteten über das Geschehen. Die Politiker der Altparteien schweigen komplett. Linke “Rechtsextremismusexperten” müssen sich auch dieses Mal für nichts rechtfertigen.

Und wieso auch? Rechte, ganz egal welcher Parteiangehörigkeit, sind im öffentlichen Diskurs nichts weiter als Dreck, den es zu beseitigen gilt. Heute NPD und Afd, morgen dann CDU und FDP. Wer rechts ist, bestimmen die Linken.

Während jeder 16-jährige Wahlkampfhelfer der AfD ständig mit “Gewalt von Rechts”, Hanau oder dem NSU konfrontiert wird, fallen solche Verbrechen unter den Tisch. Inzwischen ist es für rechte Politiker und Vorfeldaktivisten Gang und Gäbe im Freundes- und Bekanntenkreis von beschmierten Hausfassaden, abgefackelten Autos oder Verletzten zu hören.

Trotzdem gibt es keinen Aufschrei, keine zusätzlichen Mittel gegen Links und nur in den wenigsten Fällen werden die Täter gestellt.

Es ist auch im Fall Rzehaczek egal, welcher Partei er angehört. Der brutale Angriff gegen ihn ist ein Angriff gegen uns alle. Während sich etliche nun sicher die Frage stellen, wen es als nächsten trifft, müssen wir viel eher an uns arbeiten und einen ordentlichen Rückhalt in den eigenen Reihen schaffen. Mut und Solidarität, das ist das Gebot der Stunde.

Die Honigwabe hat den Vorfall aufgegriffen und hier thematisiert.

0 Comments

  1. Nun ist es aber so, dass die NPD- anders als die AfD- durchaus auch selbst durch eigene Schlägertrupps Gewalt ausübt bzw. ausüben lässt. Die sog. "Kameradschaften" sind der gewalttätige Arm der NPD, auf die sie – ähnlich wie die Grünen und Linken auf die Antifa- durchaus zurückgreifen. Da weiß ich wirklich nicht mehr, wer da gefährlicher ist oder mit der Gewalt angefangen hat. Sowohl NS – Deutschland als auch die DDR waren Unrechtsstaaten wobei der NS- Staat mir sogar noch grausamer erscheint als selbst die DDR.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.