Am 14. Februar findet jรคhrlich nicht nur der Valentinstag statt, seit 2013 ist er fester Frauentanztag der internationalen Kampagne „One Billion Rising“.
Der Name leitet sich von einer UN-Statistik ab, die besagt, dass rund ein Drittel der Frauen weltweit schon einmal Gewalt erfahren haben. Seit nunmehr acht Jahren schwingen Feministen zum V(agina)-day weltweit die Hรผften, um auf Gewalt gegen Frauen und Mรคdchen aufmerksam zu machen.
„Break the chain“ ist die Hymne der Bewegung und hat inzwischen nicht nur einen deutschen, sondern sogar einen kรถlschen Text.
Trotz Corona-Maรnahmen fanden gestern dennoch vielerorts Tanzveranstaltungen statt, um das Patriarchat zu bekรคmpfen. Auch in Kรถln trauten sich etwa 150 Frauen mit Mundschutz und Abstand auf die Straรe.
Wรคhrend Frauenrechtlerinnen in islamischen und archaischen Lรคndern das Ereignis nutzen, um fรผr ihre Freiheit und gegen Unterdrรผckung zu kรคmpfen, nutzen intersektionale westliche Feministinnen den Tag, um Abbitte zu leisten und mal wieder Courage zu tanken.
In Kรถln stand nicht etwa Alltagsgewalt im Vordergrund, die Redner beklagten sich lieber รผber „Catcalling“, Frauenfeindlichkeit im Netz und angeblichen Sexismus durch den Klimawandel.
Sexuelle รbergriffe, Vergewaltigungen und Ehrenmorde fanden kaum Erwรคhnung und das, obwohl gerade Kรถln spรคtestens seit der Silvesternacht 2015 in den Erinnerungen etlicher Frauen Angst und Bange auslรถst.
Neben etlichen Frauenbรผndnissen wie zum Beispiel „Lila in Kรถln“, „One Billion Rising Kรถln“ oder den „Omas gegen Rechts“ nahm auch „Lukreta“ an der Veranstaltung teil. Die anderen Teilnehmer tanzten, wir von „Lukteta“ posierten in Mitte der Menge mit Burka und Bildern von Mia, Maria und Susanna.

