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Victoria’s Secret – Darf es wieder sexy sein?

20. Oktober 2025
in 2 min lesen

In den Vereinigten Staaten lässt sich seit geraumer Zeit ein kultureller Wandel in der Mode- und Werbebranche verzeichnen. Donald Trump hat der „Woke-Agenda“ zu Beginn seiner Legislatur als 47. Präsident der USA den Kampf angesagt, und genau dieser Kampf gegen Wokismus und damit die Rückkehr zum „normalen Schönen“ wird nun mehr und mehr von großen Unternehmen umgesetzt. So war es im Sommer die „Good Genes/Jeans“-Kampagne des Unternehmens American Eagle Outfitters mit der Schauspielerin Sydney Sweeney als Werbegesicht, die für mächtig Furore sorgte und vor allem linke Social Justice Warriors zur Weißglut trieb. Denn blonde, hübsche, junge, weiße Frauen verkaufen sich eben besser als Markenbotschafter für knackige Jeanshosen als Plus-Size-Models mit Speckfalten in XXL. Was linke Aktivisten und Medien sogleich als „White Supremacy“ und rassistisch kolportierten, brachte dem Unternehmen offensichtlich eine erhebliche Umsatzsteigerung für die zweite Jahreshälfte 2025 ein, die alle Erwartungen übertraf. 

Nun legte auch die weltberühmte Lingerie-Marke Victoria’s Secret bei ihrer Modenschau am vergangenen Mittwoch in New York nach. Nachdem das Modelabel, welches vor allem für hübsche, schlanke Frauen in aufreizender Unterwäsche und Engelsflügeln, die sogenannten „Victoria’s Secrets Angels“ bekannt wurde, zwischen 2019 und 2023 aufgrund mehrerer Skandale, einer spontan abgesagten Modenschau und der Corona-Pandemie für fünf Jahre pausierte, folgte im vergangenen Oktober die Heimkehr auf den Laufsteg. Das Comeback war bunter und vielfältiger als je zuvor. Mehr Diversität, mehr Stoff, mehr Plus Size und erstmals auch zwei Transgender-Models erklommen den Laufsteg.

Jedoch war die Resonanz auf das neue woke Image nicht so rosig wie erhofft. Die Show 2024 floppte auf ganzer Linie. Das einstige Motto „unapologetically sexy“, was die Marke durch „Angel“ wie Heidi Klum, Gisele Bündchen oder Adriana Lima geprägt und überhaupt erst so erfolgreich gemacht hatte, schien sich nicht vom Versuch der Diversität verdrängen zu lassen. Das Publikum schaute stets auf Victoria’s Secret wegen seiner Glamourösität, der In-Szene-Setzung idealer Frauenkörper und der Sehnsucht und der Träumereien, die der Sexappeal der Models beim Zuschauer auslöste. Das objektiv Schöne lässt sich eben nicht durch das ideologisch „Richtige“ austauschen. 

Genau das schien auch bei Hillary Super, der neuen CEO der Marke, anzukommen. Und so kündigte Super bereits im September an, die Marke zu ihrem Ursprung „very sexy“ und feminin zurückzuführen. Seit ihrem Amtsantritt sind die Umsätze wieder gestiegen. Das Ergebnis ließ sich vergangenen Mittwoch auf dem Laufsteg in New York begutachten. 

Erst mal eröffnete mit Jasmine Tookes eine schwangere Frau die Modenschau. In Engelsflügeln aus goldenen Drähten und überdimensionalen Perlen strahlte die im neunten Monat schwangere Frau auf dem Laufsteg und zeigte dabei, wie schön, ästhetisch und bereichernd es doch sein kann, Mutter zu werden. Eine wahrlich gelungene Eröffnung und ein noch schöneres Comeback der Marke. Tookes symbolisierte am Mittwochabend mit ihrem prallen Babybauch die Reinform der Weiblichkeit und überholte damit in bestmöglicher Art das Vorurteil des „zerstörten Körpers“ durch die Mutterschaft.

Auch mit den anderen „Engeln“ der Show, den glamourösen Looks, den Flügeln aus Rosen und den formschönen, ästhetischen Frauenkörpern konnte Victoria’s Secret beweisen, dass die Marke nicht vergessen hat, was sie im Kern so erfolgreich gemacht hat. Zugegeben, auch dieses Mal gab es Models mit etwas mehr Gramm auf den Hüften, und auch diesmal gab es Transgender-Models. Aber das Ganze wurde eben nicht noch mal explizit in Szene gesetzt, sondern ging in der Masse an Grazien wie Barbara Palvin, Candice Swanepoel und Stella Maxwell unter. 

Auch wenn es sich lediglich um eine Modenschau handelt, so hat der vergangene Mittwoch dennoch bewiesen, dass sich wahre Schönheit nicht verdrängen lässt und sich auch in der Popkultur und der Modewelt ein Weg zurück zu den Wurzeln anbahnt.

1 Comment Schreibe einen Kommentar

  1. Den Vollradikalen wurde also das Steuerrad entrissen und der Versuch der Schaffung künstlicher Schönheitsideale(der auch dem Profit im Wege stand) wurde zurückgestellt, Trans wird aber weiterhin durchgesetzt. Hoffen wir mal das der Trend weiter geht und die „konservativen“ nicht anfangen Transapologetik zu betreiben nur weil die Linken ihre Pommespanzer von der Frontlinie abgezogen haben.

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