Wie steht es um Europas Kรคmpfer fรผr Freiheit und nationale Souverรคnitรคt? Florian Mรผller wirft einen Blick auf die Parteienlandschaft Westeuropas und sondiert die Chancen und Risiken der parlamentarischen Auรenseiter.
Portugal
โChega!โ Ist eine rechte Partei mit vergleichsweise radikalen Standpunkten โ die รผberraschenderweise auch ein starkes libertรคres Profil aufweist. โChega!โ, dt. โEs reicht!โ, erzielte bei der letzten Parlamentswahl 2019 1,5 Prozent der Stimmen und erhielt einen Parlamentssitz, was fรผr die junge Partei keine schlechte Leistung ist. Gegrรผndet wurde die Partei von Andrรฉ Ventura. In Portugal dominieren traditionell linke und linksextreme Parteien:
Nach der Nelkenrevolution 1976, als das autoritรคre System Salazars gestรผrzt wurde, sind rechte Positionen, รคhnlich wie in Deutschland, verpรถnt. Zugleich herrschen auch hier zwei Volksparteien (liberal-konservativ und sozialdemokratisch) und teilen die Macht unter sich auf. Dazu kommen viele kleine Splitterparteien, aber auch eine rechtskonservative Partei mit dem Namen โDemokratisches und Soziales Zentrumย โ Volksparteiโ.
Das โCentro Democrรกtico e Socialโ existiert bereits seit der Nelkenrevolution und konnte zeitweise beachtliche Ergebnisse erzielen, in den 80ern lag die Partei bei fast 13 Prozent. Nach einer Regierungsbildung mit den Sozialisten sowie innerparteilichen Kรคmpfen, ist sie aber seit Jahrzehnten auf dem absteigenden Ast und konnte 2019 nur noch 4,2 Prozent erzielen und damit einen Sitz im Parlament gewinnen.
Fazit: Portugal im Nelkenschlaf
Irland
Auch in Irland haben es rechte Parteien schwer: Zum einen gibt es kaum Einwanderung und รberfremdung, sodass eine generelle Zufriedenheit mit der Politik herrscht. Hauptprobleme der Iren sind noch immer die Teilung der Insel und die starke Abhรคngigkeit von Groรbritannien.
Dadurch haben die grรถรeren, etablierten Parteien einen pro-irischen Schwerpunkt, der mit dem jeweiligen Programm (links oder konservativ) verknรผpft wird. Mit Ausnahme der โFiannae Failโ sind alle bedeutenden Parteien dezidiert links. Mehrere rechte Splitterparteien, darunter auch die โIrish National Partyโ versumpfen im Promillebereich.
Wer aber einmal selbst erlebt hat, wie gering die Zahl der Auslรคnder in Irland ist, kann die Haltung der Iren nachvollziehen. Wie stolz auch linke Iren auf ihr Land sind, zeigen sogar die Namen der Parteien. รbersetzt heiรen die Volksparteien Irlands beispielsweise โFamilie der Irenโ โWir selbstโ oder โSoldaten des Schicksalsโ.
Fazit: Patriotische, wohlhabende Iren ohne รberfremdung brauchen keine rechten Parteien
Schottland
Das gleiche Spiel in Schottland: Das schottische Unterhaus ist neben den โToriesโ, also der konservativen Partei, von linken und linksliberalen Vertretern bevรถlkert. Doch schaut man einmal ins Programm der dominanten โScottish National Partyโ, die Schottischen Nationalismus und Patriotismus, bei gleichzeitig linksliberalem Programm unterstรผtzt, wundert es kaum.
Die sogenannte โBig-Tentโ Party, also eine Partei, die alle unter einem Zelt vereinen will, ist enorm weit aufgestellt, extrem erfolgreich (45 Prozent bei den letzten Unterhaus-Wahlen) und schรผrt den anti-groรbritannischen Kurs. Dementsprechend kรถnnen keine populistischen oder rechten Strรถmungen Fuร fassen, neben SNP und den Konservativen gibt es nur linke Parteien.
Lichtblicke sind die โReform UKโ-Party, der schottische Ableger Nigel Farages โBrexit-Parteiโ, die den Austritt Groรbritanniens endlich durchbringen wollten und die โScottish Libertarian Partyโ die zwar einen Landtagsabgeordneten stellen, aber mit unter 2.000 Gesamtstimmen quasi nicht existent sind. Inwiefern man also rechte Parteien in Schottland bei 45 oder bei 0 Prozent sieht, ist Auslegungssache.
Fazit: Nationaler Sozialismus und der Hass auf England dominant wie nie.
Groรbritannien
Vom einstigen Empire zur Kolonie ihrer Kolonien. Dabei teilen die Briten das gleiche Schicksal wie Franzosen, Belgier und Deutsche. Groรbritannien wird massiv รผberfremdet und die Muslime vergrรถรern weiter ihren Bevรถlkerungsanteil.
Dabei haben die Briten ein enormes Problem: Durch das Mehrheitswahlrecht fรคllt es neuen und kleinen Parteien enorm schwer, Fuร zu fassen. Am Beispiel UKIP wird es deutlich: Die Partei von Nigel Farage schaffte es, den Brexit durchzubringen, bei der Volksabstimmung im Jahr 2016 stimmten fast 52 Prozent fรผr den Austritt. Bei den nationalen Wahlen hatte die starke UKIP aber keine Chance.
Bei den Unterhauswahlen 2015 erreichte sie lediglich 12,6 Prozent der Stimmen, anschlieรend sahen die Briten keinen Nutzen mehr in der โrechtenโ oder zumindest โEU-skeptischen Parteiโ. Es gelang den Funktionรคren nicht, die starke UKIP zu einer dritten Kraft, wie beispielsweise die FPร in รsterreich, umzubauen. 2019 erhielt die UKIP nur noch 0,1 Prozent der Stimmen und kann getrost ignoriert werden.
Zwei kleine Pluspunkte haben aber auch die Briten: Da die konservativen Tories das rechte Spektrum, รคhnlich wie Trump in den USA, abbilden mรผssen, gibt es unter Premierminister Boris Johnson vereinzelt gute Entscheidungen โ momentan ist Groรbritannien aber von der Corona-Krise sowie dem Brexit so sehr in Beschlag genommen, dass Johnson eher das Bild eines verwirrten Feuerlรถschers abgibt.
Zudem plant er eine expansive Geldpolitik, einen โbritischen New Dealโ in Anlehnung an den US-amerikanischen Sozialisten Roosevelt. Und natรผrlich haben es nicht nur Rechtspopulisten schwer, sondern auch Linkspopulisten: Die โLiberal Democratsโ erreichten 2019 12 Prozent der Stimmen, erhielten aufgrund des Mehrheitswahlrechtes aber gerade einmal 11 der 650 Sitze im britischen Unterhaus.
Fazit: Gott strafe England!
Spanien
In Spanien zog โVoxโ 2018 erstmals in den andalusischen Landtag ein. Die dynamische Neugrรผndung von Santiago Abascal Conde ist eine Anspaltung der konservativen โPartido Popularโ. Die enttรคuschten konservativen Wรคhler bestraften 2019 die โPPโ mit einem der schlechtesten Ergebnisse aller Zeiten.
Die โPPโ fiel von 33 auf knapp 17 Prozent, halbierten damit ihre Stimmen, die fast alle zu โVoxโ gingen. Die erreichte aus dem Stand 10,3 Prozent โ und das nicht nur aufgrund ihres bestechenden Programmes, sondern vor allem aufgrund des Auftretens. Hier zu sehen, ein Promo-Spot in Andalusien.
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber: Die โStimmeโ, so โVoxโ auf Deutsch, ist neben ihrem authentisch-rechten Auftreten eine Verfechterin des spanischen Zentralstaates und will die Befugnisse der Regionen beschneiden.
Alle relevanten Informationen zu โVoxโ hat unser Autor Flying Dutchman bereits
in einem Artikel zusammengetragen.
Fazit: Da tut sich was!
Frankreich
Frankreich weiร wieder nicht, wo es eigentlich hinwill. Und auch die vielversprechende Marine LePen konnte dem unentschlossenen Nachbarn nicht wirklich helfen. Bei der Prรคsidentschaftswahl 2017 verlor LePen knapp gegen das Bรผndnis des Establishments โ in der Stichwahl empfahlen die linken Parteien den neoliberalen Macron zu wรคhlen.
LePens blasse Leistung im Wahlkampf geriet zudem in die Kritik. Auch bei den Parlamentswahlen, denen im prรคsidialen System Frankreichs aber keine so groรe Bedeutung beigemessen werden, enttรคuschte die โFNโ: Nur acht Abgeordnete wurden gestellt.
Ein Jahr spรคter setzte LePen die Umbenennung in โRassemblement Nationalโ durch. Nach dem endgรผltigen Bruch mit den Ansichten ihres altrechten Vaters, sollte auch ein neuer Name und ein neues Image her. 2022, es finden wieder zeitgleich Parlaments- und Prรคsidentschaftswahlen statt, wird sich Marine LePen beweisen mรผssen.
Ein weiterer Misserfolg wird von der Partei kaum toleriert werden. Ob LePens Partei die Corona-Krise fรผr sich nutzen kann, ist umstritten: Das Vertrauen in Macron und seine sozialliberale Partei โEn marcheโ sinkt weiter, allerdings sagen fast die Hรคlfte der Franzosen, dass es keine bessere Alternative gรคbe.
Die Zustimmung zu Macron ist also gezwungenermaรen hoch, obwohl Marine LePen bei den aktuellen Umfragen mit 25 Prozent sogar an Macron (24 Prozent) vorbeigezogen ist. Dass LePen im ersten Wahlgang mit 50 Prozent gewinnt, ist beinahe ausgeschlossen, im zweiten Wahlgang wird sich wieder die Kernfrage stellen: Welche Wรคhler werden Macron oder LePen unterstรผtzen?
Fazit: Bewรคhrungsprobe gegen das gesamte Establishment
รsterreich
Im Gegensatz zur BRD sind die Blauen seit den 80er Jahren eine nicht zu unterschรคtzende politische Kraft. Bereits 1956 traten die Freiheitlichen bei den Nationalratswahlen an und konnten bis 1999 (26,9 Prozent) ihr Ergebnis steigern.
2000 dann die Blaupause fรผr 2019: Schwarz-Blaue Regierung, personelle Kรคmpfe und Querelen und schlieรlich ein Wirtschaftsskandal. Die FPร stรผrzte ab, gewann die folgenden Jahren aber wieder an Kraft und stellte 2017 ihr zweitbestes Ergebnis mit 26 Prozent auf.
Gezeigt hat die FPร auch, dass das Establishment sehr wohl mit den Schmuddelkindern spielt, wenn sie als Mehrheitsbeschaffer gebraucht werden. Dass es aber รผber eine reine Zweckgemeinschaft mit regelmรครigen Hieben und Tritten nicht hinausgeht, zeigt vor allem das Ende der schwarz-blauen Regierung 2019 im Zuge der fingierten โIbiza-Affรคreโ.
Aktuell verhindert die โharte Kanteโ des besagten Machtpolitikers Kurz, dass die FPร durch enttรคuschte รVP-Wรคhler profitieren. Sollte Kurz aber mit seiner Corona-Politik straucheln, kรถnnte die FPร wieder zulegen โ auch die Migrationsprobleme sind nur nach hinten geschoben und keineswegs gelรถst.
Was kann man von รsterreich lernen? Die Bevรถlkerung ist rechter als man denkt und eine fรคhige Alternative ist sehr wohl dazu in der Lage, stรคrkste Kraft zu werden. Das geschieht aber nicht von heute auf morgen, sondern durch jahrzehntelange Prรคsenz, Vertrauensbildung gegenรผber dem Bรผrger sowie Partei- und Strukturaufbau โ genau so schnell kann in der linksmedialen Welt das Gebรคude wieder einstรผrzen.
Klar sein muss aber auch: Wenn das โWunderkindโ Kurz keine Fehler macht, wird es fรผr die Rechten richtig schwer.
Fazit: Abwarten, Wodka-Red-Bull trinken und Kurz zum stracheln (sic!) bringen.
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Schweiz
Die Schweiz, das freiheitlichste und rechteste Land Mitteleuropas! Hรคngen Freiheit und โrechteโ Werte etwa zusammen? Die SVP, die Schweizerische Volkspartei, 1971 gegrรผndet, vereint freiheitliche und konservative Positionen. Und da das mediale Klima in der Schweiz noch nicht so verseucht ist, wie hierzulande, und der Schweizer ein selbstรคndig denkender Bรผrger ist, konnte die nationalkonservative und wirtschaftsliberale Partei aufsteigen und Fuร fassen.
2015 das vorlรคufig beste Ergebnis mit satten 29,4 Prozent. Bei den nationalen Wahlen, je nach Kanton, erhรคlt die SVP noch mehr Zuspruch – in Schwyz beispielsweise konstant zwischen 33 und 37 Prozent. Die SVP, als funktionierende, seriรถse Mischung aus Freiheit und konservativen Werten, zeigt, dass ein Land sehr wohl dazu in der Lage ist, nicht auf linke Parolen hereinzufallen.
Trotzdem: Auch die Schweiz wandelt sich und eine starke rechte Partei reicht nicht allein, um die Schweiz in die Zukunft zu fรผhren. Der Anteil von Muslimen beispielsweise liegt mit 5,5 Prozent genauso hoch, wie in Deutschland โ und wรคchst weiter an. Auch die โGrรผnenโ legen in der Schweiz weiter zu: von unter einem Prozent Ende der 70er Jahre, stehen die รkos bei satten 13 Prozent (Wahl: 2019)
Fazit: Wenn ein Land es schaffen kann, dann die Schweiz
Italien
Arrividerci, Salvini. Da der Gruร mit โAuf Wiedersehenโ รผbersetzt werden muss, warten wir auf Matteos Rรผckkehr in die Regierung. Zwischen 2018 und 2019 stellten โLega Nordโ und die โFรผnf-Sterne-Bewegungโ die Regierung, Matteo Salvini wurde Innenminister und griff hart durch:
Die Schlepper mussten ihr Geschรคft unterbrechen. Doch wie es in Italien nun mal Brauch ist, brechen Regierungen so hรคufig, wie Angela Merkel ihre Hosenanzรผge wechselt. Das Kabinett โConte IIโ arbeitet jetzt mit den linken Parteien zusammen, weil Lega und โFรผnf-Sterneโ sich beim Eisenbahnprojekt TurinโLyon uneins waren.
Die Entwicklung der โLega Nordโ zeigt, dass innerhalb kรผrzester Zeit Erdrutschsiege von rechten Parteien stattfinden kรถnnen โ wenn die Sterne gรผnstig stehen. Bei der Parlamentswahl 2018 erreichte die Lega 17,3 Prozent der Stimmen, vormals lag sie bei unter 5 Prozent.
Die deutsche Presse schreibt die โLegaโ momentan ab, da man zugegebenermaรen wenig von ihnen hรถrt. Ein Blick auf die italienischen Umfragewerte offenbart aber eine andere Entwicklung: Die โLegaโ liegt bei allen Umfrageinstituten mit ungefรคhr 25 Prozent Zustimmung an der Spitze. Vor รผber zwei Jahren lag sie sogar bei fast 40 Prozent.
Sollte Salvini und seine Lega die Corona-Krise einigermaรen gut durchschippern, wird Matteo bald mรคchtigster Mann im Staate sein. Aber Vorsicht bei allen deutschen Euphorien: Da Italien von den europรคischen Transferleistungen stark profitiert und Matteo ein radikales โItalia Primaโ rausschmettert, heiรt das nichts anderes, als das Deutschland weiter โ oder noch mehr bezahlen โdarfโ.
Fazit: Arrividerci, Salvini, verwende unser Geld klug!
Niederlande
Hat Gert Wilders seine Chance verspielt? Der vom Establishment enttรคuschte Politiker grรผndete 2006 kurzerhand seine eigene Partei und stellte die โPartij voor de Vrijheidโ auf die Beine.
Wilders baute hauptsรคchlich auf die Themen รberfremdung, Migration, Islamisierung. Im selbigen Wahljahr erreichte die PVV 5,9 Prozent Stimmen und stieg weiter auf, bei den nรคchsten Parlamentswahlen 2010 ganze 15,5 Prozent und wurde drittstรคrkste Kraft.
Mit den verschobenen Kraftverhรคltnissen konnte Mark Rutte von der liberalen โVolkspartei fรผr Freiheit und Demokratie (VVD)โ nur eine Minderheitenregierung bilden. 2012 entzog Wilders Rutte die Zustimmung, es wurden Neuwahlen anberaumt, die PVV รผberzeugte aber nur noch mit 10,1 Prozent.
2017 erholte sie sich und wurde mit 13 Prozent wieder zweitstรคrkste Kraft. Im Mรคrz 2021 warten wir auf die nรคchsten Ergebnisse, ob Wilders mit seiner โOne-man-showโ und seinen etwas einseitigen Themen weiter zulegen kann und ob die Niederlรคnder auch wรคhrend Corona den Islam und die รberfremdung als wichtiges Thema ansehen.
Mit dem Regierungskurs der liberalen โVVDโ scheinen die Niederlรคnder aber weiter zufrieden zu sein. Mark Rutte steht in Umfragen bei 25 Prozent, Wilders PVV in der stark fragmentierten Parteienlandschaft mit 15 Prozent wieder auf Platz 2.
Fazit: PVV stagniert โ Wรคhler mit Rutte einigermaรen zufrieden
Belgien
Das gespaltene Belgien, โpretty much of a non-country (Nigel Farage), besteht aus den franzรถsischsprachigen Walloniern und den niederlรคndischsprachigen Flamen, die sich schon immer spinnefeind waren, zumal die wirtschaftsstarken Flamen die armen Wallonier mitfinanzieren mรผssen.
In Belgien, dem gebeutelten Land im Norwesten Deutschlands, kรถnnte bald der Umbruch und die Spaltung kommen. Der โVlaams Belangโ ist im Aufwind und fordert eine radikale Sezession โ sollte das Volk dies in einer Abstimmung wollen. Neben der Wahlsiegerin โNVAโ, die ebenfalls fรผr eine Teilung Belgiens ist, aber ihre Versprechen nicht so richtig umsetzt, erreichte die rechte Vlaams Belang mit ihren Hauptthemen flรคmische Unabhรคngigkeit, Patriotismus, Regionalismus 12,1 Prozent der Stimmen.
Im Gegensatz zu Wikipedia, wo โVBโ auch als wirtschaftsliberale Partei dargestellt wird, รคuรerte sich Tom van Grieken im exklusiven KRAZ-Interview dahingehend anders: der Vlaams Belang sei keine liberale Partei, sie haben sich fรผr eine Rentenerhรถhung eingesetzt und wollen auch nicht die Reprivatisierung voranbringen. Ein krasser Minuspunkt fรผr ein Land wie Belgien, dass eine der hรถchsten Staatsquoten der EU sowie eine erdrรผckende Steuerlast von 53,7 % (alleinstehende Arbeitnehmer) vorweisen kann.
Trotzdem โ oder gerade deshalb โ sind die Flamen im Aufschwung. In Flandern liegt der โVBโ in aktuellen Umfragen bei 27 Prozent Zustimmung, hat damit sein Wahlergebnis von 12,1 Prozent mehr als verdoppelt, wohingegen die โNVAโ weiter verliert. Die nรคchsten nationalen Wahlen sind 2024 โ bis dahin kann natรผrlich noch einiges passieren.
Alles, was du zur โVlaams Belangโ wissen musst, findest du in unserem Interview mit Parteichef Tom van Grieken in Heft 16.
Fazit: Eine Sezession vor unsere Haustรผr!
