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Im Osten was Neues

23. April 2021
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Nach einer Woche voller Drohungen, Spekulationen und Kriegsszenarien scheint sich die Lage in und um die Ukraine zu entschรคrfen. Russland hat verkรผndet, dass es seine Manรถver in Kรผrze beenden und die Truppen abziehen wรผrde.

Diese hatten in der Zwischenzeit รผber 100.000 Mann entlang der ukrainischen Grenze und auf der Halbinsel Krim betragen. Die ukrainische Regierung hatte noch am Mittwoch ein Gesetz verabschiedet, welches die vereinfachte Einberufung von Reservisten ermรถglicht. Auf eine Mobilmachung verzichtete die Ukraine trotz der angespannten Lage, wahrscheinlich wollte man in Kiew die Eskalation nicht noch weiter vorantreiben.

Und das war nicht dumm. Die ukrainische Staatsfรผhrung weiรŸ, dass sie sich im Zweifel eben nicht auf ihre Verbรผndeten verlassen kann. Die NATO wird keinen Soldaten fรผr die Befriedung des Donbass oder die Rรผckeroberung der Krim opfern – schon gar nicht, wenn der Gegner รผber Nuklearwaffen verfรผgt und diese in seine Verteidigungsdoktrin fest eingebunden hat.

Professor Gunnar Heinsohn verwies in den letzten Tagen auf einen weiteren beachtenswerten Umstand: Die Kriegsdemograpgie. Weder Russland, noch die Ukraine kรถnnen sich die horrenden Opferzahlen eines offfen ausgetragenen Konflikts leisten. Die Geburtenzahlen sind in beiden Lรคndern niedrig. Nicht die dritten oder vierten Sรถhne wรผrden fallen, sondern oftmals die ersten und einzigen.

Wenn in den nรคchsten Tagen und Wochen die Panzer und Lastkraftwagen wegrollen, bleiben die alten Fragen offen: Was wird aus der Wasserversorgung der Krim? Was wird aus den abtrรผnnigen Ostgebieten? Was wird aus dem NATO-Beitritt der Ukraine?

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