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Alexandra Föderl-Schmid lebt – und hat immer noch betrogen

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Auch in der vergangenen Woche ging der mediale Kampf gegen rechts lüstern weiter und erreichte dabei ein neues Level an Absurdität und Willkürbehauptungen. Nachdem der rechtsextreme Schneemann der AfD in Berlin-Pankow am Mittwoch mehr für Lacher als für Empörung sorgte, legten linke Aktivisten und Mainstreamjournalisten am Donnerstag nach und instrumentalisierten den ungeklärten Fall rund um das Verschwinden der Vize-Chefredakteurin der „Süddeutschen Zeitung“, Alexandra Föderl-Schmid, für ihre eigenen Zwecke im Kampf gegen alles und jeden, der ihnen politisch ein Dorn im Auge ist, insbesondere gegen den ehemaligen „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt und dessen Nachrichtenportal „Nius“.

Die ganze Geschichte rund um Föderl-Schmid begann jedoch schon im Dezember des letzten Jahres und zeigt mal wieder und wie so oft die linke Doppelmoral. Damals berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ als eine der Ersten darüber, dass sich die Universität Bayreuth die Doktorarbeit der AfD-Parteivorsitzenden Alice Weidel erneut vorknöpfe, wegen eines angeblichen Plagiats. Schnell ging der Vorwurf viral und wurde von sämtlichen Medien aufgegriffen. Im Januar folgte dann die Gewissheit, dass Weidel nicht abgeschrieben hat und die Universität ihre Nachforschungen einstellt. Eine Nachricht, die im Verhältnis zur ersten Empörungswelle natürlich deutlich weniger Anklang fand in den großen Medienhäusern und entsprechend wenig aufgegriffen wurde. Welch ein Wunder.

Etwa zeitgleich, ebenfalls im Dezember 2023, kamen Plagiatsvorwürfe gegen Alexandra Föderl-Schmid auf, sie habe in mehreren Texten abgeschrieben und auch in ihrer Doktorarbeit gemogelt. Forciert und finanziert hatten diese Nachforschungen unter anderem Julian Reichelt und sein Medium „Nius“. Dieser Vorwurf jedoch erhärtete sich nach hinlänglichen Nachforschungen im Laufe der letzten Woche, was ihr eine Suspendierung, beziehungsweise ihren freiwilligen vorläufigen Rückzug, bei der „Süddeutschen Zeitung“ einbrachte.

Am vergangenen Donnerstag folgte dann die beunruhigende Nachricht, dass die Behörden ihr leeres Fahrzeug samt einem möglichen Abschiedsbrief am Inn gefunden hatten und nun die Suche nach der gebürtigen Österreicherin aufnahmen. Ohne jedwede polizeiliche Bestätigung begann die Fantasterei ihres potenziellen Suizids. Das Beben in den sozialen Netzwerken, allen voran auf der Plattform X, folgte sodann. Schnell hauten Aktivisten wie Dario Schramm und Maurice Conrad in die Tasten und instrumentalisierten den bis dato ungeklärten Fall selbstverständlich für ihre Zwecke. „Letzte Generation, Asylbewerber, Habeck: Jetzt die Stv. Chefredakteurin der SZ – Es war nur eine Frage der Zeit, bis den Headlines von Nius Taten folgen würden. Ihr seid ein ekelhafter Haufen & und jeder Politiker, der diesem Drecksladen ein Interview gibt, macht sich mitschuldig“, lautete der inzwischen gelöschte Tweet von Schramm. Offenbar lechzen Linke geradezu nach Toten in den eigenen Reihen, um diese für den Kampf gegen rechts zu instrumentalisieren.

Wie blöd nur für Schramm und Konsorten, dass am Freitag die Gewissheit folgte: Alexandra Föderl-Schmid wurde lebend und lediglich unterkühlt in der Nähe von Braunau gefunden und in das nahe liegende Krankenhaus gebracht. Doch kein Selbstmord und trotzdem genug potenzieller Skandal, um ordentlich Hetze gegen alternative Medien zu betreiben. Natürlich folgte keine Entschuldigung dafür, dass Reichelt fälschlicherweise vorgeworfen worden war, eine Frau in den Suizid getrieben zu haben. Stattdessen verharmlosten sämtliche Medien das unkenntliche Abschreiben fremden geistigen Eigentums und betitelten die Plagiatsprüfung in Föderl-Schmids Fall als „Hetzjagd“. Wie immer ein Messen mit zweierlei Maß und trotzdem ein ganz besonderer Fall, der einem als Mensch mit moralischem Kompass reichlich Bauchschmerzen bereitet.