Vor wenigen Tagen kam heraus, dass die Straรenkleber der โLetzten Generationโ vom Wirtschaftsministerium รผber ein โInnovationsprogrammโ mit insgesamt 156.420 Euro bezuschusst wurden. Das Ministerium rรคumte die Fรถrderung auf Anfrage ein. Eine Gruppierung, die unter anderen politischen Vorzeichen zumindest als kriminelle Organisation verboten, wenn nicht als terroristisch eingestuft worden wรคre, handelt also offenkundig im Sinne unseres derzeitigen Staates; nur eben mit Mitteln, die dieser selber nicht anwenden kรถnnte, ohne das Gesicht zu verlieren. Und wieder einmal sind es, zumindest soll es den Anschein haben, jugendliche Rebellen, die da die Drecksarbeit fรผr Habeck und Co. verrichten dรผrfen.
Auf ihrer Seite werden inzwischen keine Fรผhrungsmitglieder oder einzelnen Aktivisten mehr vorgestellt, doch vor ein paar Monaten, als das noch anders war, sah man dort vor allem Mittvierziger aus dem akademischen Milieu, Uni-Professoren und Lehrer etwa. In ihren Werbevideos sieht man hingegen durch die Bank vielleicht 15- bis 25-Jรคhrige, die vom idealistischen Kampf um ihre Zukunft erzรคhlen und an ihre Eltern und Groรeltern appellieren. Dass ein Haufen Lehrpersonal an der Spitze, das รผber irgendwelche Wege nach eigener Darstellung vor allem Jugendliche dazu inspiriert, politische Straftaten zu begehen, nicht der beste Look ist, scheint man inzwischen also eingesehen zu haben. Lustig auch, dass man gerade erst das Wort โGroomerโ, welches insbesondere die raubtierhafte Indoktrinierung von Kindern in den Buchstabensalat, aber auch generell die omniprรคsente Einspannung von Kindern und Jugendlichen in den politischen Kampf anprangert, auf Twitter und anderen sozialen Medien verboten hat.
Angefรผhrt wird das Kollektiv, das aus der Aktionsgruppe โEssen retten โ Leben rettenโ hervorging, nominell von einem 22-Jรคhrigen namens Henning Jeschke. Auf Twitter folgt dieser neben natรผrlich allem mรถglichen Klimakrisenkatastrophen-Kram auch vielen offen kommunistischen Accounts wie etwa โDeutsche Wohnen & Co. enteignenโ. Auf Bildern sieht man ihn nebst Antifa-Flaggen. Mal wieder fรคllt es also praktisch zusammen, dass wir leider vรถllige staatliche Kontrolle รผber die Wirtschaft brauchen, weil sonst die Welt untergeht. Beste Kontakte scheint er auch zu haben, nach der Bundestagswahl konnte er etwa Scholz lautstark in einer Fernsehsendung damit konfrontieren, dass er uns in eine โKlimahรถlleโ fรผhre. Fรผr das Anschreien mit abstrusesten Anschuldigungen bekommt man heutzutage offenbar von der Regierung im Anschluss ein kleines Einfamilienhaus geschenkt. Fast so, als wรคre so ein kleines Theaterstรผck von den die Welt vernichtenden Schurken in diesem sogar gewollt.
Dass dieser Typ da ernsthaft etwas zu sagen hat, wรผrde mich aber gelinde gesagt รผberraschen. Ein Haufen Uni-Profs und dergleichen, die sich von einem Typen Anfang 20 fรผhren lassen, welcher dafรผr sechsstellige Steuergeldsummen zugeschoben bekommt? Der eine Organisation ins Leben ruft, nach deren Vorbild diesen Februar zeitgleich sowohl in Groรbritannien mit โJust Stop Oilโ als auch in Frankreich mit der โLetzten Renovierungโ Klone ins Leben gerufen werden? Klone, die mit Aktionen wie dem Festkleben an einem Van-Gogh-Gemรคlde schlagartig die Weltbรผhne erobern und fรผr deren Fundraiser im Falle von โJust Stop Oilโ aus dem Stegreif รผber 85.000 Euro lockergemacht werden? Von daher stellt sich mir die Frage nach Geldgebern und Strategen im Hintergrund schon seit einer ganzen Weile. Den ersten Teil kรถnnen wir nun zumindest teilweise als beantwortet betrachten: Wir alle sind Geldgeber wider Willen. Denn die Stilllegung des Verkehrs, des รfteren mit Krankenwagen und vor Kurzem erst mit einem Schlaganfallpatienten im Stau gefangen, liegt offenbar im Interesse unseres Staates. Und das alles paradoxerweise mit dem erklรคrten Ziel, den Staat selbst hinsichtlich seiner Klimapolitik unter Druck zu setzen. Der Staat finanziert die Nรถtigung seiner Bรผrger zur Nรถtigung seiner selbst, einen noch radikaleren und uns noch weiter einschrรคnkenden Kurs einzuschlagen. Noch viel offensichtlicheres Kasperletheater hatte die Demokratiesimulation selten zu bieten. Und wie so oft sind, zumindest auf dem Etikett, Kinder und Jugendliche die Schwungmasse, die dafรผr zum Einsatz kommt.

