Seit dem Terroranschlag der Hamas in Israel gab es Bilder in Europa, die einfach nicht so recht ins bunte, vielfรคltige Bild der Linken bis Grรผnen passen wollten. Anstatt eine Menschenkette fรผr den Frieden zu bilden, bei der sich alle Menschen unterschiedlicher Couleur in all ihrer Buntheit an den Hรคnden halten und dem Krieg und der Gewalt damit ein fรผr allemal eine Abfuhr erteilen, demonstrierte ein gewisses Klientel in den Stรคdten, das rein zufรคllig auch mit der Hamas sympathisiert. Diese Menschengruppen waren leider nicht so bunt, wie es sich von der Massenmigration der letzten Jahre ausgemalt wurde; stattdessen war es doch ein recht homogener Haufen, der sich auch noch politisch gegen die israelfreundliche Haltung der Regierung positionierte.
Als das Erste am 27. Mai 2021 mit einem eigens dafรผr konzipierten โMonitorโ-Beitrag das Thema โdie rechte Kampagne vom importierten Judenhassโ bediente, wussten weder Medien noch Politiker, dass Migranten beim รbertritt der Grenze weder automatisch zu Veganern noch zu CO2-hassenden oder israelfreundlichen Sozialarbeitern werden. Als zwischen Januar und Ende September diesen Jahres 233.744 Menschen in Deutschland erstmalig einen Asylantrag stellten (eine Erhรถhung um 73 Prozent zum Vorjahreszeitraum), da wusste die SPD noch nicht, dass die โAnkommendenโ, ehemals โGeflรผchtetenโ nicht zu deutschen Spieรbรผrgern werden, die eben nur eine andere Hautfarbe besitzen. 100.000 Menschen bei einer Pro-Palรคstina-Demo in London, eine heruntergerissene Israelflagge in Wien, einen brennenden Spielplatz, Szenen wie beim Arabischen Frรผhling und einige Molotowcocktails auf eine Synagoge in Berlin spรคter sieht die Lage natรผrlich anders aus. So richtig verzeiht man es den Muslimen nicht, dass sie fรผr Bilder sorgen, die doch nur der rechtsextremen โ pardon โ extrem rechten (kein klagbarer Begriff) AfD in die Karten spielen. Dass der โtoleranteโ Westen Europas nun im Vergleich zum โintolerantenโ Osten gar nicht mehr so tolerant aussieht, verschรคrft die Identitรคtskrise der linken Menschenfreunde natรผrlich noch mehr.

Nachdem die Realitรคt nun an die Tรผr klopfte, sind weder sichere Grenzen noch Demonstrationsverbote fรผr โAngekommeneโ oder geschlossene Grenzen mehr โextrem rechtsโ. Die Antwort der offenen, bunten und friedensliebenden Gesellschaft, deren Stimme die SPD seit einigen Jahrzehnten verkรถrpern will, lautet mit Olaf Scholz: Ab jetzt wird โim groรen Stilโ abgeschoben. In einem โSpiegelโ-Interview rechtfertigte sich der Kanzler auรerdem damit, dass eine Begrenzung der Zuwanderer โuns nicht zu Unmenschenโ mache. Immerhin sei auch der Sozialstaat bei grenzenloser Zuwanderung nicht mรถglich. Innenministerin Nancy Faeser musste sich eingestehen, dass Grenzkontrollen an Binnengrenzen nun doch sinnvoll sind, nachdem diese seit 2015 ja doch eher als ein Nazi-Instrument von Menschenfeinden galten. Solange sich ein deutscher Kanzler dafรผr rechtfertigen muss, die Interessen des deutschen Staats โ und nicht einmal der Deutschen โ durchzusetzen, sind Ansagen wie diese natรผrlich leer und heuchlerisch.
Aber in der Regierung sind lรคngst nicht alle so tolerant, dass sie die Toleranz verteidigen wollen. Jรผrgen Trittin schrieb auf Twitter:
โ30 Jahre nach 1993 sollten wir doch gelernt haben, dass Abschotten, Abschrecken, Abschieben keine Migrationspolitik ist, sondern ein Konjunkturprogramm fรผr Rassismus und Rechtsradikale.โ
All diesem Schwachsinn zum Trotz bleibt sich der auรenpolitische Sprecher der Grรผnen darin treu, den plรถtzlichen Kurswechsel der SPD nicht wirklich ernst zu nehmen. Dass sich der Kanzler auf einmal hart zeigt, ist allenfalls ein Schauspiel fรผr Wรคhlerstimmen. โUnsโ macht eine restriktive Migrationspolitik nicht zum Unmenschen โ Olaf Scholz allerdings schon.
Das zum Scheitern verurteilte Projekt der Linken geht seinem absehbaren Ende zu. Wie Kollege Fechter schon richtig festgestellt hat (โWenn CDU-Funktionรคre kein Bekenntnis zu Deutschland abliefern, sollte man sie abschieben!โ), sind illoyale, korrupte und nicht integrierbare CDU-Politiker lรคngst abzuschieben. In einer Zeit, in der die Regierung zu ihrer eigenen Scheinopposition wird, muss mit der SPD รคhnlich verfahren werden: Politiker mรผssen an ihren Aussagen von 2015 gemessen werden, ansonsten gehรถren sie politisch in den Winkeln ihrer Opferpyramide zu Grabe getragen โ ich habe gehรถrt, in Nordafrika kennt man sich bestens damit aus.
