Mitte August 2023 hatte Jan Böhmermann in seiner Koch-Talkshow „Böhmi brutzelt“ einen Mann namens Mario Olszinski zu Gast, der sich in den frühen 2000ern als Dragqueen „Jurassica Parka“ einen Namen gemacht hatte und seitdem als Frau verkleideter Dauergast in diversen öffentlich-rechtlichen Formaten war. Beim RBB-Sender Radio Fritz moderierte er zeitweise eine eigene Sendung, 2014 führte er nach seiner Wahl zur „Miss CSD“ gemeinsam mit Klaus Wowereit den Berliner Christopher Street Day an. Mit Ausnahme von „Olivia Jones“ dürfte es sich bei ihm um die bekannteste Dragqueen Deutschlands handeln.
Wie üblich – in seiner eigenen Talkshow „Paillette geht immer“ gehören etwa gigantische Dildos auf dem Moderatorentisch zur Grundausstattung – wurde es schnell sexuell. So erzählte er kichernd davon, wie eine Mitarbeiterin seiner Agentur sich aufgelöst darüber beschwert habe, ihre Tastatur regelmäßig morgens mit Sperma verklebt vorzufinden.
Unmittelbar nachdem Böhmermann seinen Lachanfall darüber wieder im Griff hatte, lenkte er das Thema auf Dragveranstaltungen vor kleinen Kindern.
„Es gibt seit ein paar Jahren in der politischen Rechten eine neue Ausgrenzungsbewegung.“
„Mmmmh, zum Kotzen, ja“, pflichtete Olszinski ihm bei.
„Der Akt, Drag auf der Bühne zu machen, ist ja mal ein politischer gewesen. Dann ist es total… Mainstream Mary und das fanden alle cool. Und jetzt wird’s re-politisiert! Jetzt gibt es Demonstrationen, weil in München irgendwie Drag-Künstler*Innen Bücher vorlesen und, und, und, und…“
„Diese Diskussion ist so hanebüchen“, schnitt der anwesende „Drag-Künstler*In“ ihm das Wort ab. „Natürlich lesen Dragqueens keine Kinderbücher vor, weil sie Kinder geil finden. Sondern, sondern sie möchten einfach nur…“ – Olszinski kam glucksend ins Stocken – „… na ja… Geschichten vorlesen.“
Die angesprochene Münchener Lesestunde wurde von „Vicky Voyage“ (hier zu sehen) in einer selbstgebastelten Krone sowie Unterwäsche aus zerstückelten Babypuppen, sowie von „Eric Big Clit“, zu Deutsch also „Eric mit der großen Klitoris“ abgehalten.
Böhmermann torpedierte die recht hölzern vorgetragene Selbstverharmlosung Olszinskis und sprach davon, Kindern „andere Lebensentwürfe“ zu zeigen – im Klartext also, ihre geschlechtliche Selbstwahrnehmung zu beeinflussen: „Wenn du Mary siehst, als interessierter Junge, der irgendwie spürt: ‚ich sehe das im Fernsehen und das ist… spannend‘, dann ist das ja nur ein Angebot, was es so für Lebensentwürfe gibt.“ Die Polizei wende sich schließlich auch medial an die Jugend, um ihr einzutrichtern, keine Gesetze zu brechen.
Daraufhin kündigte Olszinski an, in wenigen Wochen selbst vor Kindern aufzutreten, was für ihn Neuland sei:
„Ich bin sehr gespannt, wie das so wird, denn ich habe mit Kindern jetzt nicht so viele Berührungspunkte, ich bin ein sehr homosexueller Mann, wahnsinnig homosexuell.“
Schon diese geheuchelte Unsicherheit aufgrund angeblicher Unerfahrenheit mit Kinderauftritten enpuppte sich als irreführend, hatte er ja keine zwei Monate vorher erst in der Anton-Saefkow-Bibliothek vor Schulkindern aus dem Buch „Was ist eigentlich dieses LGBTIQ*?“ vorgelesen.
Zum anderen lief in diesem Augenblick ein Strafverfahren wegen Verbreitung, Erwerb und Besitzes kinderpornografischen Materials gegen ihn, das zwei Monate später in einer Verurteilung zu einer Geldstrafe von 11.200 Euro münden würde. Der Richter ließ Milde walten, da Olszinski nach eigenem Bekunden zum Tatzeitpunkt zwei Flaschen Weißwein getrunken hatte. Ein knappes Jahr später beehrte Böhmermann Olszinski wiederum in seiner eigenen Sendung – so wie auch Ricarda Lang und Heidi Reichinnek, allesamt nach seiner Verurteilung.
Vergangene Woche drang diese dann schließlich an die Öffentlichkeit, was daran lag, dass erneut wegen Kinderpornografie gegen ihn ermittelt wird. Bereits im Juli durchsuchte man seine Wohnung und beschlagnahmte die Elektronik. Laut einem weiteren Dragqueen-Darsteller, Daniel Wegscheider alias „Nina Queer“, der fünfmal die CSD-Sendung des RBB moderierte, geht das Öffentlichwerden des Ganzen auf „Denunziation“ seitens Olszinskis Podcast-Kollegen „Margot Schlönzke“ zurück. Über deren angebliches Whistleblowertum traf Wegscheider in seiner Sendung „Nina hebt ab!“ kürzlich folgendes Urteil:
„Eine Person, die abgrundtief böse ist. Ich hoffe, ja ich wünsche meiner Szene, meiner Community (…), dass sie dieses Herpesgeschwür, das so lange in meiner Szene wuchert, endlich abschneiden und wegwerfen kann. Margot Schlönzke ist für mich nicht das Böse selbst. Nein, sie ist für mich der Eiter, der das Böse infiziert.“
Die Verurteilung verwarf er mit den Worten: „Jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient, wie auch immer sie an das Material gekommen ist, wo auch immer sie es verbreitet hat, manchmal erkennt man das nicht.“ Der Ortsvorsitzende der CDU in Frohnau und ehemalige Berliner CSD-Vorstand Marc-Eric Lehmann kommentierte den Beitrag mit: „Danke für deine offenen und richtigen Worte.“ Ersterem Dank schließe ich mich an.
Das führende LGBT-Magazin „Mannschaft“ schrieb daraufhin unter dem Titel „Die Causa Jurassica Parka spaltet die Szene“ zunächst wehleidig über rechte „Hetzportale“, die „den Fall für ihre Zwecke nutzen“, bevor es zu einer unparteiisch gehaltenen Schilderung des „Queer“/„Schlönzke“-Zwists kam. In einem Land mit funktionierendem Rechtsstaat würde die Strafverfolgung eine Szene, die von mutmaßlich jahrelang fortgesetzter Verbreitung kinderpornografischen Materials „gespalten“ wird, in ihrer Gesamtheit unter die Lupe nehmen, was wesensähnliche Delikte betrifft. Hierzulande tritt man lieber weiter rechten Kommentatoren die Türen ein oder verschleppt sie ins Gefängnis.


den Vorgang bitte dokumentieren & an den Bürger weiterleiten – Danke .
Gute Arbeit
Für solchen Schund wird Millionen Bürgern Monat für Monat das Schutzgeld abGEZockt.