Am Mittwoch verabschiedete das Bundeskabinett den Entwurf zum sogenannten โSelbstbestimmungsgesetzโ. Das Gesetz soll das angeblich veraltete Transsexuellengesetz ablรถsen. Menschen, die sich im vermeintlich โfalschenโ Kรถrper fรผhlen, sollen kรผnftig nicht mehr psychologische, รคrztliche und gerichtliche Gutachten vorlegen mรผssen, um ihren Geschlechtseintrag zu รคndern. Stattdessen kรถnnten sie bald ganz einfach zum Standesamt marschieren und per Sprechakt bis zu einmal im Jahr willkรผrlich ihr Geschlecht anpassen. Einfach so, ohne Therapien oder geschlechtsangleichende Operationen.
Auch Kinder und Jugendliche werden explizit mit einbezogen. Auch sie kรถnnen kรผnftig mit Einwilligung ihrer Eltern ihr Geschlecht รคndern. Sollten die Erziehungsberechtigten jedoch nicht zustimmen, greift das Jugendamt ein und entscheidet im Sinne des angeblichen โKindeswohlsโ. Konkret heiรt das also bei den aktuellen Auswรผchsen der Trans-Ideologie: fรผr den Geschlechtswechsel und gegen den Willen der Eltern. Diese werden somit weiter entmachtet und in ihrer Erziehung eingeschrรคnkt. Was auf die amtliche รnderung des Geschlechts von Kindern folgen kann, bleibt abzuwarten. Diese รnderungen fรผhren jedoch womรถglich noch schneller zu Pubertรคtsblockern, Hormontherapien und unwiderruflichen operativen Eingriffen im Kindesalter.
Doch das Gesetz geht noch weiter und beinhaltet ebenfalls ein sogenanntes buรgeldbewehrtes Offenbarungsverbot. Wer jemanden โmisgendertโ, also mit falschem, aber eigentlich richtigem Geschlecht oder dem Deadname, also dem alten, aber eigentlich richtigen Namen anspricht, muss blechen.
Noch ist das Gesetz nicht vom Bundestag verabschiedet. Jedoch bleibt auch das nur eine Frage der Zeit. Schon zu Beginn dieser Legislaturperiode hatte die Ampel-Koalition das Gesetz klar forciert und dank der Grรผnen in Person von โTessaโ Markus Ganserer vorab durch die Hintertรผr in den Bundestag gebracht. Biologische Tatsachen weichen der ideologischen Willkรผr. Wer sich dem entgegenstellt, wird bestraft und mundtot gemacht.
Neben den Grรผnen begrรผรte gerade die SPD diesen Vorstoร. Passend dazu verรถffentlichte der Bundesvorstand der Sozialdemokraten am Mittwoch ein gebรผhrendes Video. Zu sehen sind drei vermeintliche โTransfrauenโ mit Lippenstift, Perรผcken und Blumenoberteil. Alle drei berichten, wie wichtig das Selbstbestimmungsgesetz doch sei, weil es ihnen Eingriffe in die Privatsphรคre erspare. Auรerdem sei gerade das Offenbarungsverbot ein Schutz fรผr Betroffene.

Doch wer ist tatsรคchlich betroffen, wenn sich Ellie Kupsch, Sophie Rumpel und Lea Lรถlhรถffel kรผnftig in der Damenumkleide umziehen dรผrfen? Wenn alle drei Grazien mit tiefer Stimme und schlecht รผberschminkten Bartstoppeln demnรคchst ungehindert in Frauenrรคume eindringen kรถnnen und an sรคmtlichen Frauenaktivitรคten, wie dem Frauensport, partizipieren dรผrfen?
Wรคhrend alle von ihnen einige lobende Worte fรผr den Gesetzesentwurf von Bundesfamilienministerin Lisa Paus und Bundesjustizminister Marco Buschmann fanden, ging ihnen das Gesetz an anderer Stelle nicht weit genug. Diskriminierend sei zum Beispiel der โHausrechtsparagrafโ, der beispielsweise Lokalbesitzern das letzte Wort zugesteht, unter anderem wenn es zu Konflikten kommt. Wo kรคmen wir auch hin, wenn Eigentรผmer selbst entscheiden dรผrften, wem sie den Zutritt zu ihrem Laden gewรคhren?
Die LGBTQIA+-Community feierte ihren Sieg vorab, die โBildโ-Zeitung hingegen leistete ganze Arbeit und beschimpfte alle Kritiker dieses bahnbrechenden Gesetzes kollektiv als Nazis. Mit dem Selbstbestimmungsgesetz wird der Weg hin zum endgรผltigen Werteverfall dieses Landes geebnet. Wo das Aussprechen biologischer Tatsachen fรผnfstellige Buรgelder mit sich bringen kann, entfรคllt jedweder Konsens fรผr ein gesellschaftliches Zusammenleben.

