Eine Menge alte Leute werden gerade aus ihren Wohnungen geschmissen, um Platz fรผr neue Asylantenunterkรผnfte zu schaffen. Da man zur Schaffung eines Heimes ganze Wohnhรคuser leerfegen muss, bedeutet das fรผr die Betroffenen nicht nur, im letzten Lebensabschnitt aus der gewohnten Umgebung gerissen zu werden, sondern die Zerstรถrung ihres gesamten Sozialverbundes. Gerade in Berlin, wo ein kirchliches Altenpflegeheim soeben 110 Senioren auf die Straรe gesetzt hat, kann man aber bei den meisten, die es getroffen hat, wohl von einem Fall von โdie Geister, die ich riefโ auf den letzten Metern sprechen. Und auch in Lรถrrach, wo man 40 alte Leute aus ihren Wohnungen schmeiรt, um Migranten dort unterzubringen, wurde den meisten geliefert, was sie bestellt hatten: In dem Landkreis Lรถrrach-Mรผllheim kamen Grรผne und SPD bei der Bundestagswahl 2021 auf 43,2 Prozent der Stimmen, wรคhrend nur 8,2 Prozent die AfD wรคhlten.
Die Methoden der Verantwortlichen dort erinnern an Manipulationstechniken, wie sie von Enkeltrickbetrรผgern angewandt werden: Die alten Leute werden isoliert und in Einzelgesprรคchen bearbeitet, wohl in der Hoffnung, organisiertem Widerstand vorzubeugen. Auch die Wahl der Opfergruppe dรผrfte รคhnliche Grรผnde haben wie bei besagter Masche: Im Schnitt werden die Subjekte weniger frisch zwischen den Ohren sein, weniger Widerstandswillen an den Tag legen, weniger Kapazitรคten haben, diesen Widerstand in die Tat umzusetzen, und generell erst mal denken: Wenn die Autoritรคten das sagen, wird es schon seine Richtigkeit haben. Wรผrde man sich Mittvierziger in derselben Weise vornehmen, wรคre es wahrscheinlicher, frรผher oder spรคter an den Falschen zu geraten, wie etwa an einen Anwalt, der einem richtig die Hรถlle heiร machen kรถnnte.

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Fรผr die Wohnungsbesitzer hat der Staat starke Anreize gesetzt: Zwar dรผrfte โFlรผchtlingโ Achmed deutlich hรคufiger mal Kleinholz aus der Bude machen als Oma Gertrud, jedoch werden sie fรผr Migranten zur Verfรผgung gestellten Wohnraum aus Steuergeldern mehr als fรผrstlich entlohnt, wรคhrend die Vertrรคge mit den Senioren hรคufig vor Jahrzehnten geschlossen wurden und dementsprechend gรผnstiger fรผr den Mieter ausfallen. Und hier profitiert auch der Staat von dem Beuteschema Oma und Opa: Sie haben keine Lobby, die laut werden kรถnnte, und werden sowieso bald, na ja, auch nicht mehr wรคhlen kรถnnen, wenn nicht sowieso schon ein Betreuer fรผr sie den Wahlzettel mit einem Kreuz bei den Grรผnen versieht, egal was sie denken, und anschlieรend in den sozialen Medien damit prahlt, es den alten weiรen Mรคnnern heute mal so richtig gezeigt zu haben.
Was bleibt, ist nur der Imageschaden durch kurzzeitige Schlagzeilen รผber das Thema, die sich grรถรtenteils auf โWeltโ (oftmals hinter Paywalls), โFocusโ und die bรถsen Schwurbelmedien ร la โTichys Einblickโ beschrรคnken. Aber wollen wir mal nicht auf einer zu deprimierenden Note enden: Ein generelles Kippen der Stimmung bezรผglich der Migrationspolitik beginnt sich Mal um Mal abzuzeichnen, insbesondere nach der Silvesternacht. Der Oberbรผrgermeister von Greifswald wurde kรผrzlich von Gegnern seiner Plรคne, 500 Migranten in der vorpommerschen Stadt anzusiedeln, hart angegangen, woraufhin der โFocusโ von einer โMeuteโ titelte, die auf den OB โlosgegangenโ sei โ und die Kommentare unter der gestrigen Twitter-Verรถffentlichung des Artikels sind ein Gemetzel, begangen von einer Armee kleiner White-Pill-Kommentatoren.
Boomereske Zorn-Emojis mischen sich unter eloquentere Kritiken sowie natรผrlich auch einen Haufen Fedposting, alles mit Hunderten Likes. So ein klares Stimmungsbild habe ich bei diesem Thema auf einer Plattform wie Twitter selten gesehen. In letzter Zeit hรคufte es sich. Das macht Hoffnung, dass die Lage ihnen noch entgleiten kรถnnte.

