Am Wochenende fand der Bundesparteitag der FDP in Berlin statt. Ein Erlebnis das eigentlich nicht unbedeutender sein konnte, wรคre da nicht der Partei-Chef Lindner, der es Dank einer einzelnen Bemerkung zu Hauf in die Schlagzeilen schaffte.
Diesmal wegen Sexismus-Vorwรผrfen, nachdem er in seiner letzten Rede die ehemalige FDP-Generalsekretรคrin Linda Teuteberg verabschiedete und รผber ihr Verhรคltnis zueinander witzelte. „Ich denke gerne daran, Linda, dass wir in den vergangenen 15 Monaten ungefรคhr 300 mal den Tag zusammen begonnen haben.“ Gemeint waren die gemeinsamen Telefongesprรคche am frรผhen Morgen.
Die Wohlfรผhljournalisten der „taz“ jedoch sahen gleich ihre Chance zur Empรถrung und urteilten รผber den Vorfall und die Partei „Eine Partei wie ein Altherrenwitz“. Gleich folgte neben Sexismus-Vorwรผrfen die Chauvinismus-Masche. Kein Wunder, dass die FDP deutschlandweit in die Bedeutungslosigkeit abdriften wรผrde mit einem derartig patriarchalen Parteivorsitzenden.
Da Lindner solch falsche Auslegungen seiner Bemerkung natรผrlich nicht auf sich sitzen lassen kรถnnte, entschuldigte er sich รถffentlich. Wie so oft, viel Wind und Empรถrung bei couragierten Feministinnen und Grรผnen-Politikern.
Wer also nicht in die Sexismus-Schublade gepackt werden will, sollte sich zukรผnftig vermutlich gar nicht mehr รผber Frauen รคuรern.

