Es ist 2025, und der Start ins neue Jahr erfolgte in der Bundesrepublik auch dieses Mal gekonnt holprig. Der Bundestag wurde aufgelรถst und somit endgรผltig der Weg fรผr Neuwahlen am 23. Februar geebnet. An Silvester kam es, oh Wunder, einmal mehr zu heftigen Ausschreitungen mit hohen Sachschรคden, vielen Verletzten und insgesamt fรผnf Toten. Und von dem Terroranschlag in Magdeburg so kurz vor Weihnachten wird nicht mal drei Wochen nach der Tat nur noch beachtlich wenig berichtet. Schlieรlich war der Tรคter ein Mann aus Saudi-Arabien und das jรผngste Opfer der neunjรคhrige Andrรฉ aus Niedersachsen, dessen Eltern noch immer nicht gebรผhrend Abschied von ihrem Sohn nehmen durften.ย
Dafรผr aber darf Robert Habeck nun wiederum die Titelseite des โSpiegelโ zieren und davor warnen, dass Elon Musk die Demokratie in Deutschland gefรคhrde. Dieser hingegen kรผndigte erst kรผrzlich einen X-Stream mit Kanzlerkandidatin Alice Weidel an. So weit, so wahnsinnig, traurig und doch so sehr beim Alten.ย
Was sich in der Zwischenzeit jedoch bei immer mehr Menschen geรคndert hat, ist der Geschlechtseintrag, und das nicht nur im Ausweis, sondern eben auch in der Geburtsurkunde. Denn schlieรlich wรคhrt das Selbstbestimmungsgesetz auch im neuen Jahr fort und ermรถglicht jedem, sein Geschlecht und seinen Namen frei nach Gefรผhl und Empfindung einmal im Jahr beim Amt auszusuchen, anzupassen oder umzuwandeln.
Bereits Mitte Dezember erfolgte dazu eine erste Bilanz: Demnach haben laut Erhebung der โBildโ-Zeitung bis zum Stichtag am 10. Dezember, also binnen gerade einmal 40 Tagen, allein in den 30 grรถรten Stรคdten Deutschlands 4.361 Personen amtlich ihren Geschlechtseintrag geรคndert. Das macht durchschnittlich fast 110 Geschlechtsรคnderungen pro Tag. Gerade in den sozialen Medien prahlen immer mehr selbsternannte โTransโ-Influencer damit, dass sie nun endlich ihren Namen und ihr Geschlecht anpassen konnten, und das eben auch in der Geburtsurkunde. Denn wie wir alle wissen, lassen sich biologische Tatsachen Jahrzehnte spรคter nach Belieben anpassen. Wรคhrend es bei allerlei Amtsbescheiden ellenlange bรผrokratische Prozesse mit sich zieht, um wichtige Dokumente zu รคndern oder รผberhaupt erst zu beantragen, kostet eine Geschlechtsรคnderung beim Amt mit allem Drum und Dran rund 72 Euro und ist mit vorheriger Terminvereinbarung in gerade einmal zehn Minuten durch, so ein junger Mann รผber sein Selbstexperiment in der โBildโ-Zeitung. Ein wahrer Kassenschlager also, kรถnnte man meinen, und nach wie vor an Willkรผr kaum zu รผbertreffen.ย
Da wir uns ja wie eingangs erwรคhnt aufgrund der anstehenden Bundestagswahlen mitten im Wahlkampf befinden, kรผndigte die Union schon vor mehreren Wochen groรzรผgig an, sie wolle das Selbstbestimmungsgesetz bei Regierungsantritt abschaffen beziehungsweise stark verรคndern. Mal schauen, was davon รผbrig bleibt, wenn die Wahl vorbei ist und die Koalitionsverhandlungen begonnen haben.ย Doch vorerst kรถnnen wir uns auch weiterhin รผber noch mehr Mรคnner auf Damenklos und noch mehr รmteransturm gefasst machen.

