Den Berlinern fรคhrt gerade ein gehรถriger Schreck in die Glieder. Finanzsenator Matthias Kollatz ist aufgefallen, dass das Geld wohl doch nicht auf den Bรคumen wรคchst. Ganz im Gegensatz zum Strom, der immer aus der Steckdose kommt. Die Berliner Kommunen sollen 160 Millionen einsparen. Durch den Lockdown werden die Steuereinahmen knapp. Zuerst wundert man sich: 160 Millionen? Das wรคren, einwohnermรครig hochgerechnet fรผr ganz Deutschland nicht einmal 4 Milliarden. รber solche Peanuts reden wir? Hunderte Milliarden werden in Deutschland, Billionen in Europa bereitgestellt. Mit der Druckerpresse.
Dann denkt man, vielleicht versteht der Finanzsenator was vom Geld und weiร, dass man einen Euro, den man nicht hat, auch nicht ausgeben kann. Warum dann aber gerade bei den รrmsten der Armen, den Kommunen sparen? Hat man als konservativer Berliner den Hohn รผberwunden, findet man die Idee gar nicht so schlecht. Die Stadt MUSS sparen:
-
In Berlin sind die Kosten fรผr โpolitische Fรผhrung und zentrale Verwaltungโ auf 1,7 Milliarden gestiegen. 2018 waren es noch 1,4 Milliarden.
-
Die Abgeordneten haben sich einen gehรถrigen Schluck aus der Pulle genehmigt und die Bezรผge ab 2020 um 60 Prozent erhรถht. Nach anonymen Insiderberichten zur Folge, arbeitet man dort auch 60 Prozent effektiver. Der Senat hat zur Glaubhaftmachung dessen bereits selbstschwitzende Dienstkleidung bestellt.
-
Im Kulturetat werden sogenannte โRegietheaterโ gepรคppelt โ schade um jeden Cent.
-
Berlin ist Spitze bei Genderstudies , hier gรคbe es groรes Einsparpotential, die Fakultรคten sollten sofort, wie bereits in den USA begonnen, in Gรคnze geschlossen werden.
-
Dazu werden รผber ominรถse โDemokratiefรถrderprogrammeโ und โRechtsextremismusprรคventionโ Millionen von Euro an linke Vereine verblasen. Allein unter dem sperrigen Titel โLandesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus/Stรคrkung der Demokratie und Schutz vor Diskriminierung und Gewaltโ wurden die Zahlungen 2019 auf 4,4 Millionen Euro erhรถht.
Derlei Beispiele gรคbe es viele, aber lieber lassen die Linken und Grรผnen die Schulen weiter verrotten, schlieรen Museen, Jugendeinrichtungen, Bibliotheken und Musikschulen, lassen Parkanlagen und Sportplรคtze verwildern, als dass sie von ihren Lieblingsprojekten lassen.
Aber da in Berlin und gerade in rot-grรผnen Bundeslรคndern die Uhren anders ticken, hat man keine Lust zu sparen. Der SPD-Vorstand hat bereits einen Pflock eingeschlagen und damit bei Linken und Grรผnen offene Tรผren eingerannt. Gespart wird nicht, das Zauberwort heiรt โKrediteโ. Bei der EZB arbeiten sie eine Frรผhstรผckspause durch und drucken das fehlende Geld, alles geregelt. Rรผckzahlung ab irgendwann und Laufzeit 30 Jahre, also so รคhnlich wie ewige Bonds. Gerade noch mal gut gegangen. Das kรถnnte als Blaupause fรผr die gesamten Lรคnderhaushalte dienen.
Man darf gespannt sein und hoffen, dass irgendwann Zahltag ist. Auch dem Bund fehlen aktuell 100 Milliarden. Druckerpresse? Steuererhรถhungen? Rentenkรผrzungen? Ungedeckte Kredite? Viel mehr Mรถglichkeiten haben die Haushalte nicht. Es bleibt aufregend in Deutschland und Europa. Wer in den Umfragen hoch steigt, kann auch ganz schnell tief fallen und der Lรผmmel โVolkโ ist im Moment schwer berechenbar. Die Einschlรคge kommen nรคher und es kรถnnte durchaus sein, dass die Verlierer des Corona-Lockdowns zu ihren Demonstrationen demnรคchst die Mistgabel mitnehmen.
