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Deutschland kämpft an allen Fronten!

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Deutschland hat eine “Ausgangssperrenphobie”. So lautete zumindest ein Kommentar des WDR 5, nachdem der Unmut über die Erneuerung des Infektionsschutzgesetzes und die Bundesnotbremse größer wurde. Worüber regen sich die Leute denn auch auf?

Wenn abends die Tagesschau und sonntags der Tatort vorbei ist, gibt es doch eh keinen Grund mehr sich vom Sofa zu erheben und zwischen 22 und 5 Uhr das Haus zu verlassen. Darüber hinaus haben wir ja schon eine ganze Stunde geschenkt bekommen, denn ursprünglich sollte die nächtliche Ausgangssperre schon um 21 Uhr beginnen.

Außerdem ist körperliche Bewegung im Freien sogar bis 24 Uhr gestattet. Wer also das Bedürfnis hat um diese Zeit noch joggen zu gehen, kann seinem Hobby nachkommen. Selbstverständlich ohne Begleitung, schließlich darf ja niemand gefährdet werden. Vor allem Frauen sollten sich über diese Großzügigkeit der Bundesregierung freuen. Selten wird es einfacher sein die eigene Geschwindigkeit und Leistung zu überbieten, als abends im Dunkeln alleine in verlassenen Parks.

Doch nicht nur die nächtliche Ausgangssperre sorgte für Unbehagen. Auch die Dauerschließung von Kultureinrichtungen, Läden und Gastronomie sowie die eingeengte Berichterstattung der Mainstreammedien animierte mehr als 50 Schauspieler zur Veröffentlichung satirischer Videos.

Unter dem Slogan #allesdichtmachen bedankten sich Prominente wie Heike Makatsch, Jan Josef Liefers und Wotan Wilke Möhring überspitzt bei der Bundesregierung, um ihre Kritik an den verfehlten Corona-Maßnahmen kund zu tun. Doch schon nach wenigen Stunden löschten die ersten Teilnehmer der Kampagne ihre Videos und distanzierten sich von ihren Aussagen, um bloß nicht mit rechten Verschwörungstheoretikern und vermeintlichen Corona-Leugnern in eine Ecke gestellt zu werden. Mut und “mood” sind eben doch nicht das Gleiche.

Während beinahe alle europäischen Staaten die coronabedingten Maßnahmen lockern, folgt in Deutschland endlich der richtige “Wellenbrecherlockdown”. Oder war es doch der “Brückenlockdown”. Zumindest bleibt weiterhin alles zu und somit irgendwie alles beim Alten.

0 Comments

  1. "Ausgangssperrenphobie" – den Erfindern neuer Krankheiten mangelt es nicht an Fantasie. Mir auch nicht: ich hätte da noch ein paar Vorschläge:
    – Hausarrestphobie
    – Gefängnisphobie
    – Sozialismusphobie
    – Diktaturphobie

  2. Man kann das mit der "Phobie" auch nehmen, um 180 Grad drehen und in die Gegenrichtung schießen, wie wär es mit "Freiheitsphobie", "Grundgesetzphobie". Ein Beispiel: IM Erika leidet an einer chronischen Grundgesetzphobie, erschwerend kommt ihre Farballergie hinzu, besonders bei den Farben schwarz, rot und gold.

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