โIch tรถte dich mit fรผnf Messerstichen, einer ins A*******, einer in die F**** und drei in die Brustโ, damit soll Ilia K. seiner Ex-Freundin gedroht haben. Der Bulgaro-Tรผrke sitzt aktuell auf der Anklagebank vor dem Landgericht in Frankfurt am Main. Ihm wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr seine 19-jรคhrige Ex-Freundin Yildiz G. bedroht, gefoltert und vergewaltigt zu haben. Mit einem Baseballschlรคger, an dem ein Nagel angebracht war, hatte er sein Opfer in seinem Keller krankenhausreif geprรผgelt. Mehrfach hatte er der jungen Frau gedroht, sie, ihren Bruder und ihren Vater zu tรถten. Yildiz und ihre Mutter seien laut Ilia K. โHurenโ. Mindestens dreimal erlitt das Opfer schwere Verletzungen, Hรคmatome und Schรผrfwunden durch die Schlรคge des 24-Jรคhrigen. Das sind die grausamen Details, die wir von der Frauengruppe Lukreta gestern vor Ort im Gerichtssaal erfahren konnten.
Schon im vergangenen Juni wurde Ilia K. zu einer zehnmonatigen Bewรคhrungsstrafe wegen Gewalt an seiner Ex-Freundin verurteilt. Das hinderte den jungen Mann dennoch nicht daran, sein Opfer weiterhin zu quรคlen und zu drangsalieren. Ilia K. war zwanghaft eifersรผchtig, er verbot seiner Freundin, das Haus ohne ihn zu verlassen oder in den Urlaub zu fahren, sonst wollte er sie tรถten oder einem Dritten 100 Euro dafรผr zahlen. Er hinderte die junge Frau ebenfalls daran, ihren Schulabschluss zu machen.ย
Seinen brutalen Hรถhepunkt erreichte der ganze Fall im vergangenen Sommer. Ilia hatte sich mit seiner Ex-Freundin verabredet, um mit ihr zu โredenโ. Auf einem Spaziergang zerstรถrte der Tatverdรคchtige das Handy des Mรคdchens, womรถglich um Beweise in Form von Textnachrichten an sein Opfer zu vernichten. Mehrfach hatte er Yildiz in der Zeit geschlagen und getreten sowie sie an den Haaren gezogen. Als sie an einer Parkbank angelangt waren, vergewaltigte er sein Opfer im Gebรผsch oral, weil die junge Frau aufgrund ihrer Menstruation nicht auf den Koran schwรถren wollte, dass sie Ilia nicht betrogen hatte.ย
Das ist laut Zeugenaussagen der bisherige Tatablauf. Am gestrigen Montag wurde der Prozess zum vierten Mal fortgesetzt. Weitere Termine folgen noch bis Mitte Juni. Dann soll ein Urteil gefรคllt werden. Nach dem Opfer, der Mutter und dem Bruder der Geschรคdigten musste sich gestern ihr Vater etwa zweieinhalb Stunden lang dem Fragenhagel der Richterin stellen. Der Tรคter hingegen betrat grinsend den Gerichtssaal, verzog immer wieder die Augenbrauen und schien von all den Informationen รผber seine Brutalitรคt wenig beeindruckt. Im Gegenteil: Wรคhrend die Angehรถrigen der jungen Frau schmerzerfรผllt im Gerichtssaal saรen und die Fotos der brutalst zugerichteten Frau sichten mussten, lieร sich Ilias Gesichtsausdruck an Selbstgefรคlligkeit kaum รผberbieten.ย
Dem Tenor der Richterin zufolge hat Ilia K. womรถglich auch nicht allzu viel zu befรผrchten. Seit รผber einem halben Jahr befindet er sich schon in Untersuchungshaft. Bis zur Urteilsverkรผndung hat er fast ein Jahr seiner dann eventuell folgenden Haftstrafe abgesessen. Sein Opfer und dessen Angehรถrige hingegen werden sicher ihr ganzes Leben lang mit den Folgen der schweren Tat zu kรคmpfen haben.ย Zwei Angehรถrige wurden am Wochenende noch vom Vater des Tรคters mit dem Tod bedroht.
Der Fall ist schockierend, und dennoch ist dies nur eines von vielen Sexualverbrechen, die tagtรคglich in unseren Gerichten verhandelt werden. Wรคhrend gerne verallgemeinernd รผber die Taten von โMรคnnernโ gesprochen wird, findet diese neuartige Form der Gewalt gegen Frauen wenig Beachtung im Mainstream. Dabei ist auch Ilia K. 2015 als Flรผchtling nach Deutschland gekommen und hรคtte gar nicht hier sein dรผrfen. Wir brauchen keine Prรคventionskampagnen gegen โCatcallingโ und dergleichen, um dieser tatsรคchlich patriarchalen Gewalt entgegenzuwirken. Wir brauchen sichere Grenzen und Remigration.ย Schรผtzt die Frauen und nicht die Tรคter!ย

