Das Konzept der „Remigration“ findet sich in Deutschland weiter heftiger Gegenwehr ausgesetzt – mitunter sogar aus dem patriotischen Lager. Gleichzeitig steigt der Handlungsdruck auf die Bundesregierung. Fast 80 Prozent der Deutschen sind inzwischen der Meinung, unser Land nehme zu viele Einwanderer auf. Während in Deutschland über jede Abschiebung wochenlang gestritten wird, zeigen andere Länder, dass es auch ganz anders geht: Merz brauchte zwei Monate, um 81 Afghanen abzuschieben – Pakistan war 2.000-mal effizienter.
Pakistan und der Iran sind beides muslimische Nachbarstaaten von Afghanistan. Seit Jahrzehnten nehmen sie afghanische Einwanderer auf; allein seit der Machtübernahme der Taliban 2021 wanderten 600.000 Afghanen nach Pakistan ein.
Doch der stetige Zustrom veränderte das Leben der Einheimischen spürbar: Steigende Inflation, Wohnraum- und Versorgungsengpässe im Gesundheitswesen, politische Instabilität und Sicherheitsbedenken setzen die Sozial- und Wirtschaftssysteme der Länder zunehmend unter Druck.
Um gegenzusteuern, initiierte die pakistanische Regierung Ende 2023 ein Rückführungsprogramm zur Ausweisung undokumentierter Ausländer. Seitdem wurden fast 900.000 Afghanen abgeschoben – eine der größten Abschiebeaktionen der jüngeren Zeit. Der Staatsminister im Innenministerium Talal Chaudhry erklärte, den Betroffenen sei genügend Zeit für eine „würdige Rückkehr“ eingeräumt worden:
„Kein Land der Welt erlaubt es jemandem, ohne Visum in ihm zu leben – und Pakistan kann keine Ausnahme sein.“
Im März 2025 kündigte das Innenministerium zudem an, dass auch die Aufenthaltserlaubnis aller registrierten Afghanen ohne besonderen Schutzstatus auslaufen würde und diese das Land bis zum 1. April verlassen müssten. Ab diesem Datum werde konsequent abgeschoben. Das Resultat: Binnen weniger Wochen kehrten 200.000 Afghanen freiwillig in ihre Heimat zurück, weitere rund 85.000 wurden innerhalb eines Monats zwangsweise abgeschoben. Ab dem 1. September sollen sogar Afghanen mit einem von den Vereinten Nationen anerkannten Flüchtlingsstatus ausgewiesen werden – insgesamt rund 1,4 Millionen Menschen.
Pakistans Staatsminister im Innenministerium betont, die Maßnahmen seien nicht Ausdruck von Feindseligkeit, sondern Folge einer Verpflichtung zu Rechtsstaatlichkeit, öffentlicher Sicherheit und nationalen Interessen.
Auch der Nachbarstaat Iran verfolgt seit einiger Zeit eine intensive Rückführung afghanischer Staatsbürger. Allein in diesem Jahr wurden dort 1,4 Millionen Afghanen zurück in ihre Heimat abgeschoben. Flüchtlinge erhalten im Iran in der Regel nur auf ein halbes Jahr befristete Aufenthaltsgenehmigungen, die nach Ermessen der Behörden verlängert werden – oder eben nicht, denn: Asyl ist Schutz auf Zeit.
Beide Staaten zeigen, dass Remigration – also die Rückführung illegaler und nicht mehr aufenthaltsberechtigter Ausländer – logistisch möglich ist. Sie in Deutschland rechtlich konform auszugestalten, ist eine Frage für Juristen. Remigration einzuleiten, eine Frage des politischen Willens.


Der Satz „Kein Land der Welt erlaubt es einem, ohne Visum in ihm zu leben – und Pakistan kann keine Ausnahme sein.“ könnte, wenn der politische Wille vorhanden wäre, in jedem europäischen Land ebenfalls umgesetzt werden. Pakistan ist diesbezüglich an der Rechtsstaatlichkeit näher dran als unsere Regierung, noch dazu handelt es sich bei den Rückführungen um deren Glaubensbrüder. Wünsch ich mir für Deutschland ebenso.