Der 1. Februar ist ein Tag wie jeder andere auch. Aber irgendwie nicht ganz, denn Dank der in New York lebenden Muslima Nazma Khan wird am heutigen Tag seit 2013 international das Kopftuch zelebriert. Mittlerweile veranstalten รผber 140 Lรคnder den „World Hijab Day“.
Das Event soll Verstรคndnis fรผr glรคubige Muslimas schaffen und Frauen mit unterschiedlichstem religiรถsen Hintergrund dazu ermutigen den „Hijab“ auszuprobieren und fรผr sich zu entdecken. So wรผrden Vorurteile beseitigt und das Stigma der unterdrรผckten muslimischen Frau aufgehoben, heiรt es.
Wรคhrend der 1. Februar vor allem im Westen als Zeichen der „Awareness“ und Kultursensibilitรคt gefeiert wird, sind es muslimische Frauen aus Nahost und Saudi Arabien, die Alarm schlagen, rebellieren und sich zum „NoHijabday“ ihres Schleiers entledigen.
Auch in Europa sind Hijab und Vollverschleierung inzwischen eine Alltagserscheinung. Obwohl einige Frauen aus dem arabischen Raum auf die Gefahren der unterdrรผckten Frau und die meist archaische Prรคgung muslimischer Mรคnner aufmerksam machen, treten etliche postmoderne Feministinnen das Leid jener Damen mit Fรผรen und erklรคren das Kopftuch zu einer Art Modeaccessoire.
Anlรคsslich des „WorldHijabDay“ hielten franzรถsische Aktivistinnen gestern eine Aktion in Paris ab. „Die Franzรถsinnen in 50 Jahren?“ war der Spruch, der das Banner der rund vierzig Aktivistinnen zierte. Allesamt waren die Mรคdels vom „Collectiv Nemesis“ vollverschleiert und posierten in Nรคhe des Eiffelturms. Eine Szenerie, die sowohl makaber wie beรคngstigend wirkt. #NoHijabDay

