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Im Osten was Neues

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Nach einer Woche voller Drohungen, Spekulationen und Kriegsszenarien scheint sich die Lage in und um die Ukraine zu entschärfen. Russland hat verkündet, dass es seine Manöver in Kürze beenden und die Truppen abziehen würde.

Diese hatten in der Zwischenzeit über 100.000 Mann entlang der ukrainischen Grenze und auf der Halbinsel Krim betragen. Die ukrainische Regierung hatte noch am Mittwoch ein Gesetz verabschiedet, welches die vereinfachte Einberufung von Reservisten ermöglicht. Auf eine Mobilmachung verzichtete die Ukraine trotz der angespannten Lage, wahrscheinlich wollte man in Kiew die Eskalation nicht noch weiter vorantreiben.

Und das war nicht dumm. Die ukrainische Staatsführung weiß, dass sie sich im Zweifel eben nicht auf ihre Verbündeten verlassen kann. Die NATO wird keinen Soldaten für die Befriedung des Donbass oder die Rückeroberung der Krim opfern – schon gar nicht, wenn der Gegner über Nuklearwaffen verfügt und diese in seine Verteidigungsdoktrin fest eingebunden hat.

Professor Gunnar Heinsohn verwies in den letzten Tagen auf einen weiteren beachtenswerten Umstand: Die Kriegsdemograpgie. Weder Russland, noch die Ukraine können sich die horrenden Opferzahlen eines offfen ausgetragenen Konflikts leisten. Die Geburtenzahlen sind in beiden Ländern niedrig. Nicht die dritten oder vierten Söhne würden fallen, sondern oftmals die ersten und einzigen.

Wenn in den nächsten Tagen und Wochen die Panzer und Lastkraftwagen wegrollen, bleiben die alten Fragen offen: Was wird aus der Wasserversorgung der Krim? Was wird aus den abtrünnigen Ostgebieten? Was wird aus dem NATO-Beitritt der Ukraine?

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