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AfD, Affenpocken und Menstruationsurlaub 

23. Mai 2022

Ja, es ist wieder einmal eine Kalenderwoche an uns vorbeigerauscht. Wenn auch nicht so turbulent wie die Wochen zuvor, so ereignete sich doch das ein oder andere. Die AfD wird mal wieder durch die Medien gejagt. Erneut stach ein ehemaliges Mitglied Chatprotokolle an WDR und MDR durch. Diesmal ging es um die „Quasselgruppe“ der Bundestagsfraktion. Knapp 40.000 Nachrichten wertete der ÖRR aus. Was sich als große Enthüllung herausstellen sollte, brachte lediglich Aussagen wie  „Die Ratte Merkel an der Spitze! Diese Volksverräterin gehört lebenslang in den Knast!“ zum Vorschein. Nichts weiter also als der übliche Boomer-Duktus, der definitiv nach Professionalisierung schreit.

In München gab es erste Fälle der sogenannten „Affenpocken“, BibisBeautyPalace und ihr Ehemann Julienco gaben nach etlichen Jahren gemeinsamer Influencer-Karriere ihre Trennung bekannt, und in Spanien soll zukünftig bezahlter Menstruationsurlaub eingeführt werden. So sieht es zumindest ein Gesetzesentwurf der Linkskoalition vor, den das Parlament lediglich noch annehmen muss. Die Ampelkoalition setzt nur auf „feministische Außenpolitik“, die spanische Regierung schrieb sich allgemein feministische Politik auf die Agenda.

Der Menstruationsurlaub soll jeder Frau einmal im Monat für drei Tage zustehen. Besonders jene, die an schweren Regelschmerzen oder sogar an Endometriose leiden, wolle man so unterstützen. Es geht außerdem darum, das Thema Monatsblutung aus dem Tabu herauszuholen. Spanien ist damit womöglich das erste Land, in dem ein solches Gesetz eingeführt wird. In Italien scheiterte ein ähnliches Vorhaben vor wenigen Jahren, da die Frauen Stigmatisierung am Arbeitsplatz befürchteten und deswegen auf derartige Sonderregelungen verzichteten. In Japan dürfen Frauen bereits wegen Menstruationsschmerzen zu Hause bleiben, nehmen dieses Angebot aber nur zu marginalen Teilen wahr.

Wie nicht anders zu erwarten, gab es auch in Deutschland prompt Forderungen nach einem ähnlichen Gesetzesentwurf. „Menstruation ist eine biologische Voraussetzung dafür, dass regelmäßig neue Steuerzahler und Steuerzahlerinnen nachwachsen“, schrieb die Kolumnistin Anna Clauß im „Spiegel“. Wenn das Argument ziehen soll, müsste die deutsche Durchschnittsfrau dann nicht auch mehr als 1,54 Kinder gebären? Außerdem kritisierte Clauß, dass das Wort „Periode“ im Koalitionsvertrag lediglich im Zusammenhang mit „Legislatur“ benutzt wurde.

Schon seit längerer Zeit wird der Begriff „Frau“ ja zugunsten sogenannter „FLINTAs“ (Frauen, Lesben, Intersexuelle, Nichtbinäre, Transsexuelle und Agender) aufgeweicht. Laut Tessa Ganserer ist der Penis kein rein männliches Geschlechtsmerkmal. Intersektionale Feministen propagieren seit jeher, dass nicht nur „weiblich gelesene Menschen“ menstruieren. Wie fiele dieses Gesetz dann für menstruierende Männer aus? Wie ist das dann mit jenen Frauen ohne Menstruationshintergrund? 

Fragen über Fragen. Doch zum Schluss lässt sich feststellen, dass auch hier die Revolution ihre eigenen Kinder frisst. Die vermeintlichen Feministen und Frauenrechtler dieser Zeit scheitern an ihrer eigenen Wokeness.

Reinhild Boßdorf

Reinhild ist bei der Fraueninitiative "Lukreta" aktiv und betreibt einen eigenen YouTube-Kanal. Ihre Themen sind moderner Feminismus, importierte sexuelle Gewalt und Weiblichkeit. Sie bewegt sich meist in heteronormativ-sexistischen Kreisen, backt gerne Kuchen und wird von linken Steuergeldprofiteuren als “unauffällig, aber zentral für das rechte Netzwerk” beschrieben. Nach Bestnoten aus der Redaktion entschied sie sich schließlich für dieses Profilbild.


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