In den vergangenen Tagen ging es in Berlin wieder heiร her. Ein Stromausfall in Lichtenberg und weitere im Stadtteil Charlottenburg, und dann war da noch ein unliebsamer Vorfall in der Tram. Wer als junge Frau alleine in รถffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, lebt gefรคhrlich.
Dies musste am vergangenen Samstag eine 17-Jรคhrige feststellen, als sie in einer Berliner Straรenbahn saร. Was mit mehreren Beleidigungen begann, endete fรผr das Mรคdchen schlieรlich im Krankenhaus. Da sie offenbar keine Maske wรคhrend der Fahrt trug, wurde eine sechskรถpfige Gruppe, bestehend aus Mรคnnern und Frauen zwischen 42 und 51 Jahren, auf sie aufmerksam.
Erst begann die Gruppe, die junge Dame zu bepรถbeln. An einer Haltestelle im Stadtteil Prenzlauer Berg stieg die Gruppe mit ihr aus. Dort eskalierte die Situation komplett. Die 17-Jรคhrige wurde mehrfach geschlagen und getreten und musste schlieรlich ins Krankenhaus gebracht werden, wo sie auch รผber Nacht blieb.
Die Gewalt an Frauen im รถffentlichen Raum kennt offenbar keine Grenzen, vรถllig egal, was man trรคgt โ oder eben nicht. Immerhin ist das Mรคdchen nicht wegen Corona im Krankenhaus gelandet. Dafรผr aber aufgrund der mentalen Folgen des โeffektivstenโ Kurses im Umgang mit der Pandemie in Europa, wie Bundeskanzler Olaf Scholz am Wochenende verlautbarte.
Weiter in Berlin, diesmal direkt im Reichstag. Dort steht aktuell Bundesinnenministerin Nancy Faeser unter Kritik. Grund dafรผr ist ein Artikel, den sie eigens und nur wenige Monate vor Amtsantritt fรผr das Magazin โantifaโ der VVN-BdA verfasste. Die โVereinigung der Verfolgten des Naziregimes โ Bund der Antifaschistenโ wird vom bayerischen Verfassungsschutz als die โgrรถรte linksextremistisch beeinflusste Organisation im Bereich des Antifaschismusโ eingestuft.
Nachdem die Arme von der โJungen Freiheitโ und Teilen der AfD sowie der CDU fรผr ihren linksextremen Gastbeitrag kritisiert wurde, bekam sie in sรคmtlichen Mainstreammedien wieder die Mรถglichkeit, sich รถffentlichkeitswirksam auszuheulen.
โIch habe immer klare Kante gegen Rechtsextremismus und alle Feinde der offenen Gesellschaft gezeigt โ und werde das auch weiterhin tunโ, hieร es gestern auf ihrem Twitter-Account. โFeindโ und โOffenheitโ bestimmt die mittlerweile hรถchste Dienstherrin des Bundesamtes fรผr Verfassungsschutz offenbar frei nach eigenem Ermessen. Immerhin lรคsst sich nun guten Gewissens sagen, die Bundesrepublik sei so tolerant, offen und inklusiv, dass inzwischen auch verfassungsfeindliche Verfassungsschรผtzer zugelassen sind.

