Hauptziel des rechten Lagers ist der Erhalt der ethnokulturellen Identitรคt. Defensiv bedeutet das die Verhinderung von demografischen Kipppunkten, jenseits derer die Gestaltungsmacht nicht mehr in deutscher Hand lรคge und alles zur Verhandlungssache zwischen verschiedenen ethnischen Blรถcken wรผrde. Diese Prioritรคtensetzung stellt den einenden Kitt zwischen allen Nationalen und Liberalen, allen West-Falken und Antiimperialisten sowie Angehรถrigen diverser anderer gegensรคtzlicher Pole der rechten Szene dar, die sich ihr zu Recht zuordnen. Alles jenseits dieser Frage ist Diskussionsgegenstand.
Diesen Konsens (und damit das rechte Lager) verlรคsst, wer andere Anliegen รผber die Demografie stellt. Und weil darรผber weitestgehende Einigkeit herrscht, versuchen jene, denen daran gelegen ist, eine neue Hauptprioritรคt gegen Remigration durchzusetzen, es in der Regel โhintenrumโ: Nicht gegen, sondern wegen. Man knรผpft sein Hauptanliegen an unseres, entweder als Vorbedingung fรผr dessen Erreichung oder, wie beim gerade begonnenen Irankrieg: Man zeichnet einen neuen โeigentlichen Verursacherโ des Migrationsproblems jenseits unserer Herrscher. Damit soll der Kampf gegen ihn zum gefรผhlten eigentlichen Remigrationskampf werden. Weniger gestelzt: Wir werden eingespannt.
Die reichweitenstรคrksten rechten Medien befinden sich allesamt, sowohl finanziell als auch die Weltanschauung der meisten Autoren betreffend, in stramm amerika- und israelfreundlicher Hand. Bei groรen, emotional aufwรผhlenden Ereignissen wie zunรคchst dem Ukraine- und jetzt dem Irankrieg ist man inzwischen fast schon daran gewรถhnt, genau solche Vereinnahmungsversuche von ihnen zu beobachten.
So titelte der Chef von โApollo Newsโ gestern von der โSchicksalsfrage unserer Zeitโ, bei der es โmehr zu gewinnenโ gebe als โjemals seit dem Fall der Berliner Mauerโ. Der meistgelesene โJFโ-Artikel heiรt am heutigen Morgen โDie AfD-Fรผhrung versagt in einer historischen Stundeโ und urteilt das nรผchterne Statement der Parteispitze theatralisch ab: Seit dem Ausscheiden eines ehemaligen โMenschenrechtssprechersโ der Partei interessiere sich โso gut wie keiner in der AfD fรผr das Leid der Menschen im Iran. Die Trump-Regierung schon. Sie wuรte sehr wohl, wer der weltgrรถรte Sponsor des islamischen Terrorismus (…) war.โ
Deshalb sei die โwirtschaftliche Destabilisierungโ des Iran โ der Grundstein der Protestwellen, auf die aufbauend man nun das iranische Staatskonstrukt militรคrisch zerschlagen will โ so fabelhaft gewesen: Trumps Finanzminister Bessent habe dieses โHandwerk 20 Jahre lang bei George Soros gelerntโ. Na, wenn das kein Vertrauen erweckt, dass hier 12.000 Kilometer entfernt wirklich rechte Kernanliegen durchgesetzt werden. Aber das ist ein anderes Thema.
Was hier zwar angedeutet, aber nicht ausformuliert wird: Der Irankrieg sei entscheidend fรผr importierte Probleme wie Islamisierung. Bereits implizit vorgesetzt entfaltet dieser Kniff nachhaltige Wirkung, wie auf sozialen Medien zu sehen ist, wo rechte Irankrieg-Befรผrworter reflexhaft anfรผhren, der Iran stecke hinter unserer รberfremdung sowie dem Islamismus der Migranten, weshalb das Genick der Mullahs zu brechen eine ernsthafte Linderung oder sogar Lรถsung dieser Probleme verspreche.
โNIUSโ-Chef Reichelt wiederum wird sogar explizit: In einem Kommentar, dessen Titel fast identisch mit dem eines weiteren Apollo-Artikels ist (Reichelt: โWenn die AfD plรถtzlich klingt wie die kleine Annalena auf dem Kirchentagโ, Apollo: โBaerbock und AfD im Gleichklangโ), werden innerdeutsche Clans, Islamisierung, Terrorismus, migrantischer Drogenhandel, die Migration selbst sowie die Entstehung migrantischer Parallelgesellschaften auf die Mullahs zurรผckgefรผhrt, deren Beseitigung fรผr alles Genannte โรผberragend wichtigโ sei โ alles in gut 300 Wรถrtern. Um das hinzukriegen, muss man vermutlich Axel-Springer-Schulungen durchlaufen haben. Einige Zitate:
โWenn die AfD ihren Frieden mit dem Islamismus macht, ist ihre Anti-Migrations-Weltanschauung wenig glaubhaft.โ
Du musst den Mittleren Osten militรคrisch vom Islam โbefreienโ wollen, ansonsten kannst du nicht gegen den von der eigenen Regierung organisierten Massenimport dortiger Muslime in deine sรคchsische Kleinstadt sein. Das Anliegen, dass deine siebenjรคhrige Tochter nicht wegen ihrer Muttersprache, ihrem Pausenbrot und ihrer Kleidung gemobbt werden soll, bis sie sich in eine migrantische Dominanz assimiliert (man vergleiche diesen aktuellen Fall aus Wien), ist dann โwenig glaubhaftโ.
โDie AfD hat offenkundig nicht verstanden, dass hinter diesem gefรคhrlichen Mischwesen aus illegaler Migration, Terrorismus und Organisierter Kriminalitรคt oft genug das iranische Regime steht, das von Schlepperei und Menschenhandel รผber Drogenhandel bis Waffenhandel, oft genug Irans Revolutionsgarden stehen (sic!)โ
Unsere Herrscher haben seit gut zehn Jahren bei der ideologisch gewollten Transformation Deutschlands zum Vielvรถlkerstaat den Turbo gezรผndet, genau wie die der meisten anderen europรคischen Lรคnder. Vielvรถlkerstaaten haben Bruchlinien, die geopolitische Feinde natรผrlich bespielen โ genau wie wir ihre inneren Schwachstellen.
Im Rahmen der (begrenzten) iranischen Mรถglichkeiten diesen Selbstmordkurs westlicher Fรผhrungen zu beschleunigen, ist dabei ein logischer Schritt. Dieser macht aber nicht die Mullahs zum eigentlichen Strippenzieher. Sie haben nicht unsere Grenzen fรผr Millionen Nahรถstler geรถffnet, sondern unsere eigene Regierung. Sie haben die Gegner dessen nicht stigmatisiert, bespitzelt und verfolgt, sondern unsere Justiz, der Verfassungsschutz und Journalisten wie damals noch Reichelt hรถchstpersรถnlich.
Den Iran jetzt handstreichartig zum eigentlichen Haupverantwortlichen umzudeuten, um die Rechte hinter einem israelisch-amerikanischen Krieg zu vereinen, spricht die tatsรคchlichen, weiterhin herrschenden Tรคter implizit frei und bewegt sich damit nahe dem Verrat am rechten Hauptziel.
โDie Parallelgesellschaften, die die AfD in Deutschland beklagt, haben sich in Jahrzehnten nicht einfach organisch und zufรคllig gebildet, sondern sind kontrolliert und unterwandert von Hisbollah und IRGC, die tief in deutsche Groรstรคdte hinein wirken.โ
Als Beispiel fรผhrte Reichelt in seiner Livesendung die Blaue Moschee in Hamburg an, in der vom Iran bezuschusst schiitischer Fundamentalismus gepredigt wurde. Der schiitische Anteil an deutschen Muslimen betrรคgt zwischen 4,4 und 7 Prozent. Und selbst รผberhรถhten wir schiitischen Islamismus jetzt zum drรคngendsten รberfremdungsproblem: Organisch wรผrden wir also als geeinte Menschheitsfamilie zusammen unterm Regenbogen tanzen? Wรคre die รberfremdung dann eigentlich รผberhaupt noch ein Problem, wenn Israel diese diabolischen Einflรผsterer aus dem Spiel nรคhme?
Sollten die USA und Israel sich beizeiten dem nรคchsten Hauptfeind zuwenden, sei es dann vielleicht Saudi-Arabien oder (wieder) รgypten und der Irak, wรผrde Reichelt dieselbe Erzรคhlung selbstredend รผber Nacht auf diesen รผbertragen: Sobald der lange Arm Katars, die fรผnfte Kolonne Sisis oder wer auch immer endlich ausgeschaltet ist, leben wir wieder in Frieden und Eintracht.
Ginge diese Saat auf, wรผrde die Rechte in ihrer Feindverortung erratisch, beliebig und steuerbar. Ein solches Bejubeln zum Fokuspunkt rechter Anliegen umgedeuteter Spektakel, die Lust am Feuerwerk in der Wรผste, umhรผllt von der Fantasie, dieses kรถnnte die Heimat retten, verunmรถglicht ein fokussiertes Streben nach wirklichen demografischen Resultaten, nach Remigration.


Ein Artikel zum Irankrieg, ohne das Wort „Vรถlkerrecht“ einmal zu gebrauchen, dรผrfte ziemlich einmalig sein. Schlieรlich ist das Vรถlkerrecht fรผr die einen der ultimative Fetisch, fรผr die anderen vรถllig รผberbewertet („kann weg“). Beide Sichtweisen finden je nach Bedarf in allen politischen Lagern ihre Anhรคnger.
Der hierzulande immer dumpf und dรผmmlich dargestellte US-Prรคsident ist – neben Ronald Reagan in den Achtzigern – einer der ganz wenigen, die die komplexen auรenpolitischen Zusammenhรคnge verstanden haben. Unter Trump kann kein Argument die Unwissenheit รผber sein Agieren mehr zum Ausdruck bringen, als Saudi Arabien mit ins fiktive Kriegsspiel zu bringen. Und ja, die AfD hat einmal mehr versagt, weshalb die Hoffnung einer Alternative zur Alternative nicht versiegt, wenngleich noch immer die tote FDP dann doch noch einmal auferstehen muss, um bei der darauffolgenden Wahl die Union zu stรคrken. Wenn also wieder gerรคtselt wird, warum die AfD niemals nie nicht deutlich รผber ein Drittel der Wรคhlerschaft hinaus geht, dann weniger wegen der Auรendarstellung, sondern weil es politisch interessierten Bรผrgern nicht entgehen kann, was auch in dieser Partei teilweise ein dummes Politiker-Gefasel von den Lippen kommt. Beispiel Windrรคder: „reiรen wir ab“. Aha, also Enteignung und tiefe Eingriffe in Eigentumsrechte. Ob rechts sei dahin gestellt, aber extremistisch? Ja, natรผrlich. Warum mein engagierter Kommentar als Antwort auf einen klugen Kommentar? Weil KANN WEG eben auch fรผr die AfD gilt.
Droht das rechte Lager abzudriften, so kommt Schlomo und leitet es wieder auf den korrekten Pfad. Es ist gut, dass wir diese nรผchterne, pro-deutsche Position endlich hรถren. Viel zu viele haben sich schon vereinnahmen lassen. Hoffen wir mal das dieser Artikel etwas daran รคndert.
Ich schรคtze Shlomos Ansichten, hรถre regelmรครig seine Sendung und bin stolzer Besitzer eines signierten Buches von der Messe in Halle. Man mรถge mir daher den folgenden Verriss verzeihen.
Die Rigorositรคt, die Shlomo und offenbar die meisten AfDler bei der Iran-Frage zeigen, รผberrascht. Ich hab es aber eingesehen: das muss man hinnehmen und seine persรถnlichen Konsequenzen ziehen, leider auch wahltaktisch. Nicht jedoch ohne darauf hinzuweisen wie irrational, hysterisch und kurzsichtig so ein Angstreflex schon bei nur hypothetischen Fluchtbewegungen aus dem Iran ist. Bei den Shlomos dringt kein Kontra durch. Kein Hinweis auf die signifikanten wirtschaftlichen Vorteile und eklatanten Unterschiede des Irans gegenรผber arabischen Lรคndern wird รผberhaupt gehรถrt. Die nukleare Gefahr wird komplett geleugnet, sich gar darรผber lustig gemacht (Sendung letzten Sonntag). Die โdeutschen Interessenโ erschรถpfen sich im Konservieren des Status Quo der muslimischen Welt. Nun gut.
Diffus ist Shlomos Argumentationsgerรผst. Die รbeltรคter werden unscharf beschrieben als โjene, denen daran gelegen ist, eine neue Hauptprioritรคt gegen Remigration durchzusetzenโ. Tut mir leid, ich weiร nicht, wer das genau ist und was das bedeuten soll. Hilfe erhalten die Verschwรถrer von Medien, die โstramm in amerika- und israelfreundlicher Handโ sind. Oh man. Im Hauptteil des Textes echauffiert sich Shlomo รผber eine quasi Randbemerkung von Julian Reichelt รผber die Querfront der iranischen Mullahs. Darรผber kann man tatsรคchlich streiten. Ja, Reichelts Aussage ist wohl rhetorischer Unsinn und taugt nicht viel. Da stรผrzt man sich aber gern drauf. Benedikt Kaiser hatte seinen Abwehrreflex jedweder Kritik schon auf X auf die Spitze getrieben und vier weitere รคhnliche Strohmรคnner aufgebaut, von denen nicht nur ich mich fragte, wo sie รผberhaupt herkommen. Shlomo meint aber in der Reichelt-Aussage das Protokoll der Weisen gefunden zu haben.
Es gibt da ein Land im nahen Osten, das regelmรครig seine Nachbarn bedroht und รผberfรคllt, mit Atomwaffen hantiert und gewaltigen Einfluss auf die Politik und Medien des Westens hat. Es ist nicht der Iran.
Eine eigenartige Kritik am Kommentar von Shlomo. Ich leite aus Ihrem angegebenen Namen ab, dass Ihnen Nicholas J. Fuentes ein Begriff ist. Daher gehe ich davon aus, dass Sie die Ausfรผhrungen von ihm in den letzten Tagen zumindest beilรคufig vernommen haben.
Daher erschlieรt sich mir nicht ganz, wieso sich in Ihrer Kritik herablassend รผber eine pro-israelisch vereinnahmte Medienlandschaft beschwert wird, die Shlomo m.M.n. korrekt beschreibt. In Deutschland ist dies ja einschlรคgig zu beobachten und Reichelt ist dafรผr ein exzellentes Beispiel. Auรerdem muss ich nachhaken: Verstehe ich die Kritik im ersten Absatz richtig, dass Sie kritisieren, die politische Rechte wรผrde die Chance, die uns eine Zuwanderung aus dem Iran wirtschaftlich bringen kann, unterschรคtzen? Sind wir wieder an dem Punkt der Fachkrรคftelรผge? Mittlerweile sollten wir doch alle verstanden haben, dass jegliche Zuwanderung aus der muslimischen Welt zu verhindern ist.
Alles in allem lรคsst mich dieser Kommentar doch recht sprachlos zurรผck, da ich Ihnen, wie oben ausgefรผhrt, zutraue, die von Libkons gezeichnete Psyop zu durchblicken. Sofern meine Annahme korrekt ist, dass der Name aus dem zumindest nicht verstimmten Zuhรถren von Fuentes herrรผhrt, so รผberrascht es mich doch sehr, eine so israelunkritische Einstellung zu lesen.
Meiner Meinung nach kรถnnte sich Shlomo noch mehr auf das Feld der Israelkritik trauen. Das Overton-Fenster verschiebt sich gerade und ich sehe keine Bestrebungen der politischen Rechten, sich dies zunutze zu machen und berechtigte Kritik an Israel ebenfalls in Deutschland populรคr zu machen. Dabei gรคbe es doch verschiedene Punkte zum Ansetzen (deutsche Steuergelder fรผr Siedlungsbau in der Westbank, jรผdische Finanzierungsnetzwerke im Bereich der illegalen Schlepper, Einflussnahme auf europรคische/deutsche Auรenpolitik โ Stichwort UvdL: „Europe is the values of the Talmud“).
@Harm Wulf Ich kann mit dieser antisemitischen Verschwรถrungtheorie nichts anfangen.
@NJF Ich habe nichts mit Nick Fuentes zu tun.
Nicht Zuwanderung meine ich, die Wohlstand bringen wรผrde. Der Handel mit einem halbwegs freien Iran macht kumuliert hunderte Milliarden aus, die uns seit 1979 entgangen sind. Iran war nach den USA unser zweitwichtigster nicht-europรคischer Exportpartner. Das sind alles Vorteile, die von einem fanatischen Shlomo nicht akzeptiert werden. Es ist ihm egal.
Auch aus deinem Comment lese ich antisemitische Verschwรถrungstheorien. Ich kann damit nichts anfangen. Europa kann man (muss es aber nicht) als christlich-jรผdisch bezeichnen, und wer – wie UvdL – dies tut, braucht niemanden, der daraus eine Theorie bastelt, dass Israel Politiker kaufen wรผrde.
Ich finde es schade, dass es quasi in jedem Artikel von Shlomo nur noch um die AfD geht.
Egal welches grosse Thema im Raum steht – am Ende geht es um die AfD.
Ich verstehe seine Hoffnung auf Verรคnderung und daher sein Engagement, teile das Interesse aber nicht.
Schade, mir fehlen die Artikel von frรผher – die derber / kerniger waren und sich nicht nur um schnรถde Parteipolitik, wer-hat-was-gesagt und theoretische Modelle drehten.
Der Stรถrpegel ist stark heutzutage, so auch in so einigen der Kommentare hier. Eben deshalb ist die Kernaussage von Shlomos Text hochaktuell:
Nicht vom Wesentlichen ablenken, und das ist die desastrรถse Massenzuwanderung.
Ganz gleich wo sonst die Sympathien liegen und was andere treiben, Distanziereritis und voreilige einseitige Parteinahmen haben schon genug Schaden anderichtet.
@DerErhabene: Das mit den Windrรคdern ist natรผrlich erstmal markant gepoltertes Wahlkampfgetรถse. Allerdings mitnichten Enteignung, denn ein groรer Teil der Windmรผhlen steht auf staatlichem Grund, wurde mit staatlichen Mitteln aufgebaut und ist im Wirkungsbereich von staatsnahen Betrieben. Entsprechend kann man sie auch vergleichbar privateigentumsfern wieder rรผckbauen. Ob das sinnvoll ist sei mal dahingestellt, der groรe Fehler war ohnehin schon sie รผberhaupt derart energiewirtschaftlich sinnfrei allerorten hingeklotzt zu haben.
„Das mit den Windrรคdern ist natรผrlich erstmal markant gepoltertes Wahlkampfgetรถse.“
Ziemlich dummes Wahlkampfgetรถse sogar! Was genau haben Konservative und Rechte eigentlich dagegen? Die Dinger sind da, sie erzeugen Strom, der mir persรถnlich tausendmal lieber ist als ein AKW oder ein kilometerweiter Braunkohletagebau (der verschandelt die Landschaft!).
Und das paradoxe daran kommt erst noch: Wรผrde sich irgendein Rechtskonservativer Typ selbst ein Windrad bauen, in den Garten stellen und seinen eigenen Strom erzeugen, wรผrde man ihn von dieser Seite bejubeln. Aber bei den groรen Dingern isses jetzt plรถtzlich bรถse weil von den Grรผnenโข
@Harm Wulf
Wo „hantiert“ Israel denn mit Atomwaffen? Die besitzen welche und betreiben damit nukleare Abschreckungspolitik, tun also genau das wofรผr diese Dinger gedacht sind.
Da find ich Russlands andauernde atomare Vernichtungsdrohungen gegen europรคische NATO-Staaten bedenklicher. Was da so zur besten Sendezeit im „Ersten Russischen Fernsehen“ lรคuft…
Der Iran, die Hamas, die Hisbollah und eigentlich auch der Groรteil der einfachen muslimischen Bevรถlkerung weltweit will nunmal die Vernichtung Israels.
Was soll Israel jetzt tun? Sich weiterhin von Iran, Hamas, Hisbollah, Houthis mit Raketen beschieรen lassen, Terroranschlรคge รผber sich ergehen lassen, wie schon Jahrzehnte zuvor, seine Grenzmauern, Zรคune und Checkpoints abreiรen, abrรผsten, seine Armee auflรถsen und sรคmtliche Schusswaffen, Panzer, Jets, Munition verschrotten?
Und dann halten sich Israelis, Palรคstinenser und Iraner an den Hรคnden und singen zusammen Give Peace A Chance.
Israel hรคtte verdammt viel zu gewinnen, wenn es tatsรคchlich gelingen sollte, einen Regime Change im Iran durchzufรผhren und dabei am Ende eine Regierung rauskommt, die NICHT israelfeindlich ist. Tatsรคchlich wรผrde das den Nahen Osten auch enorm befrieden und stabilisieren, weil Israels grรถรter und gefรคhrlichster Gegner besiegt wรคre. Natรผrlich geht es hier nicht um Freiheit fรผr das iranische Volk und Demokratie, Israel will einfach nur, dass der Iran nicht von Typen regiert wird, die Israel vernichten wollen, das ist ja auch ein verstรคndliches Anliegen.
Mit den anderen muslimischen/arabischen Staaten hat sich Israel eigentlich schon vertragen (รgypten, VAE, Saudis, Marokko, Jordanien usw), wobei das natรผrlich nur auf die jeweiligen Eliten dieser Lรคnder zutrifft, nicht auf die einfache Bevรถlkerung, die Israel weiterhin ungebrochen hasst.
Andere muslimische Staaten sind durch von jรผdischen Neocons erdachte US-Kriege geschwรคcht und fรผr Israel ungefรคhrlich (Irak, Syrien, Lybien, Afghanistan).
Natรผrlich ist der aktuelle israelisch-amerikanische Krieg gegen den Iran trotzdem vรถllig unnรถtig, sinnlos und kontraproduktiv, denn langfristig wird Israel damit genau das erreichen, was es eigentlich verhindern will. Der Iran steht NICHT kurz davor Atomwaffen zu entwickeln und einen echten Plan fรผr einen nachhaltigen Regime Change gibt es auch nicht, den erreicht man nรคmlich nicht mit Raketen hin und her schieรen und Luftangriffen, sondern nur mit Bodentruppen, Invasion, langjรคhrige Besatzung, Umerziehung, genau so wie man es mit Deutschland nach dem 2.WK gemacht hat.
Wenn das Mullah-Regime รผberlebt, wovon auszugehen ist, werden dort weitaus radikalere Typen an die Macht kommen. Die werden die Anstrengungen zur Erlangung von Atomwaffen und leistunsfรคhigen Trรคgerraketen dann erst recht intensivieren. Ich halte auch ein Comeback von Ahmadinedschad fรผr mรถglich, sogar sehr wahrscheinlich.
Israel schneidet sich damit langfristig also ins eigene Fleisch. Klar, auf den ersten Blick klingt das geil „boah krass ey, wir ham den Ajatollah abgemurkst“ aber Israel wird sich den alten Ajatollah noch zurรผck wรผnschen.
Der diplomatische Weg wรคre der richtige gewesen, Obama hat ein gutes Atomabkommen ausgehandelt, aber das musste Trump auf Netanjahus Wunsch (oder Befehl?) hin ja aufkรผndigen.
Israel hat vor allem JETZT auf diesen Krieg gedrรคngt, weil es jetzt noch Unterstรผtzung aus den USA gibt. Wir alle wissen, dass der Rรผckhalt Israels in den USA in den letzen Jahren massiv eingebrochen ist und noch viel stรคrker einbrechen wird.
Nennenswerte Unterstรผtzung erhรคlt Israel nur noch von evangelikalen Republikaner Boomern und den amerikanischen Juden selbst. Das mit den Rep-Boomern hat sich in wenigen Jahren eh biologisch erledigt.
Kaum ein junger Ami, ich sag mal U30 ist da noch Pro-Israel, weder die Linken noch die Rechten. Sowas wie „Antideutsche Linke“ oder junge CDU/CSU/FDP Pro-Israel Liberalalas gibt’s dort drรผben nicht.
Die jungen Linken Amis sind absolut antizionistisch, die jungen Rechten antisemitisch.
Netanjahu und seine
Minister, Berater, Generรคle wissen natรผrlich genau, dass sie vielleicht in 5, 10, 15 oder 20 Jahren keine Chance mehr haben werden die USA mit in einen Krieg gegen den Iran zu ziehen, wenn dort irgendwann zwangslรคufig auch Anti-Israel Politiker (Massie) in รmter gewรคhlt werden…die grรถรten „Stars“ der alternativen US-Medien Szene sind allesamt radikal antizionistisch bis antisemitisch, Fuentes, Ana Kasparian, Tucker, Candace, Dan Bilzerian, Lauren Witzke, Andrew Tate, Jake Shields, Jackson Hinkle und und und – die erreichen ein Millionenpublikum.
Deshalb braucht Israel diesen Krieg gegen den Iran JETZT weil es seine Felle davonschwimmen sieht, weil jetzt noch der Zionist Trump Prรคsident ist, der Senat und Kongress fest in den Hรคnden pro-israelischer Politiker sind. Aber Trump, Lindsey Graham und Konsorten sind alle schon 70+
Fuentes kรถnnte in 8 Jahren theoretisch als Prรคsident kandidieren und hรคtte sehr gute Chancen.
Warum?
Die jungen Amis werden keinen Vance, Rubio, Cruz, DeSantis, Newsom wรคhlen.
In 8 Jahren werden nochmal einige Millionen Pro-Israel Boomer sterben, aber auch einige Millionen GenZ Kids volljรคhrig, die informieren sich bei TikTok, Snapchat, Insta Reels, die lesen keine NY Times oder schauen CNN und Fox. Die jungen Rechten Amis wรคhlen also nen Fuentes.
Die jungen Linken Amis wรคhlen dagegen zu wenig Demokraten, weil ihnen die nicht antizionistisch genug sind, das hat ja schon Harris das Genick gebrochen. Dann isses ganz schnell vorbei mit der Unterstรผtzung Israels durch die USA.