Wertungen sind alles

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Die Fernandes-Causa sollte uns eine Weisheit lehren, auf deren Verinnerlichung die linksgrüne Hegemonie fußt: Fakten können eine Schlacht entscheiden, aber Wertung entscheidet den Krieg. Ein einzelner Vorstoß kann abgewehrt werden, wenn man die zugrundeliegenden Behauptungen als falsch entlarvt. Aber die Wertungsgrundlage abzutragen und durch eine alternative zu ersetzen, ist der einzige Weg, die nächsten zehn Angriffe zu verhindern, aus diesem ewigen Hinterherhecheln raus und selbst in die Offensive zu kommen.

Die Leute, die das Showgeschäft dominieren, sind degeneriert. Hedonistische Freaks, deren sinnentleertes Leben gepaart mit einer offensiv vertretenen Ablehnung von Sexualmoral regelmäßig zu Eskapaden führt, von denen wir nur die Spitze des Eisbergs überhaupt je erfahren. Leute wie „der Täter“, wie Fernandes ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen seit dem „Spiegel“-Exposé gebetsmühlenartig nennt, sind also eine nachwachsende Ressource. 

Darzulegen, dass dieser spezifische „Täter“ am Ende wohl nur ein Drittel dessen, was ihm zunächst (und teils nur implizit) zur Last gelegt wurde, auch in beschriebener Form getan hat, kann diesen einen Vorstoß vielleicht zum Erliegen bringen. Bestenfalls ein taktischer Erfolg.

Ein strategischer Sieg wäre es, den allgemeinen Blick auf Sexualverbrecher aus dem Kulturbetrieb in Bahnen zu lenken, die einen Gesellschaftswandel in unserem Sinne begünstigen. Denn egal, wie man Ulmen aufgrund seiner LinkedIn-Perversionen jetzt nennen will: Es gibt Sexualverbrecher im Showbiz, und zwar ernsthafte.

Zudem ist selbst das, was „der Täter“ gemacht hat, tatsächlich Ausdruck einer tieferen Pathologie – nur eben nicht der, die der Fernseher uns vorkaut: Wir leben in einer Gesellschaft, die das Ausleben (und damit langfristig Ausartenlassen) sexueller Abnormalitäten als Freiheit hochhält, die nicht nur vor staatlichen Gegenmaßnahmen, sondern sogar vor Spott und Stigmatisierung zu schützen sei, während der Bedeutungshorizont des Individuums auf das eigene Leben beschränkt bleibt. Dass gerade dort, wo diese Philosophie nicht nur passiv übernommen, sondern aggressiv gepredigt wird, eine Fülle von abartigem Zeug abgeht, ist logisch. Genau diesen Leuten mehr Macht über das Internet zu geben, weil einer von ihnen dort degenerierte Sachen gemacht hat, nicht.

Und selbst die erfolgreiche Abwehr dieses einen Vorstoßes wird eher durch Attacken auf seine Authentizität erreicht als durch eine defensive Minimierung des Übels. Überdramatisierung ist zu verspotten, anstatt zu beschwichtigen. Logiklücken und falsche Tatsachenbehauptungen sollten in ein Narrativ eingebettet präsentiert werden, welches das Ganze als zweckdienlich zusammengestückelte Kampagne regierungsnaher NGOs entlarvt, anstatt als „Team Ulmen“ die andere Seite der Konfliktmedaille einzunehmen.

Denn der systemstabilisierende Ausgang dieses Konflikts ist in der übergeordneten Wertung, worum wir uns hier überhaupt streiten, längst festgeschrieben: darum, ob Männer Monster sind und die Regierung mit eiserner Hand über das Internet herrschen muss, um die armen Frauchen zu schützen. Ob Beziehungen als Saatfeld des Missbrauchs zu betrachten sind, bis die Gehirnwäsche kommender Generationen einen feminisierten, ängstlichen Schatten von Männern zurücklässt, an dem ohnehin keine Frau mehr Interesse hätte. 

Diese Diskussion inhaltlich anzunehmen ist eine Verliererstrategie, weil das nicht diskussionswürdig ist, sondern geisteskrank. Die Antwort ist Hohn und der Fingerzeig auf die Strippenzieher bei HateAid und Co., die von Staatsknete bezahlten Zersetzungs-Aktivismus im Sinne der Obrigkeiten betreiben.

Der Unwille, eine eigene Wertung durchzudrücken, zieht sich selbst bei unseren Kernanliegen durch die rechte Medienstrategie. Wegschauen und Milde migrantische Vergewaltiger betreffend etwa wird von populistischer Seite meist als Widerspruch zu den feministischen Grundwerten ihrer Importeure angeprangert und dem islamischen Frauenbild angelastet. 

Man bewegt sich damit im Framework des Feindes: Diese feministischen Grundwerte ziehen für Linke eben gegenüber dem höheren Gut von Überfremdung und Ethnomasochismus den Kürzeren. Diese Priorisierung anzuprangern, ist ein zum Scheitern verurteilter Versuch, mit den Machthabern zu verhandeln, und fordert implizit die Durchsetzung eines „wahren Feminismus“, den man in seiner Prä-trans-Brennstufe vor 20 bis 30 Jahren ausmacht. Die Rakete flog aber immer in Richtung Geschlechterabschaffung, mit einem Zwischenhalt auf dem Planeten Rollenüberwindung.

Das islamische Frauenbild in den Vordergrund zu rücken, stärkt eine universalistisch-liberale Moral, die die Überwindung solcher Hürden anstrebt, um die Menschheit in sich zu einen. Es ist ein Rezept für die Beteiligung an Israel-Kriegen für die „Befreiung“ irgendwelcher Nahöstler und autoritärere „Integrationsmaßnahmen“, um immer neue Migrantenmassen in unserer kulturellen Leere verdauen zu können. 

Der Aspekt, den wir betonen sollten, ist die evolutionspsychologische Bedeutung von Übergriffen auf die Frauen eines fremden Landes. Es ist eine Entweihung der Eroberten, ein Ausdruck ultimativer Dominanz, der über das einzelne Opfer hinausreicht. Wenn am Jahrestag historischer Gruppenvergewaltigungen an einem symbolträchtigen christlichen Ort 3.000 Migranten aus dem Umland anreisen, um aus Jagd auf deutsche Frauen eine Silvestertradition zu machen, dann ist das weniger ein Frauenbild-Ding als ein Besatzer-Ding.

Egal, wie viele Schichten „empowernden“ Bullshit wir darüberschaufeln, im menschlichen Echsengehirn bleiben Frauen ein Symbol für Stolz, Würde und Erneuerungsfähigkeit eines Volkes und ihre ständige Befleckung durch Fremde eines für den Tod all dessen. Woran man damit (zu Recht) appellieren kann, ist also eine der mächtigsten Emotionen des Menschen. Wohl deswegen liegt auf solchen Appellen, selbst in nur angedeuteter Form („unsere Frauen“), ein starkes Stigma, während der Ruf nach der Durchsetzung feministischer Grundsätze gegen Migranten einen Weg erheblich geringeren Widerstandes darstellt.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Gerne bin ich ein kämpfer mit schweifenden Worten, doch hierzu fällt mir nur vortrefflich ein. Lasst uns wieder zu neuer Stärke kommen und uns im weltgetriebe endlich den Platz einnehmen der uns gebührt. Auf auf ! … jetzt und nirgendwann gilt es!

  2. Absolut treffende und wohlformulierte Kolumne Big Shlo!

    Für mich ist dieses ein weiteres Beispiel unter vielen für den Zwei-Fronten-Angriff des Liberalismus auf unsere Zivilisation:
    – Zum einen wird ein Hyperindividualismus gepushed, der persönliche „Entfaltung“ und „Freiheit“ als obersten Wert setzt, und eben unter Anderem zu solchen (sexuellen) Degenerationen führt.
    – Zum anderen wird uns als (illusorische) Alternative oder Ergänzung ein abstrakter Kollektivismus verkauft (Frauen, Menschheit, Klima, Globaler Süden, etc.)

    Was diese beiden Vektoren für mich gemein haben, ist dass sie explizit nicht die Interessen unserer Partikulären, organisch gewachsenen Gruppe(n) vertreten.
    Was wir (wieder) brauchen, ist was Konservative schon immer, und in neuerer Zeit Denker wie de Benoist vertreten. Kommunitarismus als Gegenstück zu sowohl
    Individualismus als auch Kollektivsmus, und damit eine Priorisierung von Familie, Sippe, Religionsgemeinschaft, etc. über sowohl das Individuum als auch das
    abstrakte Kollektiv.

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