0

Das Ende von Corona?

5. April 2022
1 min lesen

Es ist Anfang April. Nach dem sonnigen Mรคrz sind die Temperaturen wieder mรคchtig eingestรผrzt, und kurz vor Ostern kรถnnen die Schneebegeisterten endlich noch mal Schlitten fahren und Schneemรคnner bauen. Temperaturen von bis zu minus zehn Grad nachts wurden uns fรผr die nรคchsten Tage prognostiziert. Der Winter klopft also doch noch mal richtig an.

Am gestrigen Tag wurde der ursprรผnglich fรผr den 20. Mรคrz angesetzte Freedom Day โ€žnachgeholtโ€œ. Das Infektionsschutzgesetz ist zum 2. April ausgelaufen. In 14 von 16 Bundeslรคndern wurde die Maskenpflicht in Innenrรคumen aufgehoben. Auch die vorher noch geltende 3G-Regel entfiel in sรคmtlichen Bereichen, wie Restaurants, Fitnessstudios und anderen Freizeiteinrichtungen. Lediglich in รถffentlichen Verkehrsmitteln, Krankenhรคusern, Arztpraxen, Pflegeheimen und in manchen ร„mtern muss noch eine Maske getragen werden, um sich Zutritt verschaffen zu dรผrfen.

Auch die Testpflicht gilt weiter in einigen Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen. Lediglich in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern gelten sogenannte Hotspot-Regelungen. Diese kann jedes Bundesland je nach Auslastung des Gesundheitssystems regional oder landesweit anwenden. Vorerst gelten die neuen Auflagen bis zum 30. April. Erstmals nach zwei Jahren setzen die SchutzmaรŸnahmen auf die Eigenverantwortung von Alten und Risikogruppen statt auf erzwungene โ€žSolidaritรคtโ€œ der Gemeinschaft. Die Maskenpflicht ist ab jetzt an das Hausrecht gekoppelt. Edeka, Aldi und Co. kรผndigten bereits an, entgegen dem Appell von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, diese von nun an auszusetzen. 

Wรคhrend die Maskenpflicht in Supermรคrkten fรคllt, teilte die Discounter-Kette Aldi bereits letzte Woche mit, dass uns ab dem heutigen Montag drastische Preisanstiege erwarten. Milchprodukte, Fleisch sowie Weizenerzeugnisse sollen  zwischen 20 und 50 Prozent teurer werden. Doch auch dafรผr bekommt der gutglรคubige BRDler wieder den perfekten Sรผndenbock geliefert. Bei hohen Inzidenzen war der Ungeimpfte schuld, bei hohen Lebensmittelpreisen ist es der Russe im Allgemeinen. 

Die Inflationsrate fรผr Lebensmittel lag laut destatis.de am 30. Mรคrz bei 12,3 Prozent und die Rate fรผr Energie bei 39,5 Prozent und hat sich damit im Vergleich zum Vormonat fast verdoppelt. Speiseรถl und Mehl sind seit Wochen absolute Mangelware, aufgrund der Lieferengpรคsse aus der Ukraine. Doch fรผr steigende ร–l- und Benzinpreise bietet die Ampelkoalition mit dem angestrebten Tempolimit von 130 Stundenkilometern die perfekte Mรถglichkeit, weniger Geld fรผr Sprit auszugeben.

Die allgemeine Corona-Impfpflicht ab 18 Jahren gilt aktuell als gescheitert. Nun rรผcken die รผber 50-Jรคhrigen in den Fokus einer potenziellen Impfpflicht. Das Thema Corona bleibt uns also mit Sicherheit auch weiterhin erhalten. 

ABOS

Bรผcher

SPIELE