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Das Selbstbestimmungsgesetz ist da

15. April 2024
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Am Freitag stimmte die Mehrheit der Abgeordneten im Deutschen Bundestag fรผr das Selbstbestimmungsgesetz, welches das Transsexuellengesetz ersetzen soll. Forciert wurde dieses Novum innerhalb der Ampel-Koalition โ€“ oh Wunder โ€“ maรŸgeblich von SPD und Grรผnen. Unterstรผtzt wurden sie von einer bekanntlich grรถรŸtenteils rรผckgratlosen FDP und dem Restposten der SED-Fraktion. Die Splitterfraktion des โ€žBรผndnisses Sahra Wagenknechtโ€œ, die anwesenden drei Viertel der AfD-Fraktion sowie die CDU/CSU-Fraktion mit einer Ausnahme stimmten geschlossen dagegen. Leider erfolglos. Nun ist das Selbstbestimmungsgesetz also beschlossene Sache.

Demnach soll jeder fernab medizinischer oder psychologischer Gutachten bis zu einmal im Jahr einfach so nach Gefรผhl per Sprechakt beim Amt seinen Geschlechtseintrag รคndern dรผrfen. Das Ganze gilt dabei nicht nur fรผr Erwachsene, sondern auch fรผr Jugendliche und Kinder. Bei Teenagern ab 14 Jahren bedarf es zur ร„nderung des Geschlechtseintrags nicht einmal mehr der Einwilligung der Eltern. Kinder unter 14 kรถnnen mit Einverstรคndnis der Erziehungsberechtigten ihr Geschlecht im Ausweis anpassen. Sollten diese sich jedoch nicht im Sinne des Kindeswohls entscheiden, sprich fรผr einen Geschlechtswechsel, darf sich das Jugendamt einschalten. 

Um dem Ganzen Nachdruck zu verleihen, sieht das Gesetz auรŸerdem ein buรŸgeldbewehrtes sogenanntes โ€žOffenbarungsverbotโ€œ vor. Wer eine vermeintlich transsexuelle Person mit falschen Pronomen anspricht oder ihren โ€žDeadnameโ€œ, also ihren alten Namen, nennt, kann mit einer Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro belegt werden. Es sollen sogar Menschen, die bis Freitag noch durch das Transsexuellengesetz โ€ždiskriminiertโ€œ oder benachteiligt worden waren, womรถglich eine Entschรคdigung erhalten. Wie diese aussieht, hat die Ampel-Koalition jedoch noch nicht klar definiert.

Biologische Tatsachen weichen nun also endgรผltig der Willkรผr, und wem das nicht passt, den kann es teuer zu stehen kommen. In der Erlรคuterung des von Lisa Paus (Grรผne) gefรผhrten Bundesministeriums fรผr Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird keine Zahl potenziell erwartbarer Geschlechtswechsel prognostiziert. Doch allein zwischen 2013 und 2017 nahm die Zahl der Gerichtsverhandlungen zur Geschlechtsรคnderung um mehr als ein Viertel zu. Wenn diese amtliche Anpassung kรผnftig nicht einmal mehr in einem Prozess ausgehandelt werden muss, ist eine Explosion der Geschlechtsรคnderungen erwartbar. 

Das Perfide dabei ist nรคmlich, dass es bei dieser Novelle offensichtlich nicht um die marginal wenigen Menschen geht, die beispielsweise mit zwei Geschlechtsmerkmalen geboren wurden. Auch Personen, die sich tatsรคchlich im โ€žfalschen Kรถrperโ€œ fรผhlen (egal, wie kritisch man dazu stehen mag) und das Ansinnen haben, ihr Geschlecht zu โ€žรคndernโ€œ, indem sie sich gefรคhrlichen, medizinisch fragwรผrdigen und kostenintensiven geschlechtsangleichenden Therapien und Operationen unterziehen, sind hierbei eher zweitrangig. Nein, es geht grรถรŸtenteils um Menschen, die all diese Risiken und Kosten nicht einmal in Kauf nehmen und trotzdem die Privilegien des jeweils anderen Geschlechts genieรŸen und in deren Schutzrรคume eindringen wollen. 

Wer also als biologischer Mann mal ausprobieren mรถchte, wie es ist, in die Frauensauna zu gehen, sich in der Damenumkleide umzuziehen oder die Frauentoilette zu benutzen, braucht nur zum Amt zu gehen, und schon kann er sich ganz legal an diesen Orten aufhalten und umschauen. Angeblich soll zwar stets das Hausrecht der Inhaber gelten, aber wer mag dieses Hausrecht schon konsequent durchsetzen, wenn er durch horrend hohe BuรŸgelder abgeschreckt wird?! Freie Fahrt also fรผr Fetischmenschen und Sexualstraftรคter.

Die Person โ€žTessaโ€œ Markus Ganserer, ups โ€“ mittlerweile ist das wohl strafbar, unterstrich am Freitag auch noch einmal, was sie im Besonderen von Frauen hรคlt. Nรคmlich offensichtlich so wenig, dass Ganserer ohne Perรผcke mit einem Henna-Mandala auf dem Kopf im Plenum auftauchte und allen echten Frauen klar und deutlich machte, dass sie nun trotzdem und unausweichlich eine von ihnen ist, egal ob sie das wollten oder nicht. Ein wahrhaftiger Schlag ins Gesicht.

Weniger frauenverachtend geht es wohl kaum, und trotzdem wurde das gesamte Gesetz unter dem Deckmantel des Feminismus inszeniert. Vom Schutz von Frauenrechten kann aber wohl kaum mehr die Rede sein, denn dieser wurde mutwillig fรผr eine laut kreischende sexuelle Minderheit geopfert.ย 

Wรคhrend andere europรคische Staaten, wie die Niederlande, GroรŸbritannien oder Schweden nach anfรคnglicher Euphorie bereits vom โ€žSelbstbestimmungsgesetzโ€œ zurรผckgerudert sind, sehnen sich die Politiker der Bundesrepublik nach noch mehr ideologischem Wahnsinn. Ade, Frauenschutzrรคume!

ABOS

Bรผcher

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